31 Juli 2014

IN SPANIEN SURFEN: KANTABRIEN

Es ist kein Geheimnis: In Spanien surfen ist bei deutschen Wellenreitern inzwischen sehr  beliebt. Es ist quasi der erste Schritt nach dem klassichen Schnupperkurs an der französischen Atlantikküste.

Und das hat seine Gründe.

Die abwechslungsreiche Küstenlandschaft bietet felsige Steilküsten und kleine versteckte Strandbuchten, die neben erstklassigen Wellen auch den nötigen Windschutz bieten.

Die Strände sind unterschiedlich ausgerichtet, so dass für jede Swellrichtung die passende Wellenhöhe dabei ist. Vom absoluten Anfänger bis zum erfahrenen Surfcrack: hier kommt jeder Wellenfan auf seine Kosten.

Ähnlich wie in Portugal ist auch die nordspanische Atlantikküste vom Massentourismus bislang weitgehend verschont gebliebene. Überfüllte Lineups gibt es hier vorrangig an den Wochenenden der Hauptsaison.

Wegen der geschützten Lage erwärmt sich die große Meeresbucht Biskaya in den Sommermonaten auf angenehme Temperaturen von bis zu 22 Grad. An sonnigen und windstillen Tagen kannst du deinen Wetsuit also getrost im Bulli oder Surfhostel hängen lassen und einfach in Boardshorts in die Wellen hüpfen.

In Spanien surfen: Das Surfparadies Kantabrien

Grüne Hügel, fette Milchkühe und erstklassige Surfbedingungen. Das ist die nordspanische Provinz Kantabrien.

In Spanien Surfen_KantabrienEs ist eine der landschaftlich eindrucksvollsten Küstenregionen Europas, die zudem noch mit beständigen Swells gesegnet ist.

Blogpost_4Kantabrien ist wunderbar geeignet für einen Surftrip im Bulli.

Alle die sich einen VW Bus mieten und von Surfspot zu Surfspot treiben lassen wollen, sind an den vielen wilden Klippen Kantabriens besonders gut aufgehoben.

Den besten Eindruck, wie so eine Reise mit Surfboard aussehen kann, bekommst du in dem Video am Anfang dieses Blogartikels. Darin habe ich die Eindrücke von meiner Bulli-Tour im Juni 2014 filmisch verarbeitet und mit der Musik der kantabrischen Band Pánico garniert.

In dem Video-Clip siehst du auch meine drei Lieblingsorte in Kantabrien.

Was diese Orte einzigartig macht, ist eine super Kombi aus guten Surfbedingungen und spektakulären Übernachtungsplätzen unmittelbar am Surfspot.

Nützliche Reiseinfos habe ich jeweils in einem eigenen Post für dich dokumentiert. Mit diesen Tipps im Gepäck solltest du ohne Probleme für ein bis zwei Wochen einen tollen Surfurlaub verbringen.

Hier schon mal die Kurzform meiner drei Empfehlungen:

1. Langre

Langre_2Die Strandbucht von Langre ist ein idyllischer Ort östlich von Santander und ein wahrer Leckerbissen für Wellenfans und Naturliebhaber. Meine ausführliche Beschreibung der Surfbedingungen, Übernachtungsplätze sowie Tipps für mobiles Arbeiten & Fotos vom Surfspot findest du hier.

2. San Vicente de la Barquera

San Vicente_2San Vicente ist ein Traum. Dieser Ort gab mir bereits bei meinem ersten Aufenthalt im August 2001 ein Gefühl, das weit jenseits von touristischer Begeisterung lag. Meine ausführliche Beschreibung der Surfbedingungen, Übernachtungsplätze sowie Tipps für mobiles Arbeiten & Fotos vom Surfspot findest du hier.

3. Liencres

Bild_2Liencres liegt am Rande des Naturparks Dunas de Liencres und bietet neben konstanten Swells auch die passende Infrastruktur, um für ein Paar Nächte mit dem Bulli direkt an den Dünen zu übernachten. Meine ausführliche Beschreibung der Surfbedingungen, Übernachtungsplätze sowie Tipps für mobiles Arbeiten & Fotos vom Surfspot findest du hier.

In Spanien surfen: Gelebte Freiheit

Wie du siehst, ist Kantabrien wie gemalt für einen Surftrip im Bulli. Und so kommt es sehr gelegen, dass es in Muriedas, einem Vorort von Santander die Möglichkeit gibt, bei Surf-Cars die alten T3-VW-Busse auszuleihen.

Eine super Sache für alle Surfer, die keinen eigenen Bulli besitzen, auf einen Surf-Trip entlang der Atlantikküste aber nicht verzichten wollen.

Alles über die Anreise und den Verleih der stylischen Surf-Busse findest du in diesem Blogartikel.

Blogpost_1Campen in der Wildnis

Im Gegensatz zu Frankreich drückt die Polizei in Spanien meistens beide Augen zu, wenn es darum geht, außerhalb von Campingplätzen im Bulli zu übernachten. Wenn du immer deinen Müll wegschaffst, bekommst du in der Regel mit niemandem Ärger.

Im schlimmsten Fall wird man dich darum bitten, die nächste Nacht an einem anderen Ort zu übernachten. Eine unmittelbare Strafgebühr wird aber nicht verlangt.

So kannst du ganz unkompliziert fernab von Touristenhochburgen und Schnellstraßen mitten in der Natur übernachten. Und das an den schönsten Plätzen direkt am Surfspot.

Meeresrauschen zum Einschlafen ist genauso garantiert wie das eifrige Sprudeln von Glückshormonen.

Spanien surfen

In Spanien surfen : Das süße Leben

Einzigartig ist die Stimmung mit Surfern aus ganz Europa für einige Tage den gleichen Stellplatz zu teilen und abends mit Portwein und Gitarre am Lagerfeuer in Erinnerungen an den besten Wellenritt des Tages zu schwelgen.

Das Unterwegssein mit dem Bulli ist auch eine Form von Entschleunigung. Es zwingt dich zu einer gewissen Gelassenheit und zu einem minimalistischen Lebensstil. Dazu kommt der Kontakt mit der Natur und dem Meer mit seinen Launen, die du nicht ändern kannst.

Und während der Bully gemütlich vor sich hinschnurrt, gleitet die Küstenlandschaft an dir vorbei.

Jederzeit hast du die Möglichkeit, an einem besonders schönen Ort für ein Paar Stunden inne zu halten, oder aber statt einer weiteren Nacht in Galizien doch noch weiter nach Portugal zu fahren, weil die Wellenvorhersage für dort am besten aussieht.

Kurzum: Es ist die totale Freiheit und wie gemacht für deine Bedürfnisse als Surfer. Und für alle Surfnomaden eignet sich der Bulli sogar als mobiles Surf-Office.

Und hast auch du schon mal an einem dieser Plätze übernachtet? Was waren deine Erlebnisse und welche sind deine Lieblingsplätze, um in Spanien surfen zu gehen?

IN SPANIEN SURFEN: KANTABRIEN
5 100% 1 vote

Ähnliche Beiträge

9 Responses

  1. Tina

    Hey, ich träume von einem Surftrip entlang der europäischen Atlantikküste(Frankreich, Spanien, Portugal). Am liebsten natürlich im Bulli. Was meinst du wie viel Zeit (und Geld) man ungefähr einplanen sollte?

    1. Den Traum kannst du dir ganz einfach erfüllen. Such dir als erstes einen Bulli-Verleih wie z.B. surf-cars oder auch andere. Du findest sie ganz einfach bei Google mit deinem Start-Land, z.B. Frankreich und dem Schlagwort Bulli mieten oder VW-Bus mieten. Dann buchst du dir einen Billigflieger zum Startort und los geht die Reise.

      Zwei Wochen sind ein perfekter Zeitraum. Wenn du dir nur eines der drei Länder vornimmst, könnten auch eine Woche oder 10 Tage reichen. Für Flug plus 10 Tage Miete solltest du ungefähr 800 bis 1000 € einplanen. Wenn du noch Freunde mitnimmst, könnt ihr euch die Miete teilen und es wird entsprechend billiger und lustiger 😉

  2. Fite

    Hallo,

    ich plane vom 2. bis 9. Oktober 2016 bei Langre zu surfen. Allerdings bin ich Anfänger und bin bisher nur einmal an der französischen Atlantikküste gesurft. Für mich stellt sich nun die Frage, ob es im Oktober noch empfehlenswert ist, als Anfänger in Langre zu surfen. Denn wenn die Wellen um diese Jahreszeit einfach schon zu groß sind, komme ich nicht mal aus der Brandung raus und werde dann im folgenden von den zu großen Wellen zertrümmert. Wie gesagt, ich bin anfänger und brauche auch Anfänger-Wellen.

    Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

    Viele Grüße
    Fite

    1. Moin Fite, planst du in der Zeit in Langre einen Surfkurs oder möchtest du ohne Begleitung ins Wasser?

      Letzteres kann ich dir als Surfanfänger nicht empfehlen, schon gar nicht im Oktober, wenn die ersten größeren Herbstswells auf die Nordküste Spaniens treffen. Wenn du einen Surfkurs buchst, werden dich die Surfcoaches nur bei anfängertauglichen Bedingungen ins Wasser schicken. Und wenn es in Langre zu heftig wird, gibt es in der Gegend auch immer noch andere Optionen, die sich zum Surfen lernen besser eignen.

      Ich hoffe dir mit meiner Antwort weitergeholfen zu haben. Viel Spaß in den Wellen! Julian

      1. Fite

        Also einen Kurs direkt gibt es dort nicht für mich. Ich hätte nur ein paar Tipps-Geber dabei, aber keinen Trainer o.ä. So gesehen ist es um die Jahreszeit wahrscheinlich wirklich nicht ratsam… Danke für den Tipp 🙂

  3. Marc

    Hallo Julian

    Planen 2 Wochen Reisen diesen August in Galizien, Kantabrien und Asturien. Geplant sind ca 5 Tage an einem Ort am Meer inkl, wenn möglich Surfen, für Anfänger, evtl. Kurs. Kannst du dafür Orte empfehlen? Gilt für Asturien dasselbe wie für Kantabrien? Habe z.B. Llanes oder Cudillero ins Auge gefasst. Oder wäre dafür Galizien geeigneter? Vielen Dank im Voraus!

    1. Hallo Marc,
      das klingt super, vielleicht Treffen wir uns irgendwo dort…
      Die ganze nordspanische Küste ist ein Traum und du wirst viele schöne Stell-Plätze für deinen Bulli finden. Galizien ist am wenigsten überlaufen. Dort gibt es mit Caminosurf auch eine nette deutsche Surfschule.
      Ansonsten gilt einfach: Never stop exploring… 🙂

  4. Hey Julian,

    nice – am Samstag gehts für uns nach Santander und der Bus bei Surf-Cars ist gebucht. Mit deinem Bericht können wir uns die Kohle für den Reiseführer getrost sparen und in ein paar Cortados oder ein Bierchen am Strand investieren. Bestens! Vielen Dank für diesen Beitrag, er macht schon jetzt unglaublich viel Laune.

    Schöne Grüße aus Köln!

Leave a Reply

MAL GETEILT
Werde Fan und verpasse keine neuen Artikelschliessen
oeffnen