Was sind Surfnomaden?

Surfnomaden sind leidenschaftliche Surfer, deren Arbeitsort aber dummerweise nicht am Surfspot liegt.

Weil konventionelle Erwerbsmodelle aber fast immer mit einem festen Arbeitsort verknüpft sind, stehen Surfer oft im Konflikt zwischen klassischer Karriere und ihrer Leidenschaft fürs Surfen. Surfnomaden hingegen setzen alles daran, beide Lebensbereiche miteinander in Einklang zu bringen. Daher lautet ihr Motto:

Arbeit ist da wo ich Netz habe und wo der Swell ankommt!

Auch Surfer, die das Glück haben direkt am Surfspot zu leben und zu arbeiten, brauchen diesen nomadischen Lebenswandel. Denn erstklassige Wellen gibt es nunmal nicht immer an Ort und Stelle. Da ist es schon ein großer Vorteil, mobil zu sein, um für einige Wochen oder Monate dem Swell hinterherzureisen.

Beispiel gefällig?

Auf den Kaperverdischen Inseln finden Surfnomaden alles vor, was eine perfekte Winterdestination ausmacht: Konstanter Swell, warmes Wasser, mobiles Internet und günstige Lebenshaltung. Wer sich das folgende Video mit einigen Impressionen vom Winter 2014 anschaut, sollte allerdings keine Angst vor akutem Fernweh haben.

Kreative Lebensmodelle für Surfer

Wer heutzutage nicht gerade als Lehrer oder Arzt arbeitet, Kartoffeln erntet oder Stahl gießt, verbringt seinen Arbeitsalltag meist ganztägig vor dem Bildschirm. Sei es nun als Festangestellter oder als Selbstständiger – die Anwesenheit an einem festen Ort verliert immer mehr an Bedeutung gegenüber der Präsenz in der virtuellen Welt.

Diese Erkenntnis machen sich Surfnomaden zu Nutze. Sie sind Menschen, die mithilfe des Internets so arbeiten, wie sie leben wollen. Sie haben es satt, die Verwirklichung ihrer Träume bis zur Rente aufzuschieben. Anstatt wie früher von 9 to 5 im Hamsterrad ihre Runden zu drehen, entscheiden sie jeden Tag selbst darüber wann, wie lange und vor allem wo sie arbeiten, oder eben auch nicht arbeiten, sondern surfen wollen!

Nach diesem Leitbild leben immer mehr Surfer ihren Traum vom Endless Summer. Sie arbeiten in Shorts und T-Shirt an Orten wie Fuerteventura, Taghazout (Marokko), Itacaré (Brasilien) oder eben auf den Kapverdischen Inseln, Orte mit viel Sonnenschein, entspannter Arbeitsatmosphäre und konstantem Swell.

Kurz gesagt, machen sich Surfnomaden die neuen Spielregeln der mobilen Arbeitswelt zu nutze. Damit entscheiden sie sich bewusst für ein Lebenskonzept, in dessen Mittelpunkt zwei Dinge stehen: Eine gesunde Portion Surf und ein selbstbestimmtes Leben.

Endless Summer, endless Fun?

Eine leichte Brise weht vom Land her über eine einsame Bucht und formt die heranrauschende Dünung zu perfekten Wellen. Die Sonne senkt sich dem Horizont entgegen und saubere Linien biegen sich wie gemalt um die Felsen einer vorgelagerten Landzunge. Dies ist der Traum eines jeden Surfers – doch solche Momente sind genauso wundervoll wie selten.

Vielen noch so begnadeten Surfer wird schnell bewusst, dass das Surfen allein – trotz dieser einzigartigen Momente – auf Dauer nicht zufrieden stellt. Für eine normale Urlaubsdauer von zwei bis fünf Wochen mag ein Tagesablauf aus Surfen, Frühstücken, Siesta, Surfen und Abendessen noch durchaus reizvoll erscheinen.

Doch spätestens nach einem Monat reicht der fröhliche Wellenritt als einziger Lebensinhalt längst nicht mehr aus und anfängliche Euphorie weicht zunehmendem Stumpfsinn. Ausbleibender Swell oder starke Winde, die aus geordneten Wellen ein schäumendes Chaos werden lassen, können das Surfen im Handumdrehen oft für Tage zu einem Frusterlebnis machen.

Das Resultat ist gähnende Langeweile, chronische Unzufriedenheit oder sogar eine sich langsam anschleichende Verblödung. Spätestens wenn das tägliche Glück allein von der Swellvorhersage abhängt, beginnen sich viele Surfer zu fragen, was sie falsch gemacht haben.

Ein anderes Szenario: Es ist Ende Februar und der Winter in Europa nimmt kein Ende. Seit Wochen wagt sich die Sonne nicht hinter dem öden Einheitsgrau hervor und schon am späten Nachmittag wird es wieder dunkel. Die 50-Stundenwoche im Office nagt an den Nerven und der nächste Urlaub liegt in weiter Ferne.

Das Hobby zum Beruf machen oder doch besser Trennkost?

Beide beschriebene Lebensentwürfe für sich genommen, versprechen auf kurz oder lang nicht die ersehnte Erfüllung. Und auch das Konzept “ich mache mein Hobby zum Beruf und werde Surflehrer auf Lanzarote” kann dazu führen, dass man irgendwann als Surflehrer-Opa versauert.

Doch was ist mit einer Symbiose aus dem klassischen Arbeitsleben am Bildschirm und dem Surferdasein auf Bali? Wenn wir einen Teil der Arbeit mitnehmen könnten an unsere Lieblingssurfspots, an denen zudem die Lebenshaltungskosten deutlich unter den vergleichsweise hohen Ausgaben in Deutschland liegen, wäre doch schon mal viel gewonnen, oder?

Der kostenlose Guide für Surfnomaden

Und tatsächlich versprechen die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, dass wir nicht zuletzt dank der zahlreichen Jobangebote für mobile Arbeit auf Elance oder Odesk von fast überall aus arbeiten können – häufig ohne Verlust an tatsächlich verfügbarem Einkommen, dafür aber mit Sonne, Wellen, höherer Lebensqualität und guter Laune.

Für alle Wellenfreunde, die ihr Arbeitsleben mobiler, ortsunabhängiger und an ihre Bedürfnisse (das Surfen) angepasst gestalten wollen, und sich für die weltweit besten Surforte mit günstigen Lebenshaltungskosten und verlässlicher Internetverbindung interessieren, ist der kostenlose Guide Surfen und arbeiten vor der Küste Afrikas sicher eine gute Strandlektüre.

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