AUF GRAN CANARIA SURFEN: WARUM LAS PALMAS DIE HEIMLICHE SURFHAUPTSTADT EUROPAS IST

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Auf Gran Canaria surfen ist schon etwas Besonderes: Ganzjährig gute Surfbedingungen, angenehme Wassertemperaturen, die selbst im Winter kaum unter 19 Grad sinken, eine urbane Surfkultur mit internationalem Flair und diverse Surfspots, die von Las Palmas aus zu Fuß erreichbar sind.

Kurzum: Für kulturhungrige Surfer, die neben dem Wellenreiten auch Lust auf Konzerte, Kultur und spanisches Großstadtflair haben, führt an der authentischen Inselhauptstadt Las Palmas kein Weg vorbei – die Stadt-Surf Balance ist einfach einmalig in Europa.

Aber Gran Canaria ist mehr als nur Las Palmas.

Perfekte Wellen vor der Dreamsea Surfschule in Las Palmas

Überall Touris?

Gemessen an der Bevölkerung ist Gran Canaria nach Teneriffa die zweitgrößte Insel der Kanaren. Von der Fläche her, liegt sie hinter Teneriffa und Fuerteventura auf Platz drei. Jährlich besuchen etwa 2,8 Millionen Touristen die Insel, allerdings landen die meisten von ihnen in den Hotelhochburgen im Süden der Insel. Die reinen Ferienorte Maspalomas, Playa del Inglés und San Agustín solltest du also unbedingt meiden.

Auf Gran Canaria surfen_Dünen MaspalomasDeutlich besser aufgehoben bist du im Norden der Insel. Der Norden und vor allem der Westen der Insel sind im Gegensatz zum Süden nämlich touristisch noch weitgehend unerschlossen. Wenn du auf Gran Canaria surfen willst, hast du hier auch die deutlich bessere Spotauswahl. Außerdem teilst du dir die Strände hauptsächlich mit Einheimischen anstatt mit deutschen und englischen Rentnerhorden.

Inselklima & beste Reisezeit für Surfer

Für Surfanfänger ist auf Gran Canaria ganzjährig Saison. Für fortgeschrittene Surfer herrschen von Oktober bis März die konstantesten Surfbedingungen.

Wie auf den anderen kanarischen Inseln auch, liegen die Temperaturen auf Gran Canaria durchschnittlich zwischen 19° im Januar und etwa 25° im August. Die angenehmen Wassertemperaturen von 19° im Februar sowie knapp 24° im Oktober sorgen dafür, dass selbst im Winter ein 3/2 mm dicker Neoprenanzug locker ausreicht.

Zwischen August und Oktober kannst du sogar in Boardshorts oder im Surf Bikini auf Gran Canaria surfen. An den Reefbreaks sind Booties eine gute Idee. Ähnlich wie auf Lanzarote auch, sind die scharfen Vulkanfelsen oft von Seeigeln bevölkert. Dünne Sommer-Booties reichen als Schutz aber in der Regel aus. Wenn du nicht genau weißt, was es bei der Auswahl von Surf-Booties zu beachten gibt, solltest du meinen ausführlichen Blogartikel über Surfschuhe lesen.

Warum du auf Gran Canaria surfen solltest

Im Vergleich zu der gebirgsarmen Surferinsel Fuerteventura, sind viele Surfspots auf Gran Canaria selbst zur Passatzeit im Sommer nicht besonders windanfällig. Durch das enorme Gebirgsmassiv im Landesinneren wird der Passatwind an der Nord- und Südküste nämlich ziemlich zuverlässig abgeblockt. Nur der Osten ist oft windig und deshalb besonders bei Windsurfern beliebt.

Auf Gran Canaria surfen_El ConfitalAuf Gran Canaria gibt es viele verstecke Surfbuchten mit unterschiedlicher Ausrichtung. Je nach Swell- und Windrichtung kann sich die Wellenqualität daher schnell ändern. Auch die Topografie der Küste hat einen großen Einfluss auf die lokalen Surfbedingungen.

Um bei der Spotauswahl meistens richtig zu liegen, braucht es da schon ein bisschen Erfahrung, die du dir wohl nur durch einen mehrmonatigen Inselaufenthalt und gewissen Entdeckerambitionen erarbeiten kannst. Die Grundlagen liefere ich dir aber jetzt schon mal mit einer ausgewählten, aber längst nicht vollständigen Spot Review.

Weitere und ausführlichere Spotinfos findest du wie immer auch im Stormrider Guide, der sich in einer Spezialausgabe ausschließlich der atlantischen Inselwelt inklusive der kanarischen Inseln widmet.

Die Spot Review

Der Norden

Die mit Abstand konstantesten Wellen triffst du im grünen Norden der Insel. Neben den populären und teilweise recht überlaufenen Surfspots in der Nähe von Las Palmas, gibt es aber auch noch einige unbekanntere Breaks abseits der ausgetretenen Surferpfade.

Auf Gran Canaria surfen_der NordenFür Naturliebhaber lohnt sich eine Surfsafari an die abgelegenen Felsbuchten im Nordwesten der Insel. Die Region um Las Palmas ist nämlich ziemlich zugebaut und es gibt viel schönere Strände, um auf Gran Canaria surfen zu gehen. Besonders der Küstenabschnitt nordwestlich von Gáldar – der ehemaligen Inselhauptstadt – ist für Erkundungstouren prädestiniert. Noch abenteuerlicher wird es an der wilden Westküste.

Beginnen wir aber mit den stadtnahen Stränden, die vor allem für Surfanfänger und Intermediates die besten Surfbedingungen bieten:

Playa de las Canteras

Der 3 Kilometer lange Playa de las Canteras macht die Inselhauptstadt zu dem was sie ist: Die heimliche Surfhauptstadt Europas!

Surf City Las PalmasWährend der östliche Strandabschnitt weitgehend von einem vorgelagerten Riff – La Barra – geschützt ist und recht touristisch wirkt, ist der westliche Teil vom Playa de las Canteras spürbar authentischer und wird von deutlich mehr Einheimischen frequentiert. Hier befinden sich auch die Surfspots:

La Cicer

Am westlichen Ende der Strandbucht vom Playa de las Canteras endet das vorgelagerte Felsriff und macht den Weg frei für die offene Dünung.

Auf Gran Canaria surfen_La CicerAn den diverse Peaks, die weitgehend über sandigem Untergrund brechen, tummeln sich Surfschulen und fortgeschrittene Surfer genauso wie die unzähligen Bodyboarder, die einfach dazugehören, wenn du auf Gran Canaria surfen gehst. Früh morgens ist hier trotzdem oft wenig los im Lineup und auch der schräg auflandige Wind stört seltener.

>> Swellvorhersage für La Cicer auf Magicseaweed

Los Muellitos

Dieser über felsigem Untergrund brechende Lefthander ist an kleineren Tagen die Spielwiese für Surfer aller Könnensstufen. Bei größeren Swells wird es hier aber deutlich anspruchsvoller und die Welle verwandelt sich in eine schnellbrechende Linke mit viel Power.

Gran Canaria surfen_Los MuellitosDer Spot befindet sich neben einem künstlichen Wellenbrecher, von dessen Spitze aus du perfekte Sicht auf die Takeoff-Zone hast. An großen Tagen kannst du das Surfspektakel also aus nächster Nähe bestaunen und dir von den teils herausragenden Surfern so einiges abgucken.

 Gran Canaria surfen

El Lloret

Dieser Reefbreak am westlichen Stadtrand von Las Palmas bricht an guten Tagen als Point Break und kann erstklassige Wellen produzieren. Die Welle läuft steiler und schneller als La Cicer, so dass hier vor allem fortgeschrittene Surfer auf ihre Kosten kommen. Es wird gerne mal etwas voller, verglichen mit El Confital ist die Atmosphäre im Wasser aber auch an guten Tagen deutlich noch recht entspannt.

Surfen Gran Canaria_El Lloret

El Confital

An der westlichen Flanke der Halbinsel La Isleta östlich von Las Palmas gelegen, ist diese über ein flaches Riff brechende Welle ein echtes Juwel. El Confital ist eine unglaubliche Tube-Maschine und einer der besten Righthander Europas. Für erfahrene Surfer ist es das absolute High Light, um auf Gran Canaria surfen zu gehen.

Auf Gran Canaria surfen_El ConfitalWegen der Nähe zur Hauptstadt – zu Fuß sind es 10 Minuten – und der herausragenden Wellenqualität, ist der Spot aber zumindest an den besseren Tagen in festen Händen wellenhungriger Locals. Auch wenn sich die Lage in den letzten Jahren etwas entspannt zu haben scheint, werden Surftouristen hier generell nicht gerne gesehen.

Gran Canaria surfen_El ConfitalAn kleineren Tagen mit weniger Betrieb im Wasser, solltest du dir die steilen Wände aber nicht entgehen lassen – allerdings nur wenn du ein fortgeschrittener Surfer bist und über ausreichende Erfahrungen mit hohlen Riffmonstern verfügst.

>> Swellvorhersage für El Confital auf Magicseaweed

San Felipe

Etwa 12 km westlich von Las Palmas schmiegt sich das kleine ehemalige Fischerdorf an die wellenreiche Nordküste, umgeben von riesigen Bananenplantagen. San Felipe fängt jede Menge Swell ab und liegt etwas ab vom Schuss. Das Lineup ist daher spürbar ausgedünnter und auch als Intermediate hast du hier gute Chancen auf eine gute Wellenausbeute.

Auf Gran Canaria surfen_San Felipe

Der Süden

Maspalomas

Am Südzipfel der Insel, neben Rentnern und Pauschaltouristen, findest du westlich von der majestätischen Dünenlandschaft auf beiden Seiten des Leuchtturms mehrere passable Beach- und Reefbreaks, die aber einen kräftigen Westswell benötigen, um wirklich gute Wellen zu produzieren. Als Surfanfänger findest du hier aber fast immer ein paar weiße Walzen zum Üben.

Der Westen

Oder sollte ich besser sagen, der wilde Westen? Denn es ist unglaublich wie wenig hier los ist. Wegen der suboptimalen Straßenanbindung sind weite Teile der Westküste Gran Canarias quasi Niemandsland.

Es ist die Küste für Entdecker und Surf-Abenteurer: Mit ausreichend Proviant, viel Wasser und eigener Campingausrüstung bestückt, kannst du hier einen Surftrip der besonderen Art erleben. Einen kleinen Vorgeschmack, was dich hier erwarten kann, bekommst du von meinem Blogger-Kollegen Florian Blümm, der in diesem Bericht seine atemberaubende Wanderung zum abgeschiedenen Playa de Gui Gui beschreibt.

Auf Gran Canaria surfen lernen: Die Surfschulen & Surfcamps

Wenn du zum ersten Mal auf Gran Canaria surfen bist, solltest du unbedingt auf die Kenntnisse der lokalen Surfcoaches setzen, so dass du als Surfanfänger in einem Surfcamp am besten aufgehoben bist. Besonders in Las Palmes gibt es viele gute Surfcamps. Es ist aber schwer zu sagen, welches für dich das Beste ist. Vor allem solltest du darauf achten, in welcher Sprache unterrichtet wird und ob auch Surfkurse mit Video-Analyse angeboten werden.

Die Dreamsea Surfschule

Nur etwa 2 Laufminuten vom anfängerfreundlichen Beachbreak La Cicer entfernt befindet sich die lokale Surfschule von Dreamsea. Die Surfkurse sind in drei verschiedene levels eingeteilt.

Für Anfänger empfielt sich das Level 0, in dem die absoluten Basics gelegt werden. In den Level 1 Surfkursen wird am Timing deines Take Offs gefeilt und ertse Turns geübt. Beide levels kosten 30 Euro pro Tageskurs. Einen Surfkurs mit Privat-Surflehrer bekommst du für 60 Euro.

Wenn es darum geht, dich aufs selbständige Surfen vorzubereiten, Sind die Level 2 Kurse das Richtige für dich. Die Level 2 Option eigent sich auch bestens für Long Stays in Las Palmas. Denn es besteht die Möglichkeit für günstige 65 Euro im Monat, regelmäßig an deinen Surfskills zu schrauben.

Alle Surfkurse werden von zertifizierten Surfcoaches durchgeführt.

Auch wenn du auf der Suche nach Leihmaterial bist, wirds du in der Dreamsea Surfschule fündig. Ein Softboard bekommst du beiets für 15 Euro am Tag.

Das La Ventana Azul Surf House

Ein rein deutschsprachiges Surfcamp gibt es in Las Palmas nicht. Wenn du auf ein gemütliches Ambiente, entspannte internationale Atmosphäre und zentrale Lage direkt am Stadtstrand Wert legst, kann ich dir aber das La Ventana Azul Surf & Beach House empfehlen.

La Ventana Azul_Lage am Stadtstrand von Las PalmasIch selbst war im November 2015 für ein paar Tage dort und hatte einen sehr angenehmen Aufenthalt. Bemerkenswert ist vor allem die perfekte Lage zu fairen Preisen, je nach Saison kostet die Übernachtung im Mehrbettzimmer zwischen 16 und 20 Euro.

Von der großzügigen Terrasse mit guter Internetverbindung und entspannten Arbeitsplätzen unter dem Sonnendach hast du einen super Blick über den Strand.

Gran Canaria surfen_Ventana Azul SurfhouseDer sympathischer Camp-Betreiber Thomas Borstner aus Österreich lebt schon viele Jahre in Las Palmas. Er kennt die Surfspots der Insel wie aus der Westentasche und ist bei allen Surffragen ein sehr angenehmer Ansprechpartner.

Schnorcheln vor der Haustür

Gran Canaria hat nicht nur auf sondern auch unter Wasser einiges zu bieten: Eine große Überraschung war für mich die Vielfalt an Sealife direkt vor der Haustür vom Ventana Azul Surf & Beach House.

Mit der hauseigenen Tauchausrüstung – Schnorchel, Maske und Flossen, durfte ich zwischen Riff und Stadtstrand die zahlreichen bunte Anemonen, Korallen und subtropischen Fischarten entdecken, die sich wunderbar mit einem Stückchen Brot anlocken ließen. Im Handumdrehen war ich umringt von einem Schwarm bunter Fische. In diesem kleinen Video kannst du mir in die bunte Unterwasserwelt Gran Canarias folgen:

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Surfkurse bei Oceanside

Die Surfkurse vom Ventana Azul Surf & Beach House werden in Kooperation mit der lokalen Surfschule Oceanside durchgeführt. Die engagierten Surflehrer leben seit Jahren auf der Insel und wissen genau, wo du am besten auf Gran Canaria surfen lernen kannst.

Gran Canaria SurfcampDamit du ein besseres Bild von einem Surfkurs bei Oceanside bekommst, habe ich für dich ein kurzes Video gedreht. Neben dem Aufwärmprogramm und Trockenübungen am Strand, siehst du darin auch die Stehversuche einiger Intermediate-Surfer:

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Boardverleih in Las Palmas

Auch wenn du die Kunst des Wellenreitens schon beherrschst und dir nur ein Surfboard ausleihen möchtest, hast du in Las Palmas eine große Auswahl. Die Infrastruktur der Verleiher ist richtig gut:

Unterschiedliche Surfboards sortiert nach Surflevel, Locker für die Wertsachen, Duschen und die aktuelle Swellvorhersage – also alles was das Surferherz begehrt. Die Tagesmiete für ein Anfängerboard bei Oceanside liegt bei 15 Euro, für eine ganze Woche zahlst du 75 Euro. Auch in der Dreamsea Surf School bekommst du neuwertige Leihboards, Wetsuits zu günstigen Mietpreisen.

Gran Canaria Boarverleih Oceanside

Anreise & Transfer vom Flughafen

Ein weiteres gutes Argument, warum du auf Gran Canaria surfen gehen solltest, sind die günstigen Flüge, die du am besten mit der Flugsuchmaschine Spyscanner findest. Mit etwas Glück zahlst du für deinen Hin- und Rückflug mit einem der diversen Billig-Airlines von Deutschland aus gerade einmal 100 €.

Die Buslinie 60 verbindet den etwa 20 Kilometer südlich gelegenen internationalen Flughafen stündlich mit Las Palmas, kostet 2,10 € pro Strecke und benötigt rund 40 Minuten. Für die Rückfahrt startet der Bus vom unterirdischen Busbahnhof am Park Santa Catalina.

Mietwagen & Straßennetz

In Las Palmas selbst, brauchst du keinen Mietwagen. Im Gegenteil, es gibt viel zu wenige Parkplätze. Weil die Insel aber größer ist als man denkt, kann es sich für längere Strecken durchaus lohnen, einen Mietwagen zu buchen.

Wenn du dir beim Vergleichen der Preise ein bisschen Mühe gibst, solltest du pro Woche nicht viel mehr als 100 € zahlen. Die beste Möglichkeit, um Mietpreise im Internet zu vergleichen, ist die Seite von billiger-mietwagen.de. In Hafennähe von Las Palmas gibt es aber auch diverse lokale Autovermieter, die im Internet nicht gelistet sind. Hier kann es sich lohnen, spontan vorbeizuschauen und nach günstigen Angeboten zu fragen.

Gran Canaria StraßennetzDie südliche Hauptroute der Insel-Autobahn GC-1 (Autopista del Sur) führt von Las Palmas aus entlang der Ostküste am internationalen Flughafen vorbei bis zu Europas größter Dünenlandschaft von Maspalomas. Die Nordautobahn GC-2 führt von Las Palmas aus entlang der Nordküste bis nach Agaete. Über die GC-2 gelangst du auch zu den etwas entlegeneren Surfspots nördlich von Gáldar.

Öffentliche Busse & Taxis

Wenn du dir keinen eigenen Mietwagen leisten möchtest, kannst du dich auch recht easy mit den öffentlichen Linienbussen fortbewegen – den sogenannten Guaguas. Als preiswerte Alternative kannst du damit fast jede Ortschaft auf der Insel erreichen. Auch die Surfboardmitnahme ist in den Bussen kein Problem. Alle Infos zum Streckennetz, Fahrpreisen und Fahrplänen findest du sogar in deutscher Sprache auf der offiziellen Seite der Verkehrsgesellschaft Global.

Guaguas auf Gran CanariaNeben den Guaguas sind auch die Taxis auf Gran Canaria deutlich günstiger als in Deutschland, eigenen sich aber trotzdem eher für die kürzeren Strecken innerhalb der Ortschaften.

Mit dem Segelboot über den großen Teich

Mit dem Puerto de la Luz, einer der wichtigsten Umschlaghäfen Europas, ist Las Palmas der absolute Hotspot für Atlantiküberquerungen. Per Segelschiff oder Kreuzfahrtschiff kannst du dir teilweise sehr günstige Deals für die Überfahrt nach Brasilien oder in die Karibik sichern. Die Route führt oft über die Kapverden – auch kein schlechter Ort für Surfer. Auf dem Blog von Bruder Leichtfuß kannst du nachlesen, was es bei einer Atlantiküberquerung alles zu beachten gibt.

Atlantiküberquerung_Hafen Las Palmas

Günstige Unterkünfte für Surfer

Wenn du nicht in ein Surfcamp möchtest, sondern auf eigene Faust auf Gran Canaria surfen gehst, kann ich dir wie immer AirBnB empfehlen. Ich habe in Las Palmas über AirBnB eine schön Wohnung gefunden, die ich mir mit anderen Travellern teilen konnte.

Die Gastgeber hatten einige wertvolle Tipps auf Lager und weil es auf Gran Canaria auch unter den AirBnB-Vermietern jede Menge Surfer gibt, sind diese Tipps oft sehr hilfreich. Und du weißt ja, bei einem längeren Aufenthalt wird der Einstieg in die Surf-Szene durch lokale Kontakte deutlich einfacher.

Wenn du sogar für mehrere Monate auf Gran Canaria surfen willst, solltest du unbedingt einen Blick auf die Internet-Plattform Piso compartido für WG-Zimmer in Las Palmas werfen. Mit etwas Glück kannst du dir hier nämlich eine temporäre Unterkunft für 200-300 € pro Monat sichern. Damit liegst du deutlich unter den üblichen Übernachtungspreisen, die besonders in der Hauptsaison ziemlich gepfeffert sein können.

The Surf Office

Wenn du neben dem Wellenreiten an deinen eigenen Online-Projekten schraubst, bieten dir diverse Strand-Cafés an der Promenade von Las Palmas recht zuverlässiges Internet. Die Inselhauptstatt beherbergt aber auch diverse Co-Working Spaces, von denen das Surf Office für Wellenreiter besonders interessant sein dürfte. Bei meinem Aufenthalt im November 2015 hatte das Surf Office leider temporär geschlossen. Der Betreiber hat mir aber versichert, dass es im nächsten Jahr an einem neuen Ort in Las Palmas wiedereröffnet wird.

Fazit

Gran Canaria mit seiner Inselhauptstadt Las Palmas weckt bei mir Erinnerungen an Rio de Janeiro – die Kombination aus guten Wellen direkt am Stadtstrand, ganzjährig angenehm warmes Klima und kosmopolitisches Großstadtflair ist in Europa in dieser Form aber wohl einmalig.

Gran Canaria WaldAuch landschaftlich ist Gran Canaria beeindruckend – die kleine Sahara im Süden, eine faszinierende Bergwelt, abgelegene Surfstrände, zahlreiche Stauseen, Kiefernwälder und schneebedeckte Gipfel im Winter. Hinzu kommen erstklassige Reefbreaks, viele gute wenn auch etwas überlaufene Peaks direkt am Stadtstrand und ein sehr lebendiges Nachtleben.

Wenn du an einem Donnerstagabend zur Tapas Night durch die engen Gassen der Altstadt tingelst, wirst du schnell das Gefühl haben, in Sevilla, Granada oder Barcelona unterwegs zu sein. Anders als auf Fuerteventura, wo der Massentourismus vielen Ortschaften bereits ihre Ursprünglichkeit geraubt hat, herrscht in Las Palmas nämlich noch das authentische Flair einer typisch spanischen Großstadt.

Was sind deine Spotempfehlungen für Gran Canaria? Oder kennst du vielleicht ein richtig gutes Surfcamp, das du weiterempfehlen kannst? Dann freue ich mich über deinen Kommentar!

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IN SPANIEN SURFEN: KANTABRIEN

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SURFEN IN LANGRE

Langre hat eine sehr besondere Lage. Die Sommerwiesen im Hinterland erinnern eher an Cornwall, Irland oder Schottland als an die üblichen Klischees des spanischen Sommers.