02 April 2013

CO-WORKING-SPACES

Für das mobile Arbeiten in Ländern mit angenehmem Klima und guten Surfbedingungen bedarf es neben einem Laptop und einer schnellen Internetverbindung zunächst nicht viel. Allerdings bieten Internetcafés oft nicht die notwendige Ruhe für konzentriertes Arbeiten und auch in der eigenen Ferienwohnung mit Internetanschluss besteht die Gefahr, dass die Trennung von Arbeit und Freizeit zu sehr verschwimmt und einem nach einiger Zeit die Decke auf den Kopf fällt.

Einen ruhigen und dazu oftmals sogar kostenlosen Arbeitsplatz mit Internetzugang findet man dagegen häufig in den Bibliotheken größerer Städte. So verfügen besonders die Studentenstädte entlang der europäischen Atlantikküste, wie Lissabon, Porto, Aveiro, Bilbao, Santander oder Biarritz, aber auch transatlantische Surfstädte, wie Rio de Janeiro oder Kapstadt, über öffentliche Bibliotheken. Das Manko dieser Arbeitsorte ist jedoch, dass man neben Studenten wenig gleichgesinnten Freiberuflern begegnet.

Das Prinzip Coworking

Wird für die tägliche Arbeit eine etwas umfassendere Büroinfrastruktur benötigt, stellen sogenannten „Co-Working Spaces“ eine nützliche Alternative dar. Das Prinzip Coworking ist genauso einfach wie einleuchtend: Freiberufler vor allem aus der Kreativszene oder kleineren Unternehmen arbeiten günstig und flexibel an einem gemeinsamen Ort. Vertreter der verschiedensten Berufsrichtungen teilen sich schnelles WLAN und Arbeitsräume mit Telefon, Drucker, Faxgerät, Kopierer, Meetingräume, Schließfächer sowie eine WG-ähnliche Gemeinschaftsküche. Co-Working Spaces sind die logische Konsequenz der immer mobiler und flexibler werdenden Arbeits- und Lebensformen. Sie sind der Ausdruck eines neuen Lebensmodells, das wie gemalt ist für Surfnomaden.

Prinzip Coworking

In Deutschland existieren bereits mehrer dieser Räume in fast allen großen Städten. Doch auch in Portugal erfreuen sich die innovativen Arbeitsstätten immer größerer Beliebtheit, wie etwa COWORKLISBOA oder WORK’IN MARQUÊS. Neben dem angenehmen Arbeitsumfeld bieten die neuen Arbeitsorte in der portugiesischen Hauptstadt aber vor allem einen entscheiden Vorteil: die Fahrzeit zu traumhaften Surfspots, wie etwa Costa da Caparica oder Carcavelos beträgt nur etwa 15-20 Min. Noch schneller in der Welle ist man wenn man sich in Santa Cruz auf Teneriffa im ESPACIO COWORKING einen Schreibtsch mietet.

Co-working im 10 Minuten-Radius

Für die Zukunft können sich Surfnomaden auf ein immer dichteres Netz von Co-Working Spaces freuen. Denkbar wäre, dass die neuen Arbeitsstädten dann weltweit in allen größeren Städten  innerhalb eines 10 Minuten-Radius zu erreichen sind – so zumindest die Vision von Sebastion Sooth, dem Betreiber der Website hallenprojekt.de, auf der diverse deutsche Co-Working-Spaces vorgestellt werden. Ein Verzeichnis mit weltweiten Co-Working-Spaces gibt es bei SHAREDESK


(Fotos:
Flickr/bigyaho,Flickr/ Samantha BellCC BY-SA 2.0)

 

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