Die ultimative Boardbag Review: Wie du die typischen Fehler beim Kauf eines Boardbags vermeidest

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Geschrieben von Julian

So sehr ich mich auch über den Kauf meines ersten Surfboards plus Boardbag vor über zehn Jahren gefreut habe. Rückblickend muss ich leider zugeben, dass die Anschaffung ein Fehler war. Es war zu kurz gedacht, mir ein Boardbag zu leisten, in dem nur mein bis dato einziges Surfboard Platz finden konnte.

Denn obwohl ich in den Folgejahren oft nur mit diesem einen Surfboard auf Reisen ging, gab es immer häufiger Situationen, in denen ich mir die teilweise saftigen Transportgebühren auf Flugreisen mit mitreisenden Surfern hätte teilen können.

Mein Favorit für Flugreisen: Die Coffin Wheelie 6’6 Surfboard-Tasche von ROAM*

Ich will nicht wissen, was ich in all den Jahren alles hätte sparen können. Vermutlich könnte ich mir heute alleine von diesem Geld ein neues Surfboard kaufen oder sogar einen kompletten Surfurlaub finanzieren.

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Gut für dich, dass du nun aus meinem Fehler lernen kannst. Denn in diesem Artikel erfährst du alles, was du für den Kauf deines ersten Boardbags wissen musst!

Wann und wofür brauche ich überhaupt ein Boardbag?

​Eine Tasche für dein Surfboard ist immer dann sinnvoll, wenn du es von einem Ort zum nächsten transportieren möchtest. Denn praktisch überall lauern „Gefahren“, die deinem Liebling bei einer Unachtsamkeit eine ärgerliche Delle verpassen oder sogar noch größeren Schaden anrichten können.

Surfboard Tasche im Campingbus
Kontrolliertes Chaos: Surfboard-Tasche im Campingbus

​Insbesondere auf längeren Reisen in Flugzeug, Auto oder Campingbus ist ein Boardbag praktisch Pflicht!

So achtsam du mit deinem Surfboard auch umgehen magst, ist es für andere nur ein x-beliebiges Gepäckstück. Im schlimmsten Fall wird es unachtsam in einen Stauraum geworfen, eckt irgendwo an oder wird unter einem Haufen anderer Gepäckstücke begraben. 

Gut verpackt in einem Boardbag​ ist dein Surfboard den meisten Gefahren gewachsen und du kannst dich auf die eigentlich positiven Aspekte beim Surfen konzentrieren. Klar einen 100 % Schutz gibt es nicht. Mit einem guten Boardbag bist du aber schon ganz nah dran.

ROAM Surf Tasche am Sperrgepäckschalter vom BER Flughafen in Berlin
ROAM Surf Tasche am Sperrgepäckschalter vom BER Flughafen in Berlin

Um den Schutz auf Flugreisen zu erhöhen, kannst du bei einem größeren Boardbag auch noch Handtücher, Neoprenanzug, Surf-Booties ​oder deinen Surf Poncho als weiteren Puffer verwenden.

Wenn du dein Boardbag dann als Hauptgepäck aufgibst, sparst du dir manchmal sogar noch die Gebühren fürs Sportgepäck (Bedingungen der Fluggesellschaften beachten).​

Wenn du Langstrecke fliegst und auch noch an einem Flughafen umsteigen must, der besonders berühmt für eine hohe Schadensquote ist (z.B. Bangkok, Rio de Janeiro oder Kalkutta), empfiehlt sich zu dem Boardbag noch ein second Layer Surfboard Schutz.

Der kann z.B. aus Luftpolsterfolie und Rohrisolierung aus dem Baumarkt bestehen. Den besten und vor allem auch umweltfreundlicheren Schutz bietet aber eine spezielle Lösung der Firma Flexi-Hex.

Umweltfreundliche Flexi-Hex Surfboard-Polsterung für Reisen mit dem Flugzeug
​Umweltfreundliche Flexi-Hex Surfboard-Polsterung für Flugreisen

​​Der zusammenfaltbare Strumpf mit Wabenstruktur kann hohe Kräfte aufnehmen, lässt sich über das Surfboard ziehen und schützt das Surfboard damit optimal. Selbst Boardbags mit dünner Polsterung lassen sich ​mit der praktischen Flexi-Hex Surfboard Transportverpackung* für einen Langstreckenflug ​inklusive Umsteigen tauglich machen. ​

Tipp: Mit dem Rabatt-Code „surfnomade“ bekommst du die umweltschonede Surfboard Transportverpackung von Flexi-Hex * auf der Seite von KANOA-Surfboards für 5% günstiger.

​In Kombi mit einem für Handgepäck optimierten Rucksack ist das definitiv eine Überlegung wert. Weitere Informationen für deine Flugreisen mit Surfgepäck findest du hier.

Kurz zusammengefasst bietet dir ein Boardbag die folgenden Vorteile:

  • Schutz vor kleinen Dellen und größeren Schäden auf Reisen
  • zusätzlicher Stauraum für Kleidung und Neo auf Flugreisen
  • ​Täglicher Schutz beim Be- und Entladen vom Auto
  • Schutz vor UV-Strahlung, die dein Board angreift und altern lässt
  • ​Sand und Wax landen nicht im Auto oder zuhause

Warum sich die meisten Surfer das falsche Boardbag kaufen

​Du hast dir womöglich gerade dein erstes eigenes Surfboard gekauft und möchtest weitere Ausgaben so gering wie möglich halten, was für die Wahl der billigsten und am schnellsten verfügbaren Surfboard-Tasche spricht. Auch wenn ich vor einigen Jahren genauso gedacht und entschieden habe, kenne ich inzwischen eine ganze Reihe von Gründen, die dagegen sprechen.

Die günstigsten Boardbags für ein Surfbrett bekommst du teilweise schon für 30-40 Euro. In der Regel bieten sie allerdings kaum Schutz. Die Dicke der Polsterung ist viel zu dünn und die Verarbeitung der Nähte und Reißverschlüsse hält der täglichen Belastung im Surfurlaub kaum stand.

Boardbag am Roller
Surferin mit Roller und Boardbag auf Wellenjagd in Indonesien

Und Hand auf’s Herz, die meisten Surfer aus Deutschland brauchen ein Boardbag, das für längere Reisen im Flugzeug, Auto oder Roller geeignet ist und langfristig sogar Platz für 2-3 Boards sowie für Neo & Co bietet. (Ausnahme: Du bist Eisbach-Surfer).

Wenn ich jetzt noch einmal vor dem Kauf meines ersten Boardbags stehen würde, wäre meine Entscheidung also definitiv eine andere. Was genau du beim Kauf eines Boardbags berücksichtigen sollest, findest du im nächsten Abschnitt.

Was du beim Kauf eines Boardbags beachten solltest

​Auch wenn dich das jetzt womöglich enttäuschen wird: Es gibt bis jetzt noch nicht die EINE Boardbag, die für jeden Surfer die perfekte Lösung ist. Bei den vielen unterschiedlichen Surfboard-Typen, Shapes und Längen ist das aber eigentlich auch keine große Überraschung.

Wer weiß, vielleicht kommt irgendwann einmal diese eierlegende Wollmilchsau unter den Surfboard-Taschen auf dem Markt, womit 90 % der Surfer wunschlos glücklich sind. Bis dahin solltest du aber noch die folgenden wichtigen Punkte für den Kauf deines Boardbags berücksichtigen:

  • ​Größe – Vielleicht der entscheidende Faktor! Dein Boardbag darf auf keinen Fall zu klein sein, um Surfboard, Boardsocke, Handtüchern und Neoprenanzug ausreichend Platz zu bietet. Doch auch ein zu großes Boardbag kann deinem Surfboard schaden. Bei zu viel Spielraum in der Tasche ist es nämlich nicht mehr ausreichend fixiert und somit wieder anfälliger für Dellen und Schäden in der Laminierung.Als Faustregelgilt gilt: Bis zu 5 Inch länger als dein Surfboard ist ok. Eine 7,2er Boardbag kannst du also beispielsweise auch für ein 6,7er Shortboard nutzen. Bei einem Boardbag mit Rollen sollte der Größenunterschied allerdings nicht ganz so groß sein, weil der fordere Bereich sonst nach unten durchhängt und das Boardbag beim Hinterherziehen auf dem Boden schleift.
  • Kapazität – Brauchst du ein Boardbag für ein, zwei, drei oder gar noch mehr Surfboards? Ein Boardbag für zwei Bretter eignet sich auch auf Reisen, um neben deinem Board zusätzlichen Stauraum und zusätzliche Polsterungsmöglichkeiten zu gewinnen (double win).
  • Surfboard-Typ – Manche Boardbags sind explizit für bestimmte Shapes designed, damit sie optimalen Schutz für Nose, Tail, Rails & Co bieten. Außerdem kann es sein, dass du Schwierigkeiten bekommst, wenn du ein Fish- oder Hybrid Surfboard aufgrund der breiteren Form in eine Tasche für schmalere Shortboards packen möchtest.
  • Dicke der Polsterung – Die üblichen Dicken eines Boardbags variieren in der Regel zwischen 5 mm und 10 mm. Wenn du mehr Schutz möchtest (insbesondere für Flüge), ist dein Board in einer dickeren Tasche mit 10 mm Polsterdicke am sichersten. Für den Alltagseinsatz und kurze Transportstrecken in der Surfregion reichen 5 mm vollkommen aus.
  • Gewicht – Wie fast überall im Leben musst du auch bei der Entscheidung für dein Boardbag einen Kompromiss eingehen. Mehr Gewicht und mehr Schutz? Oder etwas leichter und mehr Tragekomfort aber dafür mehr Risiko für Transportschäden? Wichtig ist: Je nach Fluggesellschaft darf dein Surfgepäck bei Flugreisen eine gewisse Gewichtsgrenze nicht überschreiten. Bei vielen Billig-Airlines, wie etwa Ryanair liegt diese Grenze bei 20 KG. Ist dein Surfgepäck schwerer, wird in der Regel eine Zusatzgebühr fällig. 
  • Verarbeitung und Langlebigkeit – Dieser Punkt lässt sich nicht immer so leicht einschätzen. Vor allem günstigere Boardbags sind häufig schlechter verarbeitet. Material, Nähte und Reißverschlüsse geben dann früher den Geist auf. Im schlimmsten Fall kaufst du nicht nur doppelt, sondern hast auch noch Schäden an deinem Surfboard. Zu empfehlen sind auch noch Reißverschlüsse aus Plastik, weil diese nicht rosten können, was bei Kontakt mit Salzwasser immer ein Problem sein kann.
  • Zusatzfeatures – Einige Boardbags verfügen über besondere Features, die je nach Einsatzbereich auch für dich interessant sein können. Dazu zählen integrierte Rollenfür mehr Tragekomfort, kleine integrierte Taschen für Wax, Neo, Finnen, ausklappbarem Tail für einlaminierte Finnen oder das Air Flow System für zusätzlichen Hitzeschutz.
  • Preis – Klar, niemand möchte ein überteuertes Boardbag kaufen. Das Preis-Leistungsverhältnis sollte schon stimmen. Einfache Single Boardbags bekommst du bereits ab ca. 50 Euro. Für flugreisetaugliche Modelle mit einer Kapazität für 2+ Boards wirst du allerdings eher in der Preiskategorie 100-300 Euro fündig. 

Das passende Boardbag für Flugreisen​

Das wichtigste Kriterium für die Flugtauglichkeit deines Boardbags ist eine Polsterung von mindestens 10 mm.

Selbst wenn du eigentlich nur ein Surfboard hast, macht es außerdem oft Sinn, dir ein Double-Boardbag anzuschaffen und den zusätzlichen Platz zum Verstauen anderer Klamotten und Neos zu nutzen. Trotz der 20 kg Grenze für Surfgepäck kannst du darin locker zwei Surfboards (< 7 Fuß) plus Neoprenanzüge mit in den Surfurlaub nehmen.

Surfboard mit flugtauglichem Boardbag transportieren wie hier bei Ryanair
Die Surfgepäck-Regelung vieler Airlines ist ein Kapitel für sich

​Gerade wenn du dein Surfboard im Reiseland viel von A nach B schleppen musst, ist auch ein Boardbag mit Rollen eine Überlegung wert. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Boardbag bringt ein rollbares Modell deutlich mehr Tragekomfort, kostet aber auch mindestens 50 Euro mehr und bringt etwa 3-4 kg zusätzlich auf die Waage, was bei einigen Airlines schon ein K.O.-Kriterium darstellen kann (siehe 20 kg-Grenze).

Double Boardbag mit Rollen Dakine World Traveler
In diesen Dakine World Traveler mit Rollen passen bis zu vier Boards

Alternativ zu einem solchen „Wheelie“ kannst du dir auch ein Boardbag mit Kunststoffverstärkung am Unterboden besorgen. Der Vorteil ist, dass es ohne Rollen deutlich leichter ist und trotzdem auf dem Boden hinter dir hergezogen werden kann. Besonders bei schlammigen Wegen und unwegsamem Gelände kann das gegenüber einem Rollen-Modell ein praktischer Vorteil sein.

Mögliche Kaufkriterien für ein flugtaugliches Boardbag:

  • Polsterung möglichst 10 mm
  • ​Travel Boardbag für zwei oder mehr Surfboards
  • ​Boardbag mit Rollen für mehr Tragekomfort
  • ​Kunststoffverstärkung am Unterboden
  • ​Trennfächer für Surfboards
  • Fächer für Finnen, Wax & andere Kleinteile
  • ​gepolsterter Tragegurt
  • Preis: 100 – 200 Euro

Wichtig!

Überprüfe die Gepäckbestimmungen der Airline bevor du einen Flug buchst. Diese sind leider von Airline zu Airline sehr verschieden und du findest viele Angaben über Kosten, Maße und Gewicht erst im „Kleingedruckten“. Außerdem ist es manchmal notwendig, das Surfgepäck bereits vorher online anzumelden.

Eine Übersicht über die Kosten bei verschiedenen Airlines findest du hier:

Das passende Boardbag für den Surfalltag

Nicht immer brauchst du unbedingt ein Boardbag für Flugreisen. Wenn du vor allem viel in Europa mit dem Auto/Van unterwegs bist, dein Surfboard in öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Roller/Fahrrad transportierst, reicht sogar meist ein leichtes Board-Cover.

Transport mit dem Auto

Für den Transport von Surfboards im Auto macht ein leichtes bis gut gepolstertes Boardbag Sinn. Besonders bei buckeligen Schotterpisten sind unschöne Dellen an den Druckpunkten des Gepäckträgers ansonsten fast schon vorprogrammiert. Ein leichtes Boardbag mit 5 mm sollte i.d.R. ausreichen, wobei mehr Polsterung grundsätzlich nie schaden kann.

Surf Socke statt Boardbag auf dem Autodach
No risk no fun: Surfboards ohne Boardbags auf dem Autodach

Beim Transport von Surfboards auf dem Autodach bieten sich auf jeden Fall noch sog. Soft Roof Racksan. Sie wiegen wenig und lassen sich auf kleine Größe zusammenpacken. Der Riesenvorteil: Du kannst sie ganz einfach auch an deinem Mietwagen montieren.

Gute ​Soft Roof Racks findest du hier:

Wenn du genug Platz im Auto hast, kannst du die Surfboards natürlich auch im Innenraum verstauen. Auch hier solltest du aber auf eine gute Polsterung und Fixierung achten. Denn steile Kurven, starkes Abbremsen oder Schotterpisten können den Brettern sowie Personen im Auto sonst Schaden zufügen.

Surftasche auf dem Dach vom Bulli in Fuerteventura
Ab aufs Bulli-Dach: Mit guten Soft Roof Racks kein Problem!

Anstelle eines leichten Boardbags kann auch eine Boardsocke für ein wenig Schutz sorgen. Auch Sand und Wax finden mit einer Socke nicht so leicht den Weg ins Auto. Boardsocken sind definitiv besser als gar kein Schutz und schon ab 20 Euro erhältlich. Außerdem eignen sich Boardsocken super als ergänzender Schutz in Kombination mit einer Boardbag.

Transport mit dem Fahrrad oder Roller

Auch für den Transport mit dem Fahrrad oder Roller bietet sich ein leichtes Boardba​g oder eine Boardsocke an. Vor allem dann, wenn du etwas länger und nicht nur auf eben asphaltierten Wegen unterwegs bist.

Baord Rack zum Transport von deinem Surfboard mit dem Fahrrad
Super praktisch: Das Board-Rack fürs Fahrrad

Ein Transport unter dem Arm ist zwar prinzipiell möglich, allerdings nicht ohne Risiko für dich und andere Verkehrsteilnehmer. Und weil es sich außerdem wesentlich angenehmer fährt, macht ein Board Rack für deinen Roller oder Fahrrad bei häufigem Gebrauch absolut Sinn.

Fahrradhalterungen fürs Surfboard findest du hier:

In der Regel sind solche Surf Racks bereits gut gepolstert. Du kannst sie aber auch mit etwas Luftpolsterfolie und Panzer-Tape nachrüsten.

Mögliche Kaufkriterien für ein leichtes Board-Cover:

  • Polsterung von 5 mm
  • ​geringes Gewicht (< 2,5 kg)
  • ​großzügige Öffnung für schnelles Ein- und Auspacken
  • gepolsterter Tragegurt
  • Preis: unter 100 Euro

​Falls du eher ein Do-It-Yourself-Typ bist, dann könnte dir dieses Video weiterhelfen:

Boardbag online kaufen: so geht´s

Ob du dein Boardbag nun in einem Online Surfshop kaufen möchtest oder lieber vor Ort, ist eher Geschmackssache. In einem klassischen Surf Shop vor Ort sind die Preise oft etwas höher. Dafür bekommst du eine ausführlichere Beratung und hast einen Ansprechpartner, falls etwas mit der Surfboard-Tasche nicht in Ordnung sein sollte.

Allerdings gibt es nur eine kleine Anzahl an Surf-Shops in Deutschland, die eine gute Auswahl an Boardbags bieten können. Dazu zählen u.a. die Shops Frittboards in Köln, Wellenreiter in Hamburg oder Santo Loco in München. Eine größere Auswahl hast du meistens direkt in der Surfregionen, wie etwa an der Atlantik-Küste in Frankreich, Spanien und Portugal.

Weil du die Tasche aber schon auf der Hinreise benötigst, ist der Online-Kauf vor dem Urlaub in der Regel die einzige wirkliche Option.

Achtung: Einige Online-Shops haben etwas längere Lieferzeiten von mehreren Tagen oder sogar von ein bis zwei Wochen! Plane deinen Online-Kauf also am besten nicht allzu kurzfristig vor dem nächsten Surftrip.​

Boardbag Vergleich​ auf einen Blick

Nun aber genug zur Theorie. Damit du möglichst „Ding-frei“ in den nächsten Surfurlaub startest, habe ich dir in der folgenden Boardbag Review eine Auswahl an Boardbags (Single, Double und Triple) mit besonders gutem Preis-Leistungsverhältnis zusammengestellt,

Double und Triple Boardbag Review

Single Boardbag Review

Falls dir ein Double oder Triple Boardbag nicht genug sein sollte, gibt es auch noch Taschen, in denen bis zu vier Surfboards reinpassen. Dazu zählen neben anderen die folgenden Modelle:

    Fazit

    Eine Sache ist schon mal klar: Mega sexy ist das Thema Boardbag nicht – im Vergleich zum ersten eigenen Surfboard verkommt die die Suche nach dem geeigneten Boardbag fast schon zum notwendigen Übel.

    Die meisten Surfer haben daher auch keine Lust, sich länger mit dem Thema zu befassen und greifen oft zur günstigsten Lösung – in vielen Fällen zu einem dünn gepolsterten Single Boardbag.

    Dünne Single Boardbags sind zwar leicht, relativ günstig und für den Transport im Auto und am Strand definitiv geeignet. Sobald die ersten Fernreisen anstehen, stößt die dünne Polsterung aber schnell an ihre Grenzen.

    Surftasche und gut verpacktes Surfboard
    Mein FCS Double Boardbag mit zwei gut verpackten Surfboards

    Daher gilt: Stehst du mit deinem Surfboard häufiger mal am Check-In-Schalter für Sperrgepäck, lohnt sich fast immer ein gut gepolstertes Double Boardbag – und zwar auch dann, wenn du bis dato nur ein einziges Surfboard besitzt!

    Neben mehr Platz für Neoprenanzüge, Handtücher und andere Klamotten (im Bild ganz links), sorgt eine große Surftasche nämlich vor allem für einen krassen Preisnachlass bei Flugreisen mir Sportgepäck:

    Gehst du und dein Surfbuddy gemeinsam auf Reisen, finden eure Bretter in dem geräumigen Doppel-Boardbag nämlich locker gemeinsam Platz. Und weil die meisten Airlines nicht pro Surfboard sondern pro Surftasche abkassieren, kannst du mit einem Double oder Tripple Boardbag richtig Kohle sparen!

    FCS Double Boardbag
    Liebe auf den zweiten Blick: Ich und mein FCS Double Boardbag

    Wenn du dich nun trotz der vielen praktischen Infos aus meiner Boardbag Review immer noch nicht entscheiden kannst welches Travelbag zu dir und deinem Board passt, hilft dir vielleicht noch folgender Hinweis:

    Aus eigener Erfahrung kann ich dir das Double Travel Bag von FCS total empfehlen (wie auf dem Titelbild). Nach meinem ersten Fehlkauf eines Single Boardbags, benutze ich es nun schon seit über fünf Jahren, bin rundum zufrieden und habe auch von anderen vielfliegenden Surfern nur Gutes gehört.

    Oder du entscheidest dich gleich für das brandneue Nachfolgermodell, ​dem noch etwas leichterem ​FCS Double All Purpose Travel Bag *

    Allerdings sind beide Double Boardbag Modelle von FCS besonders für „normale“ Fun- und Shortboard-Shapes geeignet. Wenn du mit einem etwas ​größeren Malibu oder Longboard auf Reisen gehst, ist auch das ​größenverstellbare Olaian Boardbags von Decathlon* eine empfehlenswerte und preiswerte Alternative.

    Wegen der relativ geringen Dämmung solltest du dafür aber auf Flugreisen besser noch ​eine zusätzliche Polsterung ​der Firma Flexi-Hex*​ verwenden (3x Flexi-Hex MID für ein Longboard ​bis ca 9.6 Fuss oder 300 cm).

    Hast du noch weitere Vorschläge oder Empfehlungen für ein reisetaugliches Boardbag? Dann gerne rein damit in die Kommentare!​

    Letzte Aktualisierung am 11.05.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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    Ein Beitrag von

    Julian

    Ich bin Julian und seitdem ich Anfang 2015 mein Boardbag gepackt und meinen festen Job in Deutschland aufgegeben habe, ist Surfen mein Leben und der Ozean mein Zuhause. Mehr über Surfnomade erfährst du auf der über mich Seite.

    13 Kommentare zu „Die ultimative Boardbag Review: Wie du die typischen Fehler beim Kauf eines Boardbags vermeidest“

    1. Hi Julian.
      Vielen Dank für den tollen Artikel, seehr hilfreich!
      Ich bin mir noch nicht ganz sicher ob ich auf einen 2er oder 3er Board von FCS gehen soll. Auch stellt sich mir die Frage ob mir Rollen oder ohne.
      Wie siehst du das, mit deiner Erfahrung, lässt sich ein 3er Boardbag auch noch gut tragen vom Gewicht her oder sind Rollen um den Boardbag ziehen zu können schon fast ein Muss?
      Ich befürchte bei der Wahl mit Rollen das mir dann das max. Gewicht der Airline einen Strich durch die Rechnung macht.
      Wie du im Artikel schreibst ist das max. Gewicht schon nicht zu vernachlässigen (max. 20kg) und mit Rollen ist man dann halt mit 3 Brettern bald einmal über dem vorgeschriebenen max. Gewicht der Airlines.
      Danke schon im Voraus für deine Expertise 🙂

      Antworten
    2. Moin,

      hätt da noch n Tipp.
      Ich nutze zusätzlich zu den Railschonern anstelle von Polsterfolie sogenannte Drainplatten (gibts im Baumarkt)t
      Diese sind auch super leicht und sehr kostengünstig. Ein weiterer Vorteil ist die „Noppenstruktur“ dadurch dich die Matten ultra steif und schützen optimal vor stößen.

      Gruß Marvin

      Antworten
    3. Moin ,
      Warum empfiehlst du nicht die Boardbags von wavetribe ; die sind öko und besser gepolstert als die fcs- teile . Wenn es schon dein Buddy ist

      Grüße

      Antworten
    4. Hallo Julian,
      Erst mal Fettes Lob für den Artikel und deine Seite generell, find ich echt super informativ und hilfreich! Eine Frage hab ich nun aber doch an dich bezüglich der Größe von boardbags. Ich hab ein 6’4er hybrid, den Cosmic crusader von Dylan surfboards und möchte nun mein selbstgeshaptes Board, ein 5’8er fish Hybrid auch im Meer testen. Für beide Bretter hab ich mir nun das Double travel bag von fcs in der Größe 6’7 rausgesucht. Du schreibst, dass die Boards allerdings max 5 inch kleiner als das bag sein sollen, würde dieses bag trotzdem noch für beide Plus restlicher surfkrams passen?
      Liebe Grüße,
      Patrick

      Antworten
      • Hi Patrick,

        schön, dass meine Blogbeiträge für dich hilfreich sind 🙂

        Ideal wäre, wenn du das Double Travel Bag von FCS noch etwas kleiner bekommst. Aber auch mit der 6’7er Größe dürfte es eigentlich keine Transportprobleme geben. Mit dem internen Gurt kannst du das kleinere Boards nämlich ziemlich fest an das Größere ziehen, so dass es keinen Spielraum mehr hat, um lose herumzufliegen und irgendwo anzuschlagen.

        Die restlichen Freiräume kannst du dann noch mit ein paar Klamotten, Handtüchern oder einem Surfponcho ausstopfen.

        Hoffe, das hilft dir weiter!

        Viele Grüße
        Julian

        Antworten
      • Hi Patrick,

        hat das Dylan Board von der Breite her in die Tasche gepasst?

        Wollte mir nämlich auch die FCS Tasche kaufen, hab dann aber gelesen, dass FCS die Max Boardbreite mit 20″ angibt. Das 6,4er Dylan aber 21″ misst.

        Außerdem: wie tief ist die Tasche innen? überlege nämlich auch ob ich nicht direkt die 3er Boardbag kaufe

        Dank dir,
        viele Grüße
        Julian Sch.

        Antworten
      • Mit dieser Einschätzung sind wir beiden wohl nicht die Einzigen. Das FCS Double Boardbag scheint derzeit tatsächlich so etwas wie das Maß aller Dinge zu sein. Bin gespannt ob sich auch das aktuelle Nachfolgermodell durchsetzen wird…

        Antworten
    5. Ich bin Fan von Boardbags mit Plastik-Reißverschlüssen. Egal wie sehr ich meine Metall-Boardbag-Verschlüsse auch gepflegt habe (ölen, mit Süßwasser abspühlen etc.), spätestens nach einer längeren Lagerzeit im Keller waren sie vom Salzwasser korrodiert. Mit etwas Glück und viel „WD 40 Spray“ lässt sich der Reißverschluss wieder lösen. Mit etwas Pech reißt er ab und das ganze Boardbag ist nutzlos.

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