10 Mai 2017

ALLES ÜBER SURFSCHUHE: WANN DU SIE BRAUCHST UND WIE DU DIE RICHTIGEN FINDEST!

Surfschuhe? Brauch ich nicht!

So eindeutig lautet die Reaktion der meisten Surfer, wenn es um den unliebsamen Schutz ihrer Käsemauken geht. Am liebsten würden sie immer und überall ohne Booties surfen gehen. Denn wer braucht schon diese klobigen Gummifüße, die uns aussehen lassen wie ein paar watschelnde Pinguine?

Ohn Surf Booties kann der Ein- und Ausstieg zum Problem werden

Ohn Surf Booties kann der Ein- und Ausstieg an einigen Surfspots zum Problem werden

Oft stellt sich schon beim Surfen lernen die Frage, ob es wohl besser ist, mit oder ohne Surfschuhe ins Wasser zu gehen. Neopren am ganzen Körper und dann auch noch an den Füßen? Nicht nur für Surfanfänger ist das zunächst eine unangenehme Vorstellung.

Auch wenn du barfuß sicherlich ein viel besseres Boardgefühl hast, gehören Surf Booties neben dem Neoprenanzug aber ohne Frage zum wichtigsten Teil deiner Surfausrüstung.

Surfschuhe kaufen

Da ist guter Rat teuer: Die Auswahl an Surf-Booties ist riesig!

Denn beim Surfen gibt es viele Gründe, die eindeutig für den Schutz deiner unteren Gliedmaßen sprechen. Schließlich hängen deine Füße die meiste Zeit schutzlos im kalten Wasser herum oder geraten in Kontakt mit Dingen, die sich mit Vorliebe in weiche Körperstellen bohren.

Das wissen natürlich auch die Hersteller von Surfprodukten, so dass die schwarzen Neoprenfüße inzwischen halbe Ladentheken vieler Surfshops füllen.

Weil die Auswahl dadurch aber immer unübersichtlicher wird und der Kauf der ungeliebten Gummischuhe von vielen Surfern ohnehin auf die lange Bank geschoben wird, möchte ich dir mit diesem Artikel ein wenig auf die Sprünge helfen und dir für die Auswahl, den Gebrauch und bei der Pflege ein paar wertvolle Tipps mit auf den Weg geben.

Sicher surfen: Von Korallen und Seeigeln

Der Hauptzweck von Surf Booties ist ohne Frage, deine Füße vor Verletzungen zu schützen.

Viele Surfspots auf den Kapverden, auf Gran Canaria oder in Portugal sind sehr reefy und spätestens nach deiner ersten ungemütlichen Bekanntschaft mit dem Riff, wirst du darüber nachdenken, dir ein Paar eigene Surfschuhe anzuschaffen.

Besonders wenn du zum ersten Mal auf einem Riff surfen gehst, ist es sinnvoll Surfschuhe zu tragen. Du kennst die Ein- und Ausstiegsstellen noch nicht und hast keine Ahnung, an welchen Stellen das Riff plötzlich flacher wird.

Dadurch ist es praktisch unvermeidbar, mit scharfen Korallen, Riffkanten oder Seeigeln in Kontakt zu kommen.

Seeigel_Hawaii_2_rezised

Autsch!! Eine Horde Seeigelstacheln im Fuß ist einfach nur Sch…!

Wie schmerzhaft so eine Begegnung mit Seeigeln enden kann, kannst du bei Pana von TakeOffandTravel nachlesen.

Pana hatte nämlich vor einigen Wochen das Pech, sich an der Südküste Hawaiis ein halbes Dutzend Seeigelstacheln in den rechten Fuß zu jagen. Bei dem Versuch, sich von den lästigen Splittern zu befreien, brachen diese ab und begleiteten sie noch für weitere vier Wochen als schwarze Punkte in der schmerzenden Fußsohle.

Seeigel_Hawaii_1_rezised

Kein schöner Anblick: Mit Surfschuhen wäre das nicht passiert!

Neben Seeigelstacheln haben aber auch einfache Schürfwunden – die sogenannten Reefcuts – das Potenzial, deinen Surftrip zu verkürzen oder sogar komplett zu ruinieren. Im besten Fall halten sie dich nur für ein paar Tage vom Surfen ab. Ohne schnelle Desinfektion der Verletzungen können aber auch schwere Infektionen die Folge sein und dein Surftrip ist mit einem Schlag vorbei.

Zum Glück bist du aber längst nicht immer auf Surfschuhe angewiesen.

Beispielsweise kannst du für eine Surfsession auf der Sandbank getrost auf sie verzichten. Das gilt allerdings nur, wenn auch der Ein- und Ausstieg über sandigem Untergrund erfolgt und wenn das Wasser fußfreundlich warm ist.

Winter– vs. Reef-Booties

Grundsätzlich lassen sich Surfschuhe in zwei Kategorien einteilen: Während sich die dünnen Reef Booties für warmes Wasser eignen und ausschließlich zum Schutz vor Verletzungen dienen, haben die deutlich dickeren Winter-Booties hauptsächlich eine wärmende Funktion.

Reef-Booties sind zwischen 1 und 2 mm dick und verfügen über eine dünne aber robuste Hartgummisohle, die so schnell keinen Seeigelstachel durchlässt und gleichzeitig für ein gutes Boardgefühl sorgt.

Darüber hinaus haben Reef Booties noch einen weiteren Vorteil: der Grip!

Durch die raue Sohle nimmt der Halt auf dem Surfboard nämlich spürbar zu und die Kraftübertragung wird von einigen Surfern im Vergleich zum Barfuss-Surfen sogar als verbessert wahrgenommen.

In der Regel schützen Sommer-Booties den gesamten Fußbereich bis zum Knöchel, stoßen aber gerade bei zerklüfteten Riffen an ihre Grenzen. Denn sobald du auf dem Riff in ein Loch trittst, kann auch dein Schienbein durch scharfkantige Korallen oder Riffkanten verletzt werden.

Über das Riff zu laufen, ist aber grundsätzlich keine gute Idee. Du riskierst damit nämlich nicht nur Verletzungen, sondern trägst auch zur Zerstörung eines bedrohten Ökosystems bei.

Im Gegensatz zu den leichten Reef Booties, sind Winter Booties zwischen 3 und 7 mm stark.

Weil die dicken Winterschuhe das Boardgefühl stark einschränken, versuchen die meisten Surfer, deren Einsatz zu vermeiden. Bei Wassertemperaturen von 14°C abwärts wird das aber für die meisten unumgänglich sein.

Der V.I.P. – Bereich für den großen Onkel

Das wichtigste Kriterium für die Eignung von Surf Booties zum Wellenreiten ist ohne Frage der sogenannte Split Toe. Dabei handelt es sich um einen abgetrennten Bereich für den großen Zeh, der beim Surfen für mehr Halt sorgt und dein Boardgefühl bei Manövern deutlich verbessert.

Damit sich die Leach nicht zwischen den Zehen deiner Surfschuhe verfängt, sollte die Lücke auch äußerlich miteinander verbunden sein.

Beim klassischen Round Toe gibt es diese Trennwand im vorderen Teil der Schuhe hingegen nicht, was vor allem bei den dicken Wintermodellen für eine bessere Wärmespeicherung sorgt aber auf Kosten des Boardgefühls geht.

Inner Split Toe

Warmes Wintermodell mit internem Split-Toe

Ein guter Kompromiss für Kaltwassersurfer ist daher der sogenannte interne Split Toe, der von außen betrachtet zwar wie ein Round Toe aussieht, im Inneren des Schuhs aber einen abgetrennten V.I.P.-Bereich für den großen Onkel bereit hält.

Um das Boardgefühl bei den warmen Wintermodellen noch zusätzlich zu verbessern, ist der vordere Bereich der Sohle bei einigen Modellen zusätzlich vom hinteren Teil abgetrennt.

Für ein gutes Boardgefühl empfehle ich dir dennoch, möglichst dünne Winter-Booties zu benutzen. Ausschlaggebend für die Dicke deiner Surfschuhe ist aber ohne Frage das Kälteempfinden, welches individuell sehr unterschiedlich sein kann.

Surfer mit Haube und Booties

Dieser kälteempfindliche Surfer, hat sich selbst im Juni auf Lanzarote für die volle Montur entschieden!

Neben der Wassertemperatur ist es auch abhängig von der Lufttemperatur, der Windstärke und der Dauer deiner Surfsession. Als Anhaltsgröße kannst du die folgenden Angaben verwenden:

< 8 °C // 7 mm Booties

8 – 12 °C // 5 mm Booties

12 – 14 °C // 3 mm Booties

Mehr Material bedeutet aber auch einen höheren Preis. Für ein Paar gute Winterbooties musst du schon etwa 50 Euro aufwärts auf den Tisch legen, während die leichten Reef-Booties schon für etwa 35 Euro den Besitzer wechseln.

Probieren geht über Studieren!

Das A und O beim Kauf deiner neuen Surfschuhe ist definitiv ein perfekter Sitz!

Ob da Rip Curl, O’Neill oder sonst was draufsteht, ist vergleichsweise unwichtig. Schlecht sitzende Surf Booties, egal ob 1 mm oder 7 mm dick, werden dir das Gefühl fürs Surfboard gehörig versauen.

Nur wenn deine Surfschuhe passgenau anliegen, sind sie auf Dauer bequem zu tragen. Die richtige Größe sorgt nämlich dafür, dass dein Fuß innerhalb des Schuhs an Ort und Stelle bleibt und du die Kontrolle über dein Board behältst. Außerdem gelangt bei enganliegenden Booties weniger kaltes Wasser in die Surfschuhe und deine Füße bleiben länger warm.

Viel wichtiger als der Hersteller ist die passende Größe!

Doch so unterschiedlich die verschiedenen Modelle, so divers sind auch die verschiedenen Fußtypen. Du glaubst gar nicht, wie viele unterschiedliche Fußformen es gibt! Und leider spiegelt die Schuhgröße diesen bunten Fußkosmos nur sehr unvollständig wider.

Hinzu kommt, dass die Schuhgröße von Surf Booties in der Regel in amerikanischen Einheiten angegeben wird. Auf den Seiten der Hersteller bzw. auf der Produktverpackung werden dann aber auch Größentabellen mit europäischen Einheiten angegeben.

Im Wasser weiten sich Surfschuhe meistens noch ein wenig aus. Wenn du mit deiner Größe genau zwischen zwei amerikanischen Einheiten liegst, solltest du also am besten zunächst die kleinere Größe ausprobieren.

Eine gute Faustregel lautet: Bei enganliegenden Surf Booties sollten sich die Zehen im entspannten Zustand nicht automatisch anwinkeln, sondern gestreckt bleiben. Wenn du die Zehen einfahren musst, solltest du also lieber eine Nummer größer anprobieren.

Richtiger Halt

Passende Surfschuhe: Der richtige Sitz ist das A & O

Auch die Dicke deiner Zehen ist für den richtigen Sitz ein wichtiges Kriterium. Weil der Steg zwischen den Zehen bei dickeren Zehen etwas drücken kann, solltest du unbedingt mehrere Modelle anprobieren, bevor du dich für den Kauf deiner ersten Surfschuhe entscheidest.

Surfschuhe Kaufen

Wenn es um den Kauf deiner neuen Surfschuhe geht, hast du die Qual der Wahl.

Wenn möglich empfehle ich dir, einen klassischen Surfshop aufzusuchen, wo du mehrere Modelle nacheinander anprobieren und dich kompetent beraten lassen kannst. Meine Erfahrungen bei Frittboards in Köln waren da sehr positiv.

Inzwischen gibt es aber in fast jeder deutschen Großstadt einen oder mehrere gute Surfshops.

Surfschuhe online kaufen: so geht´s!

Wenn du in einem kleineren Ort wohnst und keine Zeit oder Lust hast, bis zum nächsten Surfshop zu fahren, kannst du dich natürlich auch im Internet nach geeigneten Modellen umsehen.

Auch zur Vorab-Recherche lohnt sich auf jeden Fall ein Abstecher zu Amazon oder anderen Online-Anbietern von Surfschuhen.

Wenn du dich für den Online-Kauf entscheidest, würde ich mir an deiner Stelle aber unbedingt mehrere Modelle von verschiedenen Herstellern zuschicken lassen. Nur so findest du heraus, welches Modell sich mit deiner Fußform am besten verträgt.

Das gute ist: Bei den meisten Online Surfshops hast du bis zu 14 Tage Zeit, um dich für das beste Modell zu entscheiden.

Im Blue Tomato Shop hast du sogar ein 21-tägiges Rückgaberecht, was locker ausreichen dürfte, um mehrere Modelle zu ordern, durchzuprobieren und die restlichen Booties dann gegen Rückerstattung wieder zurückzuschicken.

Ab einem Bestellwert von 40 Euro ist der Versand kostenlos, was du bei zwei Probe-Paaren Surf-Booties in jedem Fall überschreiten dürftest.

Welcher Online-Surfshop sich für den Kauf deiner neuen Neoprenschuhe oder Reef Booties am besten eignet, findest du anhand der wichtigsten Kriterien, wie Umtauschfrist, Versandkosten und Lieferzeit heraus.

Die folgenden Surfshop-Review hilft dir dabei:

 AmazonPlanet SportsBlue TomatoSurfdome
VersandkostenPrime: kostenfrei

Standard: ab 29 Euro kostenfrei (Versand über Amazon.de)

händlerabhängig​ (wenn Versand nicht über Amazon.de)
ab 40 Euro kostenfreiab 40 Euro kostenfreiaus UK​

Standard: kostenlos

Express: 4,95 Euro

24h/48h: 9,95 Euro
Umtauschfrist14 Tage Widerrufsrecht bei Versand über Amazon.de (Preis > 40 Euro)

händlerabhängig
14 Tage Widerrufsrecht

Bestellung enthält Retourenschein für falsch gelieferte oder fehlerhafte Produkte
21 Tage Möglichkeit auf Widerruf und Umtauschen

Online-Formular für Rücksendungen
14 Tage Widerrufsrecht

Retoure über Rebound (empfohlen von Surfdome) oder alternativer Rückversand​
Lieferzeit nach DeutschlandPrime: nächster Werktag

Standard: 1-3 Werktage

händlerabhängig​ (wenn Versand nicht über Amazon.de
Versand: i.d.R. 1-3 Werktage​Angabe der
Verfügbarkeit bei jedem Produkt
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Paketlaufzeit von 1-2 Werktagen
Standard: bis 6 Werktage

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Surf-Booties im Shop ansehenAmazonPlanet SportsBlue TomatoSurfdome

Stand: 16.04.2017

AchtungEinige der Surfshops, wie beispielsweise Surfdome bieten zwar günstige Preise, haben dafür aber auch längere Lieferzeiten von bis zu zwei Wochen! Um vor deinem nächsten Surfurlaub nicht unnötig in Stress zu geraten, solltest du deine Surfbooties daher am besten schon einige Wochen vor Abreise bestellen!

Surfschuhe Reparieren

Wenn du zu den Vielsurfern zählst und häufig auf Riffen Surfen gehst, ist jeder Schuh irgendwann mal durch. Sobald an den Sohlen die ersten Risse entstehen, musst du deine Booties aber nicht gleich in die Tonne treten.

Eine einfache und schnelle Variante, um die Lebenszeit deiner Surfschuhe noch ein wenig zu verlängern, ist der unter Skatern sehr beliebte Schuhkleber Shoe Goo.

Du kannst den extrem elastischen Kleber einfach in die Ritzen unter die Sohle schmieren, ihn für ein paar Stunden in der Sonne aushärten lassen und anschließend direkt weitersurfen.

Surfschuhe Pflegen

Gerade für die dicken Winter-Booties gilt: Gute Pflege ist alles!

Modelle wie die Rip Curl Flash Bombs sind zwar super Schuhe, aber auch sie fangen irgendwann an zu stinken, wenn du sie nicht richtig pflegst.

Um den üblen Geruch zu vermeiden, ist es wichtig, deine Surfschuhe nach dem Gebrauch gut zu trocknen. Weil Salzwasser zusätzliche Feuchtigkeit bindet, macht es Sinn, den Surfschuh vor dem Trocknen erstmal mit Süßwasser auszuwaschen.

Außerdem wird oft der Fehler gemacht, die Schuhe verkehrtherum auf die Heizung zu legen. Besser ist es aber, sie mit der Öffnung nach oben auf die Heizung zu stellen. Damit die feuchte Luft gut zirkuliert, kannst du zusätzlich noch die Papprolle einer Klopapier- oder Küchenrolle in den Schaft stellen. Dadurch verhinderst du, dass die Schuhöffnung sich zusammenpresst und die Feuchtigkeit nicht entweichen kann.

Surfschuhe Review: Für dich ausprobiert

Um dir für die Auswahl der passenden Booties eine bessere Orientierung zu geben, habe ich mich vor meinem letzten Surftrip an die seeigelreiche Küste von Lanzarote im Kölner Surfshop Frittboards ausführlich beraten lassen.

Nach einem längeren Verkaufsgespräch in dem für deutsche Verhältnisse ausgesprochen gut bestückten Surfladen, hatte ich schließlich drei Modelle im Boardbag, um sie auf den Lavariffen von Lanzarote bei Realbedingungen unter die Lupe zu nehmen.

Das Ergebnis ist eine Kurzbeschreibung der wichtigsten Features sowie der Vor- und Nachteile, die mir bei den Testversuchen aufgefallen sind.

Diese 7 Features sollten deine Surfschuhe bieten

  1. Split Toe (eigenes Fach für die großen Zehen)
  2. eng anliegende Passform
  3. dünne aber robuste Sohle
  4. Klett-Schnalle über dem Spann
  5. Knöchelkordel für besseren Halt
  6. Lasche an der Ferse als Anziehhilfe
  7. schnell trocknendes Material

Die folgenden drei Surfschuhe erfüllen diese Kriterien. Zudem gehören sie meiner Meinung nach und basierend auf Gesprächen mit den Mitarbeitern von Frittboards zu den besten Modellen auf dem Markt:

 

Xcel Infiniti Reef Booties

Ich selbst nutze die Xcel Infiniti Reef Booties seit Dezember 2013 und bin damit sehr zufrieden.

Excel Infiniti Reef Boots-1

Die Xcel Infiniti Reef Booties sind schon länger meine treuen Begleiter.

Besonders positiv ist die gute Stoßdämmung der Sohlen bei gleichzeitig gutem Boardgefühl. Auch der Knöchel wird komplett abgedeckt.

Excel Infiniti Reef Boots-2

Hoher Tragekomfort und gutes Boardgefühl: I like!

Bisher haben es keine Seeigel oder andere Eindringlinge durch die robuste Sohle geschafft. Das Boardgefühl ist top und auch das Design gefällt mir gut, so dass ich den Xcel Infiniti Reef Bootie einfach gerne trage.

DETAILS ZUM XCEL INFINITI:

Modell: Xcel Infiniti Reef Bootie (bei Amazon ansehen / Nachfolgermodell bei Planet-Sports ansehen)

Form: Split Toe & Schnalle über dem Spann

Dicke: 1 mm

Preis: ab 39,95 €

Xcel Infiniti Booties im Surfcamp

Die Xcel Infiniti Booties werden wegen ihrer Robustheit auch im Surfcamp verwendet

Rip Curl Reefer

Die Rip Curl Reefer sind eine gute und etwas preiswertere Alternative zu den Excel Infiniti Reef Booties.

Rip Curl Reef-3

Die preiswertere Alternative: Der Rip Curl Reefer

Allerdings ist der Knöchel nicht komplett geschützt und zwischen den Zehen ist eine Lücke, in der sich die Leach ab und zu verfangen kann.

Rip Curl Reef-1

Mut zur Lücke: Der gespaltene Split Tor ist nicht jedermanns Sache.

Auch wenn bei meinem Test scharfe Riffkanten durch die Sohle spürbar waren, sollte der Schuh vor hartnäckigen Muscheln und Seeigeln ausreichenden Schutz bieten.

Das Boardgefühl ist jedenfalls top!

DETAILS ZUM RIP CURL REEFER:

Modell: Rip Curl Reefer Boot

Form: Split Toe & Schnalle über dem Spann

Dicke: 1,5 mm

Preis: ab 34,95 €

Rip Curl Flash Bomb Wetsuit Booties

Der Klassiker unter den Kaltwasser Booties.

Flash Bomb-1

Warm & sicher: Die Rip Curl Flash Bomb Wetsuit Booties

Bei Wassertemperaturen von 8 – 12 Grad schützen diese Surfschuhe zuverlässig vor tauben Füßen.

Flash Bomb-Lasche

Rip Curl Flash Bomb Booties: Die Lasche am Hacken erleichter das An- und Ausziehen.

Die doppelten Klett-Schnallen am Spann und an der unteren Wade verringern den Eintritt von kaltem Wasser. Zudem ist die Lasche an der Ferse wichtig für den Einstieg. Ohne sie bräuchtest du eine halbe Ewigkeit, um die Schuhe an- und auszuziehen.

Das Boardgefühl ist durch das im Vergleich zu den Reef Booties dickere Material naturgemäß etwas eingeschränkt. Die Sohle ist aber so Soft, dass du damit immer noch saubere Turns fahren kannst.

Flash Bomb-Futter

Flauschig warmes Innenfutter.

Das flexible Innenfutter der Rip Curl Flashbomb Booties erleichtert das Anziehen, ist angenehm weich und trocknet schnell. Um üble Gerüche zu vermeiden, solltest du die Flash Bombs nach Gebrauch aber unbedingt richtig trocken – siehe Punkt „pflegen“.

DETAILS ZUM RIP CURL FLASH BOMB:

Modell: Rip Curl Flashbomb Booties

Form: Hoher Schaft, innerer Split Toe & Schnalle über dem Spann

Special: Sehr soft, schnell trocknend & wasserdichte Versiegelung

Dicke: 5 mm

Preis: ab 59,95 €

Übrigens sind die Rip Curl Flashbomb Booties auch in einer speziellen Ausfertigung für Surf-Mädels erhältlich.

Die Alternative

Darüber hinaus kann ich dir auch noch den O’Neill Superfreak Tropical Split-Toe empfehlen.

Weil alle Modelle von O’Neill generell etwas schmaler ausfallen als die der anderen Hersteller, könnten die Superfreak Booties für dich besonders bei schmaleren Füßen interessant sein.

Fazit

Auch wenn sich Surf Booties erstmal ziemlich ungewohnt und lästig anfühlen, schützen sie dich zuverlässig vor Verletzungen und halten deine Füße warm. Zudem sind Surfschuhe heutzutage so bequem und funktional, dass sie von vielen Surfern kaum noch als störend wahrgenommen werden.

Wenn du dich erstmal an sie gewöhnt hast, ist es also fast wie barfuß surfen. Und Surfen mit Booties ist definitiv besser als Seeigelstacheln in oder Frostbeulen an den Füßen!

Wenn du nach der Lektüre meiner umfangreichen Surfschuh-Review immer noch unsicher bist, welche Surf Booties zu deinen Füßen und deinem nächsten Surfreiseziel passen, würde ich mich im Zweifel am ehesten für ein Paar der Xcel Infiniti Reef Booties entscheiden (bei Amazon ansehen).

Das Modell ist relativ günstig, passt den meisten Surfern erfahrungsgemäß am besten und überzeugt zudem durch ein wirklich gutes Boardgefühl auf der Welle, ohne dabei an Robustheit einzubüßen.

Xcel Infiniti 1mm Split Toe Surf Bootie

Mein Favorit: Der neue Xcel Infiniti 1mm Split Toe

Auch das aktuelle Nachfolgermodell der Xcel Infiniti Reef Booties (bei Planet-Sports ansehen) kann ich dir wegen des noch etwas elastischeren Materials ohne Einschränkungen empfehlen. Der Schuh passt sich dadurch zumindest gefühlt noch etwas besser an die individuelle Fußform an.

Bei besonders schmaleren Füssen kannst du dir alternativ auch ein Exemplar der O’Neill Superfreak Tropical Split-Toe bestellen.

Und solltest du dich regelmäßig in kälteren Gefilden aufhalten, machen die Rip Curl Flashbomb Booties am meisten Sinn, wobei die genaue Neoprendicke von der jeweiligen Wassertemperatur abhängig ist.

Wenn du noch weitere Fragen zum Thema Surfschuhe hast, kannst du sie gerne in die Kommentare schreiben. Ich freue mich immer, wenn ich dir weiterhelfen kann!

 

ALLES ÜBER SURFSCHUHE: WANN DU SIE BRAUCHST UND WIE DU DIE RICHTIGEN FINDEST!
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8 Responses

  1. Julian Siewert
    Markus

    Hi,
    ich benutze einen 2mm Reefboot von O’Neill. Splittoe, Glettverschluss und Knöchelkordel sind vorhanden und auch von mir unbedingt zu empfehlen. Ich habe sogar eine ganze Schuhgröße kleiner genommen und es sitzt alles wie angegossen. Also ich fand die Teile auch nie als störend und war auch schon einige Male sehr froh, welche zu haben.
    Grüße

    1. Julian Siewert

      Hey Markus,

      Glückwunsch! Offenbar hast du beim Kauf deiner Booties auch ohne meine Tipps alles richtig gemacht 😉

      Die O’Neill Superfreak sind sicher eine gute Wahl, sofern sie perfekt passen. Die Schuhgröße allein ist dafür aber wie gesagt leider nicht ausschlaggebend. Weil meine Füße etwas breiter sind, passen mir die anderen Modelle einfach besser.

      Enjoy the ride!

      Julian

  2. Julian Siewert
    Sabine

    Hi Julian,
    Ich habe auf Hawaii einen unliebsamen Abgang vom Board an einem Riff hingelegt… Meine Leih-Schuhe gingen nicht über den Knöchel und ich hatte 2 Wochen mit der Wunde zu kämpfen (sind halt viele Bakterien in so einem Riff). Schön sieht es immer noch nicht aus und wird wohl bleiben… Darum muss ordentliches Schuhwerk her! Danke für deinen super Beitrag- kennst du ein Geschäft in München, das du empfehlen kannst?
    Danke LG Sabine

    1. Julian Siewert

      Hallo Sabine,

      Mist! Hätte ich den Artikel mal schon früher geschrieben 😉

      Aber wie du sieht, du bist nicht die einzige. Selbst einer erfahrenen Surferin wie Pana kann so etwas auf Hawaii passieren. Gerade weil wir deutschen meistens nur für wenige Wochen im Jahr zum Surfen kommen, ist es natürlich doppelt ärgerlich, wenn der Surftrip durch so eine Verletzung nach ein paar Tagen schon vorbei ist.

      In München kenne ich mich leider nicht so gut aus. Von Münchner Surfern höre ich aber immer wieder den Namen SantoLoco. Ob das tatsächlich ein guter Surfshop ist, kann ich dir leider nicht sagen. Aber einen Versuch ist es sicher wert. Du kannst dann ja mal berichten…

      Viel Erfolg und liebe Grüße, Julian

  3. Julian Siewert
    Ralph

    Hi Julian,
    danke für deine hilfreichen Infos!
    Allerdings würde ich den Tip mit der Papprolle zur Trocknung nicht nutzen, da die Pappe aus dem Schuh aufsteigende Feuchtigkeit aufsaugt.

    1. Julian Siewert

      Hi Ralph,

      Es ist doch aber gerade das Ziel, die Feuchtigkeit aus dem Schuh hinauszubekommen. Klar ist aber auch, dass du dieselbe Papprolle nicht immer wieder benutzen kannst, weil sie mit der Zeit an Steifheit verliert. Trotzdem ist es meiner Erfahrung nach ein gutes Mittel, um Surf-Booties etwas schneller trocken zu bekommen.

      Viele Grüße
      Julian

  4. Julian Siewert
    Jonas

    Hey Julian,

    bin gerade dabei mir ein Paar Reef Boots für warmes Wasser zuzulegen. Jedoch bietet das aktuelle Nachfolgemodell der Xcel Infiniti Reef Booties scheinbar weniger Schutz an der Sohle? Wenn ich Bilder mit dem blauen Vorgängermodell vergleiche, hat dieses noch eine zusätzliche Schutzschicht an der Sohle. Würdest du mir als absoluter Riff-Neuling dennoch die Xcel Infiniti Reef Booties empfehlen? Oder doch lieber eine Variante mit 2 mm; bei denen ja die Verletzungsgefahr nochmal geringer ist?

    Danke schon mal und Viele Grüße,
    Jonas

    1. Julian Siewert

      Hi Jonas,

      auch die neuen Infiniti Reef Booties sollten eigentlich ausreichend Schutz bieten.

      Nur wenn du mit vollem Gewicht auf einen Seeigel latschst, können sie an ihre Grenzen stoßen aber das war beim Vorgängermodell auch nicht anders.

      Bei zu viel Sohle geht dir das Boardgefühl flöten, was meiner Meinung nach nicht unbedingt sein muss. Aber da hat jeder seine eigenen Präferenzen.

      Hoffe das hilft dir weiter. Viel Spaß bei deinen ersten Riff-Wellen!
      Gruß, Julian

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