Dein ultimativer Boardbag Guide: Wie du die typischen Fehler beim Kauf eines Surfbags vermeidest

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Geschrieben von Julian

Die meisten Surfer schauen beim Boardbag-Kauf zuerst auf den Preis. Das ist das falsche Kriterium. Ein günstiges Surfbag von Decathlon kann für den Alltag die richtige Wahl sein und ein 300 Euro teures Wheelie-Boardbag die falsche, wenn du nur selten fliegst.

Wichtiger als der Preis sind drei Dinge: die richtige Länge, ausreichend Polsterung und ein Reißverschluss aus Kunststoff. In diesem Artikel zeige ich dir, worauf du beim Kauf achten solltest, damit dein Board heil ankommt, egal ob im Flugzeug, Auto oder mit dem Fahrrad.

🏄 Kurz und knackig:

Flugreisen: → ROAM Coffin Wheelie* – 10 mm Polsterung, Rollen, Platz für bis zu vier Surfboards
Budget: → Decathlon Boardbag* – ab 40 Euro, 5 mm Polsterung, leicht und komprimierbar
Breite Boards: → ROAM Daylight Fish Plus* – passt für Fish, Eggs und breitere Funshapes
Zu zweit reisen: → FCS Travel 2 All Purpose* – Double Bag für zwei Shortboards, eine Airline-Gebühr statt zwei zahlen!

ROAM Coffin Wheelie Surfboard-Tasche am Sperrgepäck-Schalter
Mein Favorit für lange Flugreisen: Die Coffin Wheelie 6’6 Surfboard-Tasche von ROAM*

Wann brauchst du ein Boardbag?

​Eine Tasche für dein Surfboard ist immer dann sinnvoll, wenn du es von einem Ort zum nächsten transportieren möchtest. Denn praktisch überall lauern „Gefahren“, die deinem Liebling bei einer Unachtsamkeit eine ärgerliche Delle verpassen oder sogar noch größeren Schaden anrichten können.

Besonders Flugreisen sind tückisch: So achtsam du mit deinem Surfboard auch umgehen magst, ist es für das Bodenpersonal an Flughäfen nur ein x-beliebiges Gepäckstück. Im schlimmsten Fall wird es unachtsam in einen Stauraum geworfen, eckt irgendwo an oder wird unter einem Haufen anderer Gepäckstücke begraben. 

ROAM Surf Tasche am Sperrgepäckschalter vom BER Flughafen in Berlin
ROAM Surf Tasche am Sperrgepäckschalter vom BER Flughafen in Berlin

Gut verpackt in einem Boardbag​ ist dein Surfboard den meisten Gefahren gewachsen und du kannst dich auf die eigentlich positiven Aspekte beim Surfen konzentrieren. Klar einen 100 % Schutz gibt es nicht. Mit einem guten Boardbag plus Polsterung bist du aber schon ganz nah dran.

Kurz zusammengefasst bietet dir ein Boardbag die folgenden Vorteile:

  • Schutz vor kleinen Dellen und größeren Schäden auf Reisen
  • zusätzlicher Stauraum für Kleidung und Neo auf Flugreisen
  • ​Täglicher Schutz beim Be- und Entladen vom Auto
  • Schutz vor UV-Strahlung, die dein Board angreift und altern lässt
  • ​Sand und Wax landen nicht im Auto oder zuhause

Boardbag vs. Boardsocke: Was brauchst du wirklich?

Ein Boardbag und eine Boardsocke erfüllen einen ähnlichen Zweck, aber auf völlig unterschiedlichen Niveaus. Wer das nicht weiß, kauft meist erstmal das Falsche und dann doppelt.

Die Boardsocke ist ein Strumpf aus Polyester oder Baumwolle. Du ziehst sie über das Board und schnürst sie am Tail zu. Für den Alltag am Spot ist das ausreichend: Am Strand kannst du dein Board darin problemlos ablegen, ohne dass du dein frisch gewachstes Board einsandest. Auch vor Sonnenstrahlen bleicht das Board geschützt.

Vor allem aber schützt die Socke das Board beim Transport zum Spot vor Kratzern im Auto, im Board-Rack am Roller oder auf dem Dachgepäckträger.

Wenn du mit dem Board jeden Tag zum Spot fährst und keine Flugreise planst, ist die Boardsocke oft alles, was du brauchst.

Das Boardbag ist eine andere Kategorie. Es hat eine starre Außenhaut aus beschichtetem Nylon, eine wasserdichte Innenfolie und vor allem eine richtige Polsterung.

Diese Polsterung schützt dein Board vor Stößen, Druckstellen und dem Gewicht anderer Gepäckstücke. Für Flugreisen ist das absolut Pflicht. Gepäckabfertigung ist nicht zimperlich und dein Board ist ohne ausreichenden Schutz akut gefährdet.

Mein Tipp: Beides kaufen, aber mit klarer Aufgabenteilung. Die Boardsocke für den täglichen Transport zum Spot, das Boardbag für Flugreisen und für längere Autofahrten mit Board auf dem Dach.

Ein Trick, den ich gerne nutze: Board zuerst in die Socke, dann ins Boardbag. So hast du nicht nur einen doppelten Schutz, sondern verhinderst auch, dass das Board im Surfbag verrutscht und Druckstellen bekommt.

Was du beim Kauf beachten solltest: Boardsocken gibt es in denselben Längenabstufungen wie Boardbags, von ca. 5 bis 10 Fuß. Prüfe vor dem Kauf unbedingt auch die Breite. Ein breites Funshape oder ein Longboard passt nicht in Socken, die für Shortboards gemacht sind.

Meine Boardbag-Empfehlungen für Flugreisen findest du weiter unten im Abschnitt „Single, Double oder Triple“. Für den Alltag reichen die oft günstigere Decathlon-Boardsocken vollkommen aus. Wenn du etwas besonders Stylisches sucht, findest du mit der Ho Stevie! Canvas Boardsocke* eine gute Lösung für die meisten gängigen Surfboard-Längen.

Warum viele das falsche Boardbag kaufen

​Ein Boardbag kaufen klingt simpel. Ist es aber oft nicht. Die meisten Surfer greifen beim ersten Kauf entweder zum günstigsten Modell oder zum erstbesten, das zufällig passt.

Das Ergebnis: ein Surfbag, das für Flugreisen zu dünn gepolstert ist, für breite Boards zu eng, oder für den Alltag zu schwer und unhandlich.

Boardbag am Roller
Surferin mit Roller und Boardbag auf Wellenjagd in Indonesien

Drei Entscheidungen bestimmen, ob du das richtige Boardbag kaufst: die richtige Länge, die passende Polsterung für deinen Einsatzzweck, und ein Reißverschluss aus Kunststoff statt Metall. Wer diese drei Punkte beachtet, liegt fast immer richtig.

Polsterung: Wann reichen 5 mm, wann brauchst du mehr?

Das ist eine Frage, die fast niemand stellt, bevor er ein Boardbag kauft. Dennoch entscheidet sie am Ende über das Schicksal deines Boards auf dem Gepäcktransportband.

Boardbags gibt es mit Polsterungen zwischen 5 und 10 Millimetern Schaumstoff. Der Unterschied klingt klein, hat aber direkte Konsequenzen.

Eine dünne Polsterung von 5 mm macht das Bag kompakter und leichter. Du kannst es zusammenrollen und in einem kleinen Kofferraum verstauen. Für den täglichen Transport zum Spot mit dem Auto oder dem Roller ist das ideal. Das Board ist vor Kratzern und kleinen Stößen geschützt, mehr braucht es im Alltag nicht.

Für kurze innereuropäische Flüge ohne Umsteigen kann eine dünnere Polsterung auch notfalls noch ausreichen, wenn du zusätzlich in einer Boardsocke einpackst und polsterst.

Mein Tipp: Steck Handtücher und Neoprenanzug mit ins Boardbag. Das schützt das Board fast genauso wie 10 mm Schaumstoff und gleichzeitig reduzierst du dein Handgepäck. Zwei Fliegen, eine Klappe.

Für Langstreckenflüge und Reisen mit Umsteigen würde ich allerdings immer zu Boardbags mit 10 mm Polsterung greifen. Denn oft wird dein Board auf solchen Flügen mehrfach umgeladen, landet auf anderen Taschen und rollt über Transportbänder. Ohne ausreichenden Schutz riskierst du Dings an Nose und Tail, und die lassen sich bei teuren Custom Boards nur aufwendig reparieren.

Was viele nicht wissen: Metallreißverschlüsse korrodieren unter Salzwassereinfluss. Nach einer Saison können sie klemmen oder reißen. Nimm immer ein Bag mit Kunststoffreißverschluss und achte darauf, dass die Zipper kleine Ösen haben, durch die du ein kleines Bügelschloss stecken kannst. Denn auf Flugreisen bietet ein abschließbarer Reißverschluss zusätzliche Sicherheit.

Konkrete Modell-Empfehlungen für jeden Einsatzbereich findest du in der Vergleichstabelle weiter unten.

Das passende Boardbag für Flugreisen​

Das wichtigste Kriterium für die Flugtauglichkeit deines Boardbags ist eine Polsterung von mindestens 10 mm.

Warum sich ein Double Bag auch dann oft lohnt, wenn du nur ein Board hast, erkläre ich im Abschnitt „Single, Double oder Triple“ weiter unten.

Surfboard mit flugtauglichem Boardbag transportieren wie hier bei Ryanair
Die Surfgepäck-Regelung vieler Airlines ist ein Kapitel für sich

​Gerade wenn du dein Surfboard im Reiseland viel von A nach B schleppen musst, ist auch ein Boardbag mit Rollen eine Überlegung wert. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Boardbag bringt ein rollbares Modell deutlich mehr Tragekomfort, kostet aber auch mindestens 50 Euro mehr und bringt etwa 3-4 kg zusätzlich auf die Waage, was bei einigen Airlines schon ein K.O.-Kriterium darstellen kann (siehe 20 kg-Grenze).

Alternativ zu einem solchen „Wheelie“ kannst du dir auch ein Boardbag mit Kunststoffverstärkung am Unterboden besorgen. Der Vorteil ist, dass es ohne Rollen deutlich leichter ist und trotzdem auf dem Boden hinter dir hergezogen werden kann. Besonders bei schlammigen Wegen und unwegsamem Gelände kann das gegenüber einem Rollen-Modell ein praktischer Vorteil sein.

Mögliche Kaufkriterien für ein flugtaugliches Boardbag:

  • Polsterung möglichst 10 mm
  • ​Travel Boardbag für zwei oder mehr Surfboards
  • ​Boardbag mit Rollen für mehr Tragekomfort
  • ​Kunststoffverstärkung am Unterboden
  • ​Trennfächer für Surfboards
  • Fächer für Finnen, Wax & andere Kleinteile
  • ​gepolsterter Tragegurt
  • Preis: 100 – 200 Euro

Um den Schutz auf Flugreisen zu erhöhen, kannst du bei einem größeren Boardbag auch noch Handtücher, Neoprenanzug, Surf-Booties ​oder deinen Surf Poncho als weiteren Puffer verwenden.

Wenn du dein Boardbag dann als Hauptgepäck aufgibst, sparst du dir manchmal sogar noch die Gebühren fürs Sportgepäck (Bedingungen der Fluggesellschaften beachten).​

Wenn du Langstrecke fliegst und auch noch an einem Flughafen umsteigen must, der besonders berühmt für eine hohe Schadensquote ist (z.B. Bangkok, Rio de Janeiro oder Kalkutta), empfiehlt sich zu dem Boardbag noch ein second Layer Surfboard Schutz.

Der kann z.B. aus Luftpolsterfolie und Rohrisolierung aus dem Baumarkt bestehen. Den besten und vor allem auch umweltfreundlicheren Schutz bietet aber eine spezielle Lösung der Firma Flexi-Hex.

​Umweltfreundliche Flexi-Hex Surfboard-Polsterung für Flugreisen
​Umweltfreundliche Flexi-Hex Surfboard-Polsterung für Flugreisen

Der zusammenfaltbare Strumpf mit Wabenstruktur kann hohe Kräfte aufnehmen, lässt sich über das Surfboard ziehen und schützt das Surfboard damit optimal. Selbst Boardbags mit dünner Polsterung lassen sich ​mit der praktischen Flexi-Hex Surfboard Transportverpackung* für einen Langstreckenflug ​inklusive Umsteigen flugtauglich machen. ​

Tipp: Mit dem Rabatt-Code „surfnomade“ bekommst du die umweltschonede Surfboard Transportverpackung von Flexi-Hex * auf der Seite von KANOA-Surfboards für 5% günstiger.

Wichtig: Überprüfe die Gepäckbestimmungen der Airline bevor du einen Flug buchst. Diese sind leider von Airline zu Airline sehr verschieden und du findest viele Angaben über Kosten, Maße und Gewicht erst im „Kleingedruckten“. Außerdem ist es manchmal notwendig, das Surfgepäck bereits vorher online anzumelden.

Eine Übersicht über die Kosten bei verschiedenen Airlines findest du hier:

Weitere Informationen für deine Flugreisen mit Surfgepäck findest du hier.

Tipp: Wenn du mit Ryanair fliegst, reicht bei der Online-Buchung oft die Varainte kleines Sportgepäck für 40 € anstatt das große Sportgerät für 60 €. Wichtig ist, das Sportgepäck immer online vorzubuchen. Am Flughafen wird es deutlich teurer.

Single, Double oder Triple Boardbag: Was lohnt sich?

Die Entscheidung klingt einfacher als sie ist. Wer nur ein Board hat, greift zum Single Bag. Wer drei Boards hat, nimmt eine Triple. Das stimmt zwar, ist oft aber zu kurz gedacht.

Ein Single Boardbag ist kompakt, leicht und unkompliziert. Es ist ideal, wenn du wirklich nur mit einem Board unterwegs bist und keine weitere Mitnahme von Equipment planst.

Der Nachteil: Boards können darin verrutschen, wenn das Surfbag nicht genau passt, und du hast keinen Puffer für Zusatzgepäck.

Double Boardbag mit Rollen Dakine World Traveler
In diesen Dakine World Traveler mit Rollen passen bis zu vier Boards

Ein stabiles Double Boardbag, das wegen seiner kastenartigen Form auch Coffin genannt wird, ist für die meisten Surfer die bessere Wahl. Auch wenn du nur ein Board besitzt.

Warum? Du kannst zwei Boards mitnehmen: zum Beispiel ein Shortboard für gute Wellen und ein Funshape oder Egg für mittelprächtige Tage. Außerdem hast du mehr Platz, um das Board zu polstern und Klamotten mit einzupacken.

Außerdem berechnen die meisten Airlines Sperrgepäck-Gebühren nach der Länge der Tasche und nicht nach der Anzahl der Boards. Zwei Boards in einem Double Surfbag können daher genauso viel kosten wie ein Board in einem Single Boardbag. Daher gilt: Wenn du zu zweit auf Reisen gehst, spart der Transport in einem Double Bag für beide Boards bares Geld.

Was du vermeiden solltest: Eine Triple Bag mit nur einem oder zwei Boards. Deine Boards haben dann zu viel Spielraum, verrutschen auf Transportbändern und können leichter Druckstellen bekommen.

Surftasche und gut verpacktes Surfboard
Double Boardbag mit zwei gut verpackten Surfboards

Mein persönliches Set-Up für Flugreisen: Zwei Boards in einem Double Boardbag, beide zuerst in die Boardsocke, dann mit Neo, Handtüchern oder Polsterfolie ummanteln. Nose und Tail mit extra Schaum-Protektoren oder die Flexi-Hex Variante als Zusatzschutz. Das hat bei mir bisher immer sehr gut funktioniert.

Die passenden Modelle für jeden Einsatz findest du in der Vergleichstabelle weiter unten.

Größentabelle: Welche Größe passt zu meinem Board?

Als Faustregel gilt: Dein Surfbag sollte immer 5 bis 10 cm länger sein als dein Board. Zu viel Spielraum (>15 cm) ist genauso schlecht wie zu wenig.

Noch kritischer als die Länge ist die Breite. Viele Bags sind für Shortboards ausgelegt. Fish, Eggs und Funshapes mit 55 – 65 cm Breite brauchen ein spezifisches Wide-Body-Bag (z.B. ROAM Daylight Fish Plus bis 65 cm).

Bei Coffin Bags / Double Bags gilt: Die Länge des längsten Boards ist ausschlaggebend. Aber auch das zweit- oder drittlängste Board muss in der Breite passen.

​Board-Länge​Bag-GrößeBoard-Typen​​Hinweis zur Breite
bis 5'4"5'6" oder 5'10"Mini-Simmons, kleine Fish, Kids-BoardsBreite Shapes (>53 cm): Fish-spezifische Bag wählen
5'4" – 5'10"6'0" oder 6'2"Shortboards, Fish, GrovlerFish und Grovler prüfen: >53 cm Breite → ROAM Daylight Fish Plus
5'10" – 6'4"6'6" oder 6'8"Shortboards, Step-Ups, Mid-lengthsStandardgröße für die meisten Surfer in Deutschland
6'4" – 7'0"7'0" oder 7'2"Mid-lengths, Funshapes, Mini-MalibuAuf Breite achten: viele Standard-Bags nur bis 53 cm (21")
7'0" – 8'0"7'6" oder 8'0"Funboards, Malibu, längere Mid-lengthsDie Bag-Auswahl wird kleiner. Maße genau prüfen!
8'0" – 9'0"8'6" oder 9'0"Longboards, GunsLongboard-spezifische Bags (z.B. Decathlon 900 9'6")
ab 9'0"9'6"Longboards, NoseriderMax. Breite ca. 61 cm

Das passende Boardbag für den Surfalltag

Nicht immer brauchst du unbedingt ein Boardbag für Flugreisen. Wenn du vor allem viel in Europa mit dem Auto/Van unterwegs bist, dein Surfboard in öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Roller/Fahrrad transportierst, reicht sogar meist ein leichtes Board-Cover.

Transport mit dem Auto

Für den Transport von Surfboards im Auto macht ein leichtes bis gut gepolstertes Boardbag Sinn. Besonders bei buckeligen Schotterpisten sind unschöne Dellen an den Druckpunkten des Gepäckträgers ansonsten fast schon vorprogrammiert. Ein leichtes Boardbag mit 5 mm sollte i.d.R. ausreichen, wobei mehr Polsterung grundsätzlich nie schaden kann.

Surf Socke statt Boardbag auf dem Autodach
No risk no fun: Surfboards ohne Boardbags auf dem Autodach

Beim Transport von Surfboards auf dem Autodach bieten sich auf jeden Fall noch sog. Soft Roof Racksan. Sie wiegen wenig und lassen sich auf kleine Größe zusammenpacken. Der Riesenvorteil: Du kannst sie ganz einfach auch an deinem Mietwagen montieren.

Gute ​Soft Roof Racks findest du hier:

Wenn du genug Platz im Auto hast, kannst du die Surfboards natürlich auch im Innenraum verstauen. Auch hier solltest du aber auf eine gute Polsterung und Fixierung achten. Denn steile Kurven, starkes Abbremsen oder Schotterpisten können den Brettern sowie Personen im Auto sonst Schaden zufügen.

Surftasche auf dem Dach vom Bulli in Fuerteventura
Ab aufs Bulli-Dach: Mit guten Soft Roof Racks kein Problem!

Wie im Boardsocken-Abschnitt beschrieben, schützt Socke plus Boardbag doppelt.“

Transport mit dem Fahrrad oder Roller

Auch für den Transport mit dem Fahrrad oder Roller bietet sich ein leichtes Boardba​g oder eine Boardsocke an. Vor allem dann, wenn du etwas länger und nicht nur auf eben asphaltierten Wegen unterwegs bist.

Baord Rack zum Transport von deinem Surfboard mit dem Fahrrad
Super praktisch: Das Board-Rack fürs Fahrrad

Ein Transport unter dem Arm ist zwar prinzipiell möglich, allerdings nicht ohne Risiko für dich und andere Verkehrsteilnehmer. Und weil es sich außerdem wesentlich angenehmer fährt, macht ein Board Rack für deinen Roller oder Fahrrad bei häufigem Gebrauch absolut Sinn.

Fahrradhalterungen fürs Surfboard findest du hier:

In der Regel sind solche Surf Racks bereits gut gepolstert. Du kannst sie aber auch mit etwas Luftpolsterfolie und Panzer-Tape nachrüsten.

Mögliche Kaufkriterien für ein leichtes Board-Cover:

  • Polsterung von 5 mm
  • ​geringes Gewicht (< 2,5 kg)
  • ​großzügige Öffnung für schnelles Ein- und Auspacken
  • gepolsterter Tragegurt
  • Preis: unter 100 Euro

​Falls du eher ein Do-It-Yourself-Typ bist, dann könnte dir dieses Video weiterhelfen:

Boardbag online kaufen: so geht´s

Ob du dein Boardbag nun in einem Online Surfshop kaufen möchtest oder lieber vor Ort, ist eher Geschmackssache. In einem klassischen Surf Shop vor Ort sind die Preise oft etwas höher. Dafür bekommst du eine ausführlichere Beratung und hast einen Ansprechpartner, falls etwas mit der Surfboard-Tasche nicht in Ordnung sein sollte.

Allerdings gibt es nur eine kleine Anzahl an Surf-Shops in Deutschland, die eine gute Auswahl an Boardbags bieten können. Dazu zählen u.a. die Shops Frittboards in Köln, Wellenreiter in Hamburg oder Santo Loco in München. Eine größere Auswahl hast du meistens direkt in der Surfregionen, wie etwa an der Atlantik-Küste in Frankreich, Spanien und Portugal.

Weil du die Tasche aber schon auf der Hinreise benötigst, ist der Online-Kauf vor dem Urlaub in der Regel die einzige wirkliche Option.

Achtung: Einige Online-Shops haben etwas längere Lieferzeiten von mehreren Tagen oder sogar von ein bis zwei Wochen! Plane deinen Online-Kauf also am besten nicht allzu kurzfristig vor dem nächsten Surftrip.​

Boardbag Vergleich​ auf einen Blick

Nun aber genug zur Theorie. Damit du möglichst „Ding-frei“ in den nächsten Surfurlaub startest, habe ich dir in der folgenden Boardbag Review eine Auswahl an Boardbags für verschiedene Einsatzbereiche zusammengestellt,

​ROAM Coffin Wheelie​Decathlon BoardbagROAM Daylight Fish Plus​​FCS Travel 2 All Purpose​​Decathlon Boardbag Longboard
​​​​Preisab 280 Euroab ​40 Euroab ​83 Euroab ​240 Euroab ​125 Euro
​​​​EinsatzFlugreisen, bis 4 BoardsAlltag, kurze Trips, 1 BoardFish, Eggs, breite Funshapes2 Short-Boards, gemeinsam reisenFlugreisen mit Longboards bis 9'6" (ca. 291 cm)
Polsterung10 mm5 mm5 mm10 mm
15 mm (Nose-Bereich)
10 mm
Maße / Gewicht276×70×25 cm, 8,9 kgLeicht, komprimierbarBreite 61-65 cm, Größen 5'4-6'8, 1,25 kgMax. 20"/510 mm Breite, 3,6-4,2 kgca. 291×61 cm
​​​​VorteileRollen, Split-Opening, bis 4 Boards, 70 cm breit, sehr robustGünstig, leicht, einfach zu lagern und verstauenBis 65 cm Breite, speziell für breite Shapes, leicht2 Boards, Marine-Zipper, 10 mm + 5 mm Nose-Polsterung, robustSpeziell für Longboards, 10 mm Polsterung, Kunststoff-Zipper, Schulterriemen
​​​​​NachteileRecht teuer, eher schwer (8,9 kg), unhandlich im AlltagNicht für Langstreckenflüge, keine Rollen, dünne PolsterungKeine Rollen, nicht für Langstreckenflüge optimiert, 1 BoardNur bis 20 Zoll Breite (keine Fish/Eggs), recht teuer, keine RollenKeine Rollen, nur Platz für 1 Longboard
Zum ShopZum ShopZum ShopZum ShopZum Shop

Fazit: Mein Boardbag-Kauftipp

Das richtige Boardbag kostet nicht viel, aber das falsche kann dein Board teuer machen. Für Flugreisen nehme ich die ROAM Coffin Wheelie, für den Alltag reicht ein schlankes 5-mm-Modell von Decathlon.

Die wichtigste Regel: passende Länge, Kunststoffreißverschluss und bei Langstrecke am besten 10 mm Polsterung.

FCS Double Boardbag
Liebe auf den zweiten Blick: Ich und mein FCS Double Boardbag

Wenn du dich nun trotz der vielen praktischen Infos aus meiner Boardbag Review immer noch nicht entscheiden kannst welches Travelbag zu dir und deinem Board passt, hilft dir vielleicht noch folgender Hinweis:

Aus eigener Erfahrung kann ich dir neben dem ROAM Coffin Wheelie* auch das FCS Double All Purpose Travel Bag* total empfehlen (wie auf dem Titelbild). Nach meinem ersten Fehlkauf eines Single Boardbags, benutze ich beide Surfbags nun schon seit einigen Jahren und bin rundum zufrieden.

# Vorschau Produkt Preis
1 FCS Travel 2 All Purpose 6'7 FCS Travel 2 All Purpose 6'7 274,89 EUR

Allerdings sind beide Boardbag Modelle besonders für „normale“ Fun- und Shortboard-Shapes geeignet. Wenn du mit einem etwas ​größeren Malibu oder Longboard auf Reisen gehst, ist auch das ​größenverstellbare Olaian Boardbags von Decathlon* eine empfehlenswerte und preiswerte Alternative.

Wegen der relativ geringen Dämmung solltest du dafür aber auf Flugreisen besser noch ​eine zusätzliche Polsterung ​der Firma Flexi-Hex*​ verwenden (3x Flexi-Hex MID für ein Longboard ​bis ca 9.6 Fuss oder 300 cm).

Hast du noch weitere Vorschläge oder Empfehlungen für ein reisetaugliches Boardbag? Dann gerne rein damit in die Kommentare!​

* Bei den Produktboxen und den mit einem Stern versehenen Links handelt es sich um Affiliate Links. Dadurch entstehen dir keine zusätzlichen Kosten! Falls du dich für eines der empfohlenen Surfbag-Modelle entscheidest, erhalte ich ​eine kleine Provision, sodass du damit meine Arbeit als Surfblogger ​unterstützen kannst.

Letzte Aktualisierung am 19.05.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Ein Beitrag von

Julian

Ich bin Julian und seitdem ich Anfang 2015 mein Boardbag gepackt und meinen festen Job in Deutschland aufgegeben habe, ist Surfen mein Leben und der Ozean mein Zuhause. Mehr über Surfnomade erfährst du auf der über mich Seite.

13 Kommentare zu „Dein ultimativer Boardbag Guide: Wie du die typischen Fehler beim Kauf eines Surfbags vermeidest“

  1. Hi Julian.
    Vielen Dank für den tollen Artikel, seehr hilfreich!
    Ich bin mir noch nicht ganz sicher ob ich auf einen 2er oder 3er Board von FCS gehen soll. Auch stellt sich mir die Frage ob mir Rollen oder ohne.
    Wie siehst du das, mit deiner Erfahrung, lässt sich ein 3er Boardbag auch noch gut tragen vom Gewicht her oder sind Rollen um den Boardbag ziehen zu können schon fast ein Muss?
    Ich befürchte bei der Wahl mit Rollen das mir dann das max. Gewicht der Airline einen Strich durch die Rechnung macht.
    Wie du im Artikel schreibst ist das max. Gewicht schon nicht zu vernachlässigen (max. 20kg) und mit Rollen ist man dann halt mit 3 Brettern bald einmal über dem vorgeschriebenen max. Gewicht der Airlines.
    Danke schon im Voraus für deine Expertise 🙂

    Antworten
  2. Moin,

    hätt da noch n Tipp.
    Ich nutze zusätzlich zu den Railschonern anstelle von Polsterfolie sogenannte Drainplatten (gibts im Baumarkt)t
    Diese sind auch super leicht und sehr kostengünstig. Ein weiterer Vorteil ist die „Noppenstruktur“ dadurch dich die Matten ultra steif und schützen optimal vor stößen.

    Gruß Marvin

    Antworten
  3. Moin ,
    Warum empfiehlst du nicht die Boardbags von wavetribe ; die sind öko und besser gepolstert als die fcs- teile . Wenn es schon dein Buddy ist

    Grüße

    Antworten
  4. Hallo Julian,
    Erst mal Fettes Lob für den Artikel und deine Seite generell, find ich echt super informativ und hilfreich! Eine Frage hab ich nun aber doch an dich bezüglich der Größe von boardbags. Ich hab ein 6’4er hybrid, den Cosmic crusader von Dylan surfboards und möchte nun mein selbstgeshaptes Board, ein 5’8er fish Hybrid auch im Meer testen. Für beide Bretter hab ich mir nun das Double travel bag von fcs in der Größe 6’7 rausgesucht. Du schreibst, dass die Boards allerdings max 5 inch kleiner als das bag sein sollen, würde dieses bag trotzdem noch für beide Plus restlicher surfkrams passen?
    Liebe Grüße,
    Patrick

    Antworten
    • Hi Patrick,

      schön, dass meine Blogbeiträge für dich hilfreich sind 🙂

      Ideal wäre, wenn du das Double Travel Bag von FCS noch etwas kleiner bekommst. Aber auch mit der 6’7er Größe dürfte es eigentlich keine Transportprobleme geben. Mit dem internen Gurt kannst du das kleinere Boards nämlich ziemlich fest an das Größere ziehen, so dass es keinen Spielraum mehr hat, um lose herumzufliegen und irgendwo anzuschlagen.

      Die restlichen Freiräume kannst du dann noch mit ein paar Klamotten, Handtüchern oder einem Surfponcho ausstopfen.

      Hoffe, das hilft dir weiter!

      Viele Grüße
      Julian

      Antworten
    • Hi Patrick,

      hat das Dylan Board von der Breite her in die Tasche gepasst?

      Wollte mir nämlich auch die FCS Tasche kaufen, hab dann aber gelesen, dass FCS die Max Boardbreite mit 20″ angibt. Das 6,4er Dylan aber 21″ misst.

      Außerdem: wie tief ist die Tasche innen? überlege nämlich auch ob ich nicht direkt die 3er Boardbag kaufe

      Dank dir,
      viele Grüße
      Julian Sch.

      Antworten
    • Mit dieser Einschätzung sind wir beiden wohl nicht die Einzigen. Das FCS Double Boardbag scheint derzeit tatsächlich so etwas wie das Maß aller Dinge zu sein. Bin gespannt ob sich auch das aktuelle Nachfolgermodell durchsetzen wird…

      Antworten
  5. Ich bin Fan von Boardbags mit Plastik-Reißverschlüssen. Egal wie sehr ich meine Metall-Boardbag-Verschlüsse auch gepflegt habe (ölen, mit Süßwasser abspühlen etc.), spätestens nach einer längeren Lagerzeit im Keller waren sie vom Salzwasser korrodiert. Mit etwas Glück und viel „WD 40 Spray“ lässt sich der Reißverschluss wieder lösen. Mit etwas Pech reißt er ab und das ganze Boardbag ist nutzlos.

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