Surfen_Surfnomade
10 Juni 2016

ANGST, STOKE & HAPPINESS: WIE SURFEN DEIN LEBEN VERÄNDERT

Fühlst du dich auch manchmal wie gefangen in deinem Alltag?

Zu viele Ängste, Arbeit und Pflichten und zu wenig Freiraum für Blödsinn und Träumerei?

Wäre es nicht großartig, wenn du dir mehr zutrauen würdest, um ein Leben zu führen, das sich jeden Tag anfühlt wie ein Geschenk, intensiv und lebenswert?

Dann ist Surfen deine Chance!

Die intensiven Erlebnisse in den Wellen sind perfekt, um deinen Kopf frei zu kriegen und Platz zu schaffen für Heldentum und Spinnereien.

Denn Sinnsuche und Grübelei über Lebensfragen bringen dich keinen Schritt weiter. Durch Blogposts lesen und zustimmend mit dem Kopf nicken, wird dein Leben sich nicht ändern.

Was aber helfen kann, sind intensive emotionale Erfahrungen, egal ob positiv oder negativ. Sie sind deine Chance, um Veränderungen anzustoßen und wie ein Katalysator zu wirken.

Surfen_Surfnomade Brasilien

Im Flow!

Was ich damit meine?

Ich meine diese Magic Moments, die eigentlich nur Surfer kennen – flüchtige Sekunden purer Lebensfreude und ekstatischer Energie – so wie dieser hier:

Der perfekte Ritt, du gleitest, du fliegst. Dein Board fühlt sich an wie ein eigenes Köperteil und frisst sich in die steilen Wände der brechenden Welle. Ein Jauchzen, ein Donnern, ein Wirbeln… endlose Dunkelheit und Angst. Doch du tauchst auf, voller Adrenalin und Lebenslust.

Jetzt spürst du es: Du bist im Flow, dein Kopf ist frei. Alles fühlt sich richtig an. Du bist glücklich, elektrisiert und ganz bei dir. Es ist die pure Energie, die dir jetzt durch die Adern schießt.

Surfen pure Energie

surfen – was macht es mir dir?

Seitdem ich vor knapp 20 Jahren das erste Mal mit meinem Surfboard ins Gleiten kam, weiß ich, dass diese scheinbar oberflächlichen Erlebnisse oft tiefer gehen.

Mir ist bewusst, dass Surfen nicht bei jedem das Gleiche auslöst. Und vielleicht kommt dieser Wandel bei vielen auch nicht von heute auf morgen. Eher sind es feine Nadelstiche, die sich gut anfühlen und dich immer wieder in eine neue Richtung pushen.

Erst sind es nur die Urlaube, doch dann wird es immer mehr.

Es ist schwer in Worte zu fassen und klingt daher fast schon esoterisch, aber wenn die Wellen ihren einzigartigen Zauber versprühen, wenn du eins wirst mit dem Meer und dich die satten Blautöne förmlich hypnotisieren. Wenn du den Ozean verstehen und seine Kräfte für dich zu nutzen lernst. Wenn du nicht mehr dagegen ankämpfst, den Kontrollverlust zulässt und die Angst verschwindet. Wenn du die pure Lebensfreude spürst…

Dann ist es um dich geschehen. Die Weichen sind neu gestellt und eine neue Welt liegt dir zu Füßen.

Doch das ist nur der Anfang.

Denn Surfen kann so viel mehr…

Surfen ist pura vida!

Jede Surfsession ist eine emotionale Achterbahnfahrt mit krassen Höhen und Tiefen und intensiven Gefühlen, die viele aus ihrem Alltag gar nicht mehr kennen.

Scheißangst und totaler Freudentaumel – selten  liegen sie so nah beieinander wie beim Surfen.

Da ist die Wut auf dich selbst, wenn eine schöne Welle nicht erpaddelt wurde. Oder die lähmende Angst, wenn du trotz heftiger Wellen hinaus ins Lineup paddelst und ein Monsterset auf dich zurollt.

Doch da ist auch das unbeschreibliche Gefühl, leichtfüßig auf einer Welle zu gleiten – ein Erlebnis, das dich sofort wieder mit frischem Mut und Selbstvertrauen volltankt.

Jede Surfsession schmeißt dich in diese Gefühlsmaschine, lässt dich das Leben spüren und bringt dich näher zu dir selbst!

Eigentlich ist es die perfekte Lektion fürs Leben: Vor dem großen Glück stehen oft Zweifel und Angst. Wenn du sie überwindest, wirst du belohnt!

Surfen macht den Kopf frei

Das Licht, die Farben, das Rauschen, die Stille und das einfache Leben – die Erlebnisse in der Brandung lösen dich vom Alltag. Sie befreien deinen Kopf von mentalem Ballast und schenken dir das wertvolle Gefühl von Entschleunigung.

Vielleicht klingt es erstmal komisch, aber für viele ist surfen wie meditieren:

Sobald du auf deinem Surfboard im Lineup sitzt und den Horizont nach guten Wellen abtastest, stehen alle Gedanken still und der Geist kommt zwangsläufig zur Ruhe.

Surfen führt dich mit Gewissheit ins hier und jetzt und hat einen ähnlichen Effekt wie Yoga oder Meditation. Dort konzentrierst du dich auf die Atmung, um das Gedankenkarusselle abzustellen. Beim Surfen brauchst du die Atmung nicht. Es genügen die Wellen, auf die du deine Sinne fokussierst, um bei dir anzukommen.

Und eins kann ich dir versprechen: Nach einer guten Surfsession läufst du mit einem fetten Grinsen durch die Gegend und fühlst dich wie verzaubert.

Surfen

Alles ist gut! Foto: Florian Lierzer

Egal wie ausgelaugt, frustriert oder traurig du vorher auch gewesen bist, nach ein paar Stunden in den Wellen ist alles wieder gut. Negative Gedanken haben keinen Platz mehr und das Gedankenkarussell kommt endlich zum Stehen.

Surfen verbindet dich mit der Natur

Eine Gruppe Delphine, die urplötzlich neben deinem Surfboard auftaucht; ein flüchtiger Regenbogen, den die Gischt in den Himmel zaubert; ein Schwarm Pelikane im Tiefflug und die aufgehende Sonne, die die Küstenlandschaft zum Leuchten bringt.

Kurzum: noch intensiver als beim Surfen kann das Naturerlebnis kaum sein.

Du kannst die Natur nicht nur spüren sondern tauchst in sie ein. Du lernst, den Ozean zu verstehen und die Wellen zu lesen.

Surfen lädt zum Träumen ein

Weil das Surfen gespickt ist mit euphorischen Erlebnissen, ist es kein Wunder, dass die gefühlsmäßig oft eher unterkühlten Mitteleuropäer sich reihenweise in den Sport der Könige verlieben.

Leider bleibt diese Liebe oft nur eine Affäre oder im besten Fall eine Fernbeziehung mit ungewisser Zukunft.

Aber eins ist sicher: Das ferne Glück lädt zum Träumen ein! Ob im Hörsaal, in der Straßenbahn oder im Büro – die süßen Erinnerungen an das unbeschwerte Lebensgefühl in den Wellen begleiten dich durch den Alltag wie ein treuer Hund.

Sie geben dir Kraft, um durchzuhalten oder endlich was zu riskieren:

Ob nun ein Auslandssemester oder eine längere Auszeit am Meer mit Sabbatical oder unbezahltem Urlaub – durchs Surfen kommst du auf dumme Gedanken, die sich im Nachhinein oft als gar nicht so doof herausstellen, weil sie dir einfach guttun.

Mein Tipp: Wenn du dich für eine längere Surf-Auszeit interessierst, bekommst du in meiner fünfteiligen E-Mail-Serie dazu vielerlei Anregungen.

Surfen macht verpeilt

Ich weiß nicht woher es kommt aber Surfen schenkt dir eine gesunde Portion Verpeiltheit. Die Sonne, die komischen Leute, das salzige Lächeln – fast automatisch nimmt dir das neue Lebensgefühl die angehäufte Schwere, macht dich entspannt und unbekümmert.

Gerade für Kontrollfreaks und verkopfte Menschen, die sich schwer tun loszulassen, ist Surfen die perfekte Therapie.

Im Leben ist nicht alles kontrollierbar und Surfen ist dafür die beste Lehrstunde: Gegen die Naturgewalten anzukämpfen, wird nicht funktionieren. Lass dich lieber treiben und lerne, wie du die Strömung zu deinem Vorteil nutzen kannst.

Surfen ist dein Seelen-Klempner

Dazu eine kleine Surf-Anekdote:

Als ich vor einigen Jahren mit meinem besten Freund, der seit Monaten unter heftigem Liebeskummer und Depressionen litt, an der Northshore von Fuerteventura einen perfekten Wellentag erwischte, war er dannach wie ausgewechselt.

In seinem Gesicht schimmerte ein hoffnungsvolles Lächeln. Zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit dachte er nicht an seine verflossene Liebe. Die Wellen hatten seinen Kopf im wahrsten Sinne des Wortes freigespült. Er spürte wieder Lebensenergie und war endlich auf dem Weg der Besserung.

Es ist unglaublich und ich habe wirklich keine Ahnung, warum es immer wieder so gut funktioniert. Aber Fakt ist, dass das Wellenreiten die Glückshormone immer wieder zum Tanzen bringt. Es wirkt wie ein mentaler Filter, der alle Alltagssorgen verblassen lässt.

Ein Buch, das sich intensiv mit der mentalen Wirkung vom Surfen auf unseren Alltag befasst, ist Boarderlines: Fuck You Happiness, das ich dir unbedingt empfehlen kann.

Surfen schickt dir Wellen in den Schlaf

Jeder Surfer kennt es: Dieses kleines Wunder wenn die Wellen dich in den Schlaf begleiten.

Nach einem wellengesegneten Surftag sinkt dein Körper genüsslich ins Bett. Deine Augen sind geschlossen, doch sie sind wieder da – die Wellen.

Wellen Surfen

Traumhaft schön…

Es ist ein unglaubliches Phänomen und ich kenne es tatsächlich nur vom Surfen: Die Wellen kommen auf dich zu. Sie kommen ohne Ende. Es ist ein wenig wie Schäfchen zählen, nur dass es einfach so passiert, ohne dass du es bewusst herbeiführen oder abstellen könntest. Es ist wunderbar angenehm und führt dich in einen tiefen genussvollen Schlaf.

Surfen macht dich fit

Weil der Spaß beim Surfen immer an oberster Stelle steht, merkst du oft gar nicht, wie sehr du deinen Körper herausforderst.

An den ersten Tagen ist der Muskelkater zwar vorprogrammiert, aber dein Körper gewöhnt sich allmählich an die ungewohnte Bewegung. Sonne und Meer sorgen automatisch für gute Laune und nebenbei wirst mit jedem Tag fitter.

Gerade weil du dich nicht dazu zwingen musst, ist Surfen der perfekte Workout!

Tipp: Meine fünfteiligen E-Mail-Serie hilft dir dabei, auch zwischen den Surftrips systematisch fit zu bleiben.

Surfen verbindet dich mit verrückten Wellen-Junkies

Jeder Surfspot hat seinen eigenen Vibe und eine besonders entspannte Atmosphäre, die du an normalen Touristenorten nicht finden wirst. Das gleiche gilt oft für die Menschen, die von solchen Orten angezogen werden.

Auf deinen Wellenreisen lernst du viele besondere Menschen treffen: entspannten Typen und abenteuerlustigsten Mädels, die anders denken und vom Meer und seinen Wellen genauso beseelt sind wie du.

Surfen öffnet dir eine neue Reisewelt

Den Wellen hinterherreisen und sich von der Suche nach perfekten Wellen inspirieren lassen – das ist für mich die schönste Art, um neue Länder zu entdecken und ausgetretene Touristenpfade zu verlassen. Nicht der Lonely Planet, sondern die Zugbahnen der Wellenfronten sind die Ratgeber deiner Reiseplanung.

Mit dem Surfboard unterm Arm durch den Regenwald laufen, am Lagerfeuer Geschichten über Surfabenteuer erzählen und schon bei Sonnenaufgang der erste in der Brandung sein: Surfreisen steht für all das!

Für das pure Surferglück brauchst du keine Luxus-Unterkunft mit beheiztem Pool und Schlemmer-Buffet. Es ist das einfache Leben und die puren Emotionen in den Wellen, die dich glücklich machen.

Damit dir die Wellen nicht entwischen und du auch zur besten Wellenzeit mit deinem Surfboard in die Brandung paddelst, sollte aber das Timing unbedingt stimmen.

Zwar wird es immer Tage geben, an denen das Meer und die Wellen nicht so wollen wie du. Aber das ist Teil des Spiels und du wirst dich daran gewöhnen müssen, dass sich der Ozean nicht kontrollieren lässt.

Zum Glück gibt es  aber für jede Jahreszeit die passende Surfregion und um auf gute Wellen zu treffen, muss es nicht immer gleich Hawaii oder Bali sein. Denn auch in Europa findest du zur richtigen Reisezeit hervorragende Surfbedingungen.

Tipp: Mein Surftrip Planner hilft dir dabei.

Fazit

Lass dich nicht täuschen: Wellenreiten ist eine Kunst, die Jahre an Erfahrung braucht, um sie wirklich zu beherrschen. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass sich viele positive Veränderungen – ob nun mental oder körperlich – schon beim surfen lernen, also ganz am Anfang bemerkbar machen.

Zwar kann Surfen nicht die Lösung für ein Leben sein, mit dem du nicht zufrieden bist. Es ist aber ein starker Motivator, wirkt wie Meditation, bringt positive Gefühle in dein Leben und führt dich zurück zur Natur. Es bringt dich an inspirierende Orte mit Menschen, die anders denken und leben.

All das zusammen macht Surfen wie geschaffen, um wieder Leichtigkeit in dein Leben zu bringen und deinen inneren Kompass neu auszurichten.

Denn obwohl es so oberflächlich scheint: Surfen macht etwas mit dir! Es verändert deinen Körper, tut was für deinen Geist und sorgt für die Extraportion Happiness.  

Nicht umsonst lautet ein bei Surfern beliebtes Sprichwort:

You can´t buy happiness, but you can buy a surfboard which is pretty much the same.

Und welche Veränderungen hat das Surfen in dein Leben gebracht?

Teile es mit uns und schreib es in die Kommentare!

ANGST, STOKE & HAPPINESS: WIE SURFEN DEIN LEBEN VERÄNDERT
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30 Responses

  1. Julian Siewert
    Tina

    Das war ein wunderschöner Artikel. Auch wenn ich noch ein blutiger Anfänger bin, was Surfen angeht und bisher nur selten eine grüne Welle erwischt habe, träume ich mich immer gern wieder an den Strand und kann den nächsten Trip nicht erwarten. Wenn mich andere Leute fragen, wieso Surfen so toll ist, konnte ich es oft nicht in Worte packen oder hörte mich an, wie der Vertreter einer Sekte. ;D
    Demnächst lasse ich sie einfach deinen Artikel lesen 😉

  2. Julian Siewert

    Hallo Julian,
    du fasst zauberhaft in Worte, was mich antreibt seit ich die ersten Wellen im Surfcamp erwischt habe. Ich mache mir im Alltag so viele Gedanken und viele Probleme erscheinen mir riesig. Sobald ich im Meer bin und auf dem Board liege, ist all das weit weg. Ich wachse mit jeder Welle, bei der ich mich traue sie zu nehmen, über mich hinaus und fühle mich wie eine Königin, wenn es klappt und ich über das hellblaue Wasser fliege. Diese Gefühl, wenn die Welle dich packt, ist auch für mich einzigartig und macht süchtig. Durch das Surfen traue ich mir auch im Leben mehr zu. Es ist ein stetiger Prozess, bei dem ich immer wieder Ängste überwinde und über mich hinauswachse. Auch bei mir hat das Surfen schon die ein oder andere seelische Wunde geheilt. Danke für diese wundervollen Zeilen an dich.
    Liebe Grüße, Athene

  3. Julian Siewert
    Andrea

    Wow Julian. Ich fühle mich langsam normaler. Die Menschen um mich herum halten mich mittlerweile für nahezu verrückt!

    Das erste Mal stand ich im Januar auf einem Brett und konnte mein Glück kaum fassen. Du beschreibst es so wunderbar und authentisch, sodass ich deinen Blogpost direkt so unterschreiben würde! Das zweite mal war ich in Portugal und es hat mich sowas von zu Tränen geflasht. Warum? Dafür war nicht nur die Stokeness verantwortlich. Ich hätte niemals gedacht, dass ich jemals wieder so unbeschwert glücklich sein könnte.. als wäre ich 4 Jahre alt.

    Surfen hat nun einen ganz besonderen Stellenwert bei mir, denn es hat mich wieder mein ehrliches Lachen gelehrt.

    Ich habe viele Menschen an dem Tod verloren, in viel zu frühem Alter. Doch das Surfen hat mich wieder zurück geholt. Ich überlege mich bald selbstständig zu machen um so richtig surfen zu lernen. Mein Ziel ist es dabei irgendwann einmal eine Barrel zu surfen.

    Eines Tages…

    Danke für diese Zeilen.

    1. Julian Siewert

      Hi Andrea, vielen lieben Dank für dein ausführliches und emotionales Kommentar!

      Für mich sind deine positiven Worte eine schöne Bestätigung meiner Arbeit und ich bin sehr froh, dass du dich darin wiederfindest. Deine Erfahrung, dass dir das Surfen gerade in schwierigen Lebensphasen aus dem Schlamassel hilft, kann ich absolut bestätigen. Auch für mich ist es manchmal wie ein emotionaler Anker im tosenden Ozean.

      Und was die Barrel angeht: Wenn du dran bleibt, schaffst du das!

  4. Julian Siewert

    Hey Julian,

    toller Artikel! Vor Allem, wenn man selbst erlebt hat, wie Surfen einen verändert.
    Ich finde, es ist das Ganze. Nicht nur die einzelne Welle. Der Lifestyle, das Reisen, die verschiedenen Spots und Länder… das Alles Gehört dazu.
    …und wenn du noch nie die besonderen Momente kurz vor Sonnenuntergang, wenn das Wasser dunkel und glatt wird, miterlebt hast, dann…

    Grüße, Markus

  5. Julian Siewert
    Silke

    Hola Julian,
    mit diesem Artikel und überhaupt mit deinen Texten sprichst du mir aus der Seele. Endlich weiss ich, dass ich zum einen nicht die einzige Verrückte bin, die es immer wieder ans grosse Wasser zieht (und immer noch als Landratte mitten in Deutschland lebt) und zum anderen kamen mir fast die Tränen als ich über quasi “mein” ganzes Gefühlschaos während der Surfsession gelesen habe:) Das macht mir ganz viel Mut und pusht und motiviert mich total, kann kaum meine nächste Session abwarten, die ist schon morgen abend, denn grade mache ich tatsächlich Bildungsurlaub in Las Palmas de Gran Canaria.
    Danke für ganz viel Motivation 🙂 und wer weiss, vielleicht verlager ich ja meinen wohnort auch irgendwann ans Meer..

    1. Julian Siewert

      Wie cool, dass es dir so gefällt!!
      Und ja, das Gefühlschaos ist völlig normal, gerade am Anfang. Aber auch als erfahrener Surfer erlebe ich immer wieder kleine Schrecksekunden im Lineup. Das gute am Surfen ist ja, dass man nie aufhört dazuzulernen und seine Limits immer weiter pushen kann…

  6. Julian Siewert
    Thomas

    Super schöner Post! Ich kann dir und den anderen nur zustimmen: Surfen lässt mich ganz intensiv den Moment erleben und hilft mir dabei, mein Gleichgewicht wiederzufinden oder zu wahren. Danke für diesen toll geschriebenen Post!

  7. Julian Siewert

    Lieber Julian,
    ich versuche mich ja auch immer wieder daran, Nicht-Surfern zu erklären, was die Faszination ausmacht. Ich habe das ganze drei Blogposts lang versucht: http://www.lovenonpareille.com/tag/roadtrip/
    Ich finde du hast es echt gut und vor allem knackiger erklärt als ich 🙂
    Und wahrscheinlich muss man’s selbst fühlen, um es richtig zu “verstehen”.
    Mein Leben hat das Surfen jedenfalls komplett auf den Kopf gestellt. Und ich würde ohne Surfen sicher gerade nicht im Dschungel Panamas sitzen, mit einer Affenfamilie, die in Sichtweite durch die Bäume hüpft! 🙂
    Liebe Grüße aus Playa Venao,
    Sara*

    1. Julian Siewert

      Hi Sara! Wie schön zu hören, dass die Surferei auch in deinem Leben ein bisschen randaliert hat – im positiven Sinne natürlich!
      Genieß den Dschungel und die Wellen Panamas und danke nochmal für dein wertvolles Feedback in Ericeira 🙂
      Liebe Grüße aus deiner Heimatstadt, Julian

  8. Julian Siewert
    Simon

    Toller Artikel.

    Erste grüne Welle in Frankreich, erste Session bei Sonnenaufgang im menschenleeren Lineup in Peniche, erste Session mit dem ersten eigenen Surfboard auf Bali… Diese Erinnerungen und das Gefühl dabei vergisst man nie wieder!!!

    Außerdem heirate ich demnächst die Frau, die ich im Surfcamp auf Fuerteventura kennen und lieben gelernt habe. Also wenn Surfen mein Leben nicht verändert hat, dann weiß ich es auch nicht. 🙂

  9. Julian Siewert

    Ohja. <3 Ich könnt grad echt heulen, wenn ich das lese.. ich will grad nichts mehr als surfen. Und werde das wohl jetzt bestimmt mind. ein Jahr nicht tun. Bis ich hoffentlich dann mal länger ins Ausland geh, muss ich einfach. Ich kann grad nicht mehr ohne Surfen, das kann einen ziemlich wahnsinnig machen. 🙁

  10. Julian Siewert
    Michael

    Ich war das letzte mal surfen kurz vor dem zweiten Staatsexamen und konnte durch absolut nichts so gut abschalten wie durch das surfen.
    Spätestens wenn man es in den lineup durch einen heftigen Beachbreak geschafft hat, auf dem Brett sitzt und auf die Wellen wartet, vergisst man den Stress des Alltags.
    Das macht es zu etwas Besonderem.

    1. Julian Siewert

      Da kann ich nur zustimmend mit dem Kopf nicken!

      Interessant wäre noch, warum das immer wieder so gut funktioniert. Gibt es darüber keine medizinische Studie? Oder war dein Staatsexamen gar nicht medizinischer Natur?

      1. Julian Siewert
        Tina

        Ich glaube Greg Long (oder ein anderer BigWave Surfer) meinte mal: Surfen ist wie eine Religion, aber eine gute.
        Vielleicht ist das die Erklärung. 😉

        1. Julian Siewert

          Ja vielleicht. Für viele ist das Surfen ja so etwas wie der Sinn des Lebens. Eine Sache, auf die das ganze Jahr hingearbeitet wird. Und für die es sich lohnt, den ungeliebten Arbeitsalltag zu ertragen. Von daher kann es sich tatsächlich wie eine Religion anfühlen 😉

  11. Julian Siewert

    Genauso wie Surfen dein Leben verändert hat, hat das Kitesurfen bei mir die gleiche Rolle gespielt. So weit dass ich auch trotz meiner riesen Ängste meinen Job gekündigt hab und jetzt als freiberufliche Grafikdesignerin immer dann dem Wind und den Wellen hinterherjagen kann, wenn mich das Fernweh packt und die Temperaturen in den Keller schießen. Und es war die aller beste Entscheidung, die ich in meinem Leben bisher getroffen habe 😉 Deshalb stimme ich dir absolut zu, Surfen kann so vieles im Leben und im Alltag verändern, die beste “Droge die es gibt 😉 Chase the stoke, live the stoke!

  12. Julian Siewert
    Cv

    Ganz ehrlich surfen macht süchtig wenn man es lange macht, ich war zb vier Jahre am Stück in Indonesien und muss jetzt sechs Monate in brd arbeiten. Ohne surfen. Das hört sich nicht viel an für aussenstehende aber es ist die Hölle.
    Es ist nicht zu ertragen. Es macht wirklich depressiv.
    Schwer.

    Ich denke oft dass es ein Fehler war mit dem surfen anzufangen. Denn wenn du nicht die Möglichkeit hast dein Leben um das surfen herum zu bauen aber surfen dein größtes Glück ist… Dann lebst du nicht mehr. Du existiertst nur noch.

    Im psychologischen Fachjargon sagt man auch Anpassungsstörung.

    PS. Studien sagen surfen macht genauso süchtig wie Kokain. Also zumindest die grossen Adrenalin- Wellen:)

    1. Julian Siewert

      Auf der anderen Seite ist es aber auch ein echtes Geschenk, eine Leidenschaft im Leben zu haben, die uns quasi auf Knopfdruck glücklich macht und aus einer akuten Depression herausreißen kann.

      So ein mächtiges Werkzeug haben bei weitem nicht alle Erdenbewohner in petto 😉

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