Surftrip Planner
30 Juni 2015

DER INTERAKTIVE SURFTRIP PLANNER: FINDE DIE BESTEN SURFSPOTS EUROPAS & WELTWEIT

Es ist eine der meist gestellten Fragen in Surfforen und Facebook Surfgruppen überhaupt:

“Wo ist es im Monat xy am besten zum Surfen?”

Für schnelle und unkomplizierte Antworten auf diese Frage möchte ich dir heute den interaktiven Surftip Planner vorstellen, der dir seit kurzer Zeit auf Surfnomade kostenlos zur Verfügung steht. Als erstes möchte ich dir aber erläutern, warum die Wahl der passenden Surfregion überhaupt so wichtig ist.

Als ich vor rund 15 Jahren mit dem Surfen anfing, war es immer auch ein wenig Glückssache, ob ich bei der Wahl der Surfregion richtig lag. Denn gute Informationen über die passenden Surfbedingungen für mein Surflevel waren kaum aufzutreiben. Und ehrlich gesagt hat sich daran bis heute kaum etwas geändert.

Wahrscheinlich wirst du jetzt einwenden, dass es doch inzwischen selbst für die entlegensten Surfdestinationen unseres blauen Planeten jede Menge Surf Guides gibt, die ganze Bibliotheken füllen und auch das Internet voll ist mit detaillierten Spotinfos und passenden Surfbedingungen für die verschiedenen Könnensstufen.

Surfspots EuropaGanz falsch liegst du mit dieser Einschätzung nicht. Zumindest auf den ersten Blick. Aber hast du dir mal eine dieser Quellen etwas genauer angeschaut?

Dann wird dir vielleicht aufgefallen sein, dass sich die Empfehlungen für die besten Surfdestinationen Europas und weltweit fast immer auf Bedingungen beziehen, die vor allem für fortgeschrittene Surfer ideal sind.

Anfänger und Intermediates haben es hingegen deutlich schwerer, wenn es darum geht, die jahreszeitlich passenden Surfspots in Europa und dem Rest der Welt aufzutreiben.

Mit dem Softboard in die Tube?

Denn was nützt dir als Anfänger eine perfekte Tube, die über einem messerscharfen Korallenriff bricht? Mit deinem Softboard wirst du sie wohl kaum surfen können. Und was bringen dir als Intermediate die absoluten Traumbedingungen, wenn der Surfspot dermaßen überfüllt ist, dass du mit deinem Mini-Malibu nach ein paar glücklosen Versuchen frustriert an den Strand zurück paddelst?

Natürlich werden solche Infos auch in den bekannten internationalen Surf-Guides angerissen. Und gerade für erfahrene Surfer bieten Stormrider Surf Guide, Wave-Culture, Wannasurf und Co eine Fülle hervorragender Infos über Surfbedingungen und Surfspots Europa, die Kanaren und Marokko, also die Hauptziele deutscher Surfer, werden in den erwähnten Guides ausgiebig vorgestellt.

Was dabei meiner Meinung nach aber auf der Strecke bleibt, sind monatsgenaue Angaben über Wellenverhältnisse, die auch wirklich zu den verschiedenen Surfniveaus passen.

La ParedAtemberaubende Fotos und bunte Infografiken mit Swell-Häufigkeiten und Wetsuit-Dicke versprechen auf den ersten Blick zwar die perfekte Entscheidungsgrundlage. In der Praxis bleiben bei der Auswahl von geeigneten Surfdestinationen dann aber doch viele Fragen offen.

Wo soll ich hin?

Soll ich also nun als Intermediate im Juli lieber nach Portugal fahren, weil dort angeblich die höchste Wellensicherheit von ganz Europa herrscht?

Oder passt die französische Atlantikküste besser zu mir, weil die unendlich langen Strände mit unzähligen Beachbreaks mir viel mehr Platz in den Wellen versprechen?

Und was ist, wenn ich mitten im Winter Surfen lernen will? Sind die Wellen im Februar auf Fuerteventura vielleicht doch ein bisschen zu heftig, wenn ich noch keinen Duckdive kann? Sollte ich zu der Zeit also besser mal ein Surfcamp in Sri Lanka ausprobieren?

Timing ist alles!

Auch wenn sich diese und ähnliche Fragen nicht immer ganz eindeutig beantworten lassen, habe ich auf meinen vielen Surftrips nach Brasilien, Kapverden oder Spanien eine Sache definitiv gelernt: Timing ist alles!

Oder mit anderen Worten: Für jeden Surfmonat gibt es eine Reihe von Surfregionen, die sich mit Abstand am besten für ein spezifisches Surflevel eignen.

Ich möchte dir dafür ein Beispieil geben: Die besten Breaks Portugals sind für fortgeschrittene Surfer ziemlich wertlos, wenn der Nortada (starker Nortwind) von Ende Mai bis August sein Unwesen treibt und die wenigen größeren Sommer-Swells gnadenlos platt bügelt. Für Anfänger ist der Wind hingegen weniger störend. Denn zum einen beeinflusst er die ersten Stehversuche im Weißwasser kaum. Und zum anderen lässt ein schräg auflandiger Wind die Wellen in der Regel etwas langsamer brechen. Für die Aufstehbewegung in der grünen Welle bleibt den Surfeinsteigern also mehr Zeit.

Auflandiger WindWährend sich Portugal in den Sommermonaten also für Anfänger durchaus anbietet, würde ich erfahrenen Surfern eher zu einem Surftrip nach Nordspanien oder noch besser nach Indonesien raten.

Ähnliches gilt für die vielen anderen vom Passatwind geplagten Surfspots in Marokko und auf den Kanaren. In den Sommermonaten sollten diese Surfregionen von Intermediates und fortgeschrittenen Surfern also besser gemieden werden.

Neben dem Wind können auch unterwartet niedrige Wassertemperaturen für eine böse Überraschung sorgen. Wer sich mit seinem Surfboard im Mai oder Juni schon mal nach Galizien oder in den Norden Portugals verirrt hat und auf angenehm warmes Wasser gehofft hat, der weiß wahrscheinlich, wovon ich spreche.

SwellAuch die Swellrichtung ist bei der Auswahl der geeigneten Surfregion zu beachten. Denn die vorherrschende Richtung aus der die Wellen kommen, ändert sich an den meisten Surfspots Europas im Laufe des Jahres.

Auch hierzu ein Beispiel: An den nach Südwesten ausgerichteten Surfspots Andalusiens kommen die vornehmlich nordwestlichen Sommerswells nicht an. Hingegen bietet die Nordküste Spaniens auch im Hochsommer die wellensichersten Surfspots Europa.

Klar ist auch, dass es beim Timing auch immer auf die lokalen Gegebenheiten innerhalb einer Surfregion ankommt. Wichtige Faktoren für das lokale fine-tuning bei der Spotauswahl sind der Tidestand, die Position der Sandbänke, die geografische Formation am Ufer und die aktuelle Windrichtung. Eine Steilküste oder eine geschützte Bucht mit abweichender Ausrichtung kann beispielsweise einen effektiven Windschutz darstellen und die Qualität der Wellen deutlich verbessern.

Der interaktive Surftrip Planner

Was ist also zu tun, wenn dein Meerweh mal wieder so groß wird, dass eine schnelle Entscheidung her muss und du keine Zeit hast, ewig hin und her zu überlegen?

Damit du dir in Zukunft bei der Planung von Surftrips nicht mehr den Kopf zerbrechen musst, habe ich in den letzten Wochen ein Tool entwickelt, mit dem du dir jede Menge Zeit sparen kannst wenn es an die Urlaubsvorbereitung geht.

In dem Bewusstsein, dass sich viele wellenhungrige Surfer in einer ähnlichen Situation befinden, habe ich mich in Ruhe hingesetzt und mein komplettes Wissen über diverse Surfregionen in Europa und anderen Teilen des Planeten zusammengetragen.

PortugalDabei habe ich besonders darauf geachtet, welche Regionen am besten zu welchem Surflevel passen. Außerdem habe ich für jeden einzelnen Reisemonat die meiner Meinung nach besten Surfdestinationen beschrieben und der jeweiligen Könnensstufe zugeordnet.

Kostenlos Surfregionen auschecken!

Für das fine-tuning habe ich die Ergebnisse dann noch einmal um ein paar weitere Specials ergänzt: Auf Wunsch bekommst du somit passend zu deinem Suchprofil eine zusätzliche Übersicht mit Co-Working Angeboten direkt am Surfspot und einer Reihe von Tipps, wie du dir vor Ort einen verlässlichen Internetzugang sicherst. Auch alle Yoga- und Kletterfreunde werden bei Bedarf mit den passenden Angeboten in der jeweiligen Surfregion versorgt.

Und das beste ist, dass der Surfrip Planner komplett kostenlos ist und du ihn nach der ersten Anmeldung immer wieder benutzen kannst. Wenn du die passenden Surfregionen also für einen weiteren Monat oder mit einem anderem Special abrufen möchtest, ist das kein Problem. Dein Zugang gilt nämlich lebenslang!

Wenn dir also die Idee hinter dem Surftrip Planner gefällt, dann teste ihn doch gleich mal aus.

Du findest ihn direkt rechts neben dem Artikel in der Sidebar!

Bei mobilen Geräten befindet sich der Planner unterhalb der Kommentare.

Surf

Ein echter Mehrwert!

Du kannst dir sicher vorstellen, dass es eine Menge Arbeit war, all diese Inhalte in ein interaktives Tool zu packen, zu formatieren und online zu stellen. Ich bin mir aber sicher, dass es sich gelohnt hat.

Denn ab sofort kannst du dir mit ein paar Klicks deinen ganz persönlichen Surftrip zusammenstellen – maßgeschneidert für deinen Reisemonat, dein individuelles Surflevel und deine sonstigen Extrawünsche.

Noch Fragen?

Wenn du den Planner schon ausprobiert hast und noch Fragen zu den einzelnen Surf-Destinationen haben solltest, kannst du mich einfach auf Facebook anschreiben oder mir eine E-Mail schicken. Ich helfe dir gerne weiter!

Wenn du noch mehr Input brauchst, solltest du auch bei travelonboards vorbeischauen, wo dir Stefan die 9 besten Surfdestinationen zum surfen lernen in Europa vorstellt.

Außerdem möchte ich den Planner so gestalten, dass er dir auch wirklich weiterhilft. Daher freue ich mich über jeden Kommentar unter diesem Artikel. Gib mir einfach ein ehrliches Feedback und schreibe auch gerne, was dir noch nicht so gefällt, damit ich es gleich verbessern kann. Danke dafür!

 

14 Responses

  1. Lena

    Egal was ich angebe ich werde nicht weitergeleitet 🙁 Tippe alle Date ein und klicke auf “Jetzt herausfinden!” Es passiert aber nichts!

    1. Hallo Lena,
      du wirst auch nicht direkt weitergeleitet. Um dein persönliches Ergebnis abrufen zu können, bekommst du eine E-Mail mit einem individuellen Link zugeschickt. Ich habe ihn dir auch gerade noch mal zugeschickt, falls die E-Mail bei dir im Spam gelandet sein sollte. Sag einfach Bescheid, wenn sie nicht angekommen ist, oder es weiter Probleme geben sollte!
      LG Julian

  2. nila

    absolut super Sache Deine Seite!! Vielen lieben Dank für Deine Tips, einfach Gold wert!!

    Liebe Grüsse aus der Schweiz

  3. Super Sache Julian! Deine Seite entwickelt sich echt ziemlich cool (war mir natürlich schon von Anfang an bewusst 😉 ) ..
    Weiter so und ich bin gespannt wo du mich zum Surfen hinschickst! 🙂

    Liebe Grüße
    Jassy

  4. Howard

    Hi Julian,

    super Tips das iss echt cool!!! Und schon kommt die erste Frage… Aber du hast es ja nich anders gewollt 😀

    also ich (47) würde gern im Oktober mit meiner Tochter (19) Surfen gehen. Ich bin blutiger Anfänger und die Tochter war mal ein paar Tage surfen in Californien. Nun hab ich bei deinen Destinations auch Brasilien gesehen… DAS ist nen Land was meine Tocher SUUUPER interessiert. Ich wäre auch nich abgeneigt da es, wie du beschreibst, auch im Oktober warmes Wasser hat und man somit nicht im kalten Wasser mit NEO rumsurfen muss…
    Jetzt zu der Frage: Ich hab KEINE Ahnung von Brasilien!!! Ich höre immer nur: sau gefährlich, achtung Nachts nich raus!!! usw. und sofort… Und vor dem Hintergrund fühl ich mich in sagen wir mal Europa dann doch etwas wohler.
    Was sagst Du denn zu diesem Thema?? Warst du schon mal dort?? Wie ging es dir dabei?? kann man (wenn man ein paar Regeln beachtet oder so ) dennoch gechillt Urlaub machen dort und es ist alles nur ne übertriebene BILD Zeitungs Ente??
    Wäre toll wenn du Antworten würdest…

    Howard

    P.S.: es wäre hilfreich wenn in den Felder hier drin stehen würde was man wo eintragen soll… dann muss ich nich erst die Developer Tolls anwerfen um rauszubekommen wie die Felder heißen … 😀

    1. Hallo Howard,

      freut mich sehr, dass dir meine Tipps im Surftrip Planner weiterhelfen!

      Das Thema Sicherheit spielt in Brasilien definitiv eine große Rolle. Vor allem in den Großstädten sind Raubüberfälle tagsüber wie auch nachts leider keine Seltenheit. Wenn du dich an ein Paar Regeln hältst, kannst du das Risiko aber deutlich minimieren. Ich würde mich an deiner Stelle eher in den kleinen Surferörtchen aufhalten, wo es sehr peacig zugeht.

      Außerdem würde ich keine öffentlichen Verkehrsmittel, also Busse im Nahverkehr benutzen. Überlandbusse sind dagegen ziemlich sicher. Wenn´s geht würde ich aber immer mit dem Taxi fahren.

      Sehr sicher für einen Surfurlaub ist z.B. das Bahia Surfcamp in der Nähe von Salvador (20 Minuten Taxifahrt vom int. Flughafen entfernt). Das Camp liegt nämlich auf einer großen, privaten Halbinsel, die rund um die Uhr gesichert ist. Dort kannst du auch nachts entspannt durch die Gegend laufen. Allerdings ist das Camp auch sehr ruhig in der Natur gelegen. Wenn deine Tochter auf Party steht, solltet ihr eher zur Easy Drop Surfschule nach Itacaré fahren.
      Beide Destinationen und Camps sind im Blog auch noch mal ausführlich beschrieben. Sag Bescheid, wenn du dich für eines der Camps entscheidest. Dann schicke ich dir noch einen kleinen Rabatt-Code.

      Wenn es dir „nur“ ums warme Wasser geht, könnt ihr im Oktober aber auch auf die Kapverden (Wasser 27 Grad) fliegen, wo allerdings das Angebot an guten Surfschulen begrenzt ist. Auf den Kanaren hat das Wasser im Oktober ca. 22 Grad, da wird es schon schwierig, länger ohne Neo im Wasser zu bleiben.
      Dass die Felder im Planner bei dir nicht beschriftet sind, wundert mich. Das hat bisher noch niemand angemerkt. Welchen Browser benutzt du denn? Mobil oder Desktop PC/Mac?

      Viel Spaß euch! LG Julian

      1. Howard

        Hi julian,

        erstmal VIELEN Dank für die ausführliche Antwort!!! Nachdem ich nun mal ein bischen nach Flügen rumgesucht habe muss ich feststellen das die Nummer dann DOCH viel zu teuer für mich wird … zumindest was Brasilien und Kapverden angeht. Da werd ich dann wohl doch nur bis nach Portugal oder so kommen :-D… in der Hoffnung halbwegs warmes Wasser zu finden…

        Wenn ich da noch Fragen habe würd ich mich melden…

        Zu den Feldern: es ging NICHT um die Felder im Planer sondern um die Felder hier unten in denen ich meine Comments eintrage!! 😀

        Howard

  5. Hi Julian,

    habe gerade den Planer angefordert und bin begeistert! Echt der Hammer, wie viel Mühe du dir damit gemacht hast. Und ich habe glaub ich auch schon mein Surfcamp in Andalusien gefunden 🙂

    Da werde ich (so alt wie Kelly Slater) mit meiner Frau (so jung wie du) bestimmt mal hinschauen.

    Vielen Dank und liebe Grüße

    Mischa

    P.S.: Wenn beim Kommentarfeld hinterlegt wäre, wo die Leser was reinschreiben müssen, macht das die Sache einfacher 😉

    1. Hey Mischa,

      wunderbar, dann hat sich die viele Arbeit ja gelohnt.

      Als ich im letzten Jahrhundert mit dem Surfen anfing, hätte ich mir auch so ein Tool gewünscht 😉

      Das Camp in El Palmar ist wirklich zu empfehlen und die Zeit September bis November ist für Andalusien einfach genial. Ich werde im Oktober wohl auch wieder für ein paar Tage dort sein – vielleicht laufen wir uns ja über den Weg.

      Danke auch für den Hinweis zum Kommentarfeld! Der Fehler ist inzwischen behoben.

      LG Julian

      P.S. hast Du es gut so eine junge Frau zu haben 😉

  6. Binusch

    Hallo Julian,
    Super Blog mit klasse Tipps!
    Danke dir auch für die Antworten auf meine speziellen Fragen!
    Flüge und surfen sind gebucht und Ende Januar geht’s los!
    Beste Grüße und super Wellen, LG Sabine

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