Boardshorts für Surfer
10 September 2017

BOARDSHORTS FÜR SURFER: SO FINDEST DU DEN BESTEN LENDENSCHURZ

Ein Grund warum Surfen immer beliebter wird?

Im Vergleich zu anderen Wassersportarten - wie Kiten oder Windsurfen - brauchst du beim Surfen nicht viel, um in den Wellen jede Menge Spaß zu haben. Selbst für einen ausgedehnten Surfurlaub musst du nicht tonnenweise teures Material mit dir herumschleppen – besonders dann nicht, wenn das Wasser warm und das Wetter sonnig ist, so dass auch dein Neoprenanzug getrost zuhause bleiben kann.

Doch auch wenn du sonst kaum etwas brauchst, ohne Kleidung paddelst du ganz bestimmt nicht ins Lineup. Außer vielleicht bei einer einsamen Nacht- und Nebelaktion, wo außer dir und deinen Surfbuddies weit und breit kein anderen Surfer zu erspähen ist.

Eine gute Surfer-Boardshorts als Minimalbekleidung kann aber noch viel mehr, als nur die Sicht verdecken. Schon allein wegen der Hautreibung auf dem gewachsten Surfboard besteht ansonsten nämlich akute Hautausschlaggefahr.

Boardshorts für Surfer_Elastizität und Stretch für die Turns

Wasser: 28 Grad, Luft: 32 Grad, Ausrüstung: Boardshorts

Ähnlich wie bei der Entwicklung neuer Neoprenanzüge hat der technische Fortschritt der letzten Jahre auch bei neuen Materialien und sonstigen Features für Boardshorts keinen Halt gemacht.

Ist es also mit deiner Lieblingsfarbe und dem bevorzugtem Schnitt schon getan, wenn es um die Suche nach der passenden Boardshorts geht oder sollten neben der richtigen Passform und einem ansprechenden Aussehen auch Aspekte wie Trockenzeit, Elastizität oder eine nachhaltige Herstellungsweise eine wichtige Rolle spielen?

Die folgende Liste mit den sieben wichtigsten Punkten für die Auswahl deiner nächsten Boardshorts hilft dir hoffentlich weiter:

In den Pionierzeiten des Surfens waren knielange Baumwollhosen die einzige Möglichkeit, um sich vor den Hautabschürfungen zu schützen, die beim Paddeln auf dem frisch gewachsten Board entstehen. Dass sich dieser unförmige Lendenschutz in kürzester Zeit mit Wasser vollsog und schwer an den Beinen herunterhing, spielte dabei keine Rolle.

Heute gilt: Je leichter und flexibler das Material, desto besser. Nichts ist nerviger als eine klobige Boardshorts, die dich in deiner Bewegungsfreiheit auf dem Surfboard einschränkt. Schließlich möchtest du so frei wie möglich in die Turns gehen - fast schon so, als hättest du nichts an. Freiheit pur, nur eben mit Surfshorts.

Bei modernen Boardshorts kommen dafür unterschiedliche Materialien zum Einsatz. Meist handelt es sich dabei um eine Mischung aus Polyester und Elastan, auch als Lycra (Markenname) bekannt. Manchmal wird auch eine Mischung aus Nylon und Elastan verwendet. Dabei bestimmt der Anteil an Elastan die Elastizität der Boardshorts. Je mehr Elastan, desto elastischer die Shorts.

Boardshorts für Surfer ohne Elasthan und Stretch

​Schöne Farben ab​er ​null Stretch: Boardshorts ohne Elastan

Diese inzwischen recht verbreiteten Kunstfasern haben den entscheidenden Vorteil, dass sie besonders leicht sind, nicht so viel Wasser ziehen und deutlich schneller trocknen als herkömmliche Baumwolle. Boardshorts mit Baumwollanteil oder reine Baumwollshorts sind daher eher als modische Accessoires zu sehen, zum Surfen sind sie aber eher untauglich.

Bei manchen Boardshorts - wie z.B. bei der O’Neill Hyperfreak Hydro - werden noch andere Fasern untergemischt. In der Hyperfreak Hydro kommt neben den Klassikern Polyester und Elastan auch Bambus-Zellstoff (45 %) zur Anwendung.

Boardshorts für Surfer_die neue O’Neill Hyperfreak Hydro_3

Die O’Neill Hyperfreak Hydro ist extrem elastisch

Das ist nicht nur abgefahren sondern funktioniert auch ohne spürbare Einschränkungen. Trotz der Verarbeitung dieses nachwachsenden Rohstoffs, zählt die Hyperfreak Hydro derzeit zu den fortschrittlichsten Funktions-Boardshorts am Markt und ist auch sonst das absolute Flaggschiff der aktuellen O’Neill Kollektion.

Elastizität & Trockenzeit

Auch wenn die Elastizität und Trockenzeit der Boardshorts letztendlich das Ergebnis des Materials darstellen, müssen diese beiden Merkmale noch einmal hervorgehoben werden. Wenn du eine Boardshorts ausprobierst, kann der Grad der Elastizität das gesamte Tragegefühl nämlich stark beeinflussen. Die meisten Surfer bevorzugen daher eine elastische Boardshorts, die viel Bewegungsfreiheit und wenig Reibung an den Beinen und der Hüfte bietet.

Boardshorts für Surfer_Elastizität und Stretch für mehr Bewegungsfreiheit beim Paddeln

Elastizität und Stretch geben mehr Bewegungsfreiheit beim Paddeln

Schnelltrocknende Boardshorts aus Kunstfasern verhindern zudem, dass während des Surfens zu viel Wasser aufgenommen wird, was ansonsten für zusätzliche Reibung und einem unangenehmen Gefühl im Wasser sorgen kann. Schließlich möchtest du dich nicht wie ein nasser, vollgesogener Sack fühlen, wenn du über die Wellen gleitest.

Auch vor oder nach dem Surfen sind schnelltrocknende Boardshorts sehr praktisch. Mit einer nassen Boardshorts läufst du dir ansonsten schnell mal einen “Wolf”. Stichwort: Wundscheuern. Ein Grund dafür, dass die meisten Premium-Boardshorts heutzutage mit einer zusätzlichen wasserabweisenden Beschichtung (DWR - durable water repellent) ausgestattet sind.

Länge der Boardshorts

Es gibt Boardshorts, die bis zu den Knien reichen, was den Vorteil hat, dass die Haut der Oberschenkel in der sitzenden Warteposition nicht direkt auf dem Surfboard reibt. Dafür können dich solche langen Boardshorts-Modelle mit wenig Stretch in der Bewegung einschränken. Doch wer keine Probleme mit der Reibung an den Oberschenkeln hat, kann auch getrost zu einer kürzeren Boardshorts greifen.

Nähte

Auch bei den Nähten herrscht akute Hautreizung- und Ausschlaggefahr, wenn sie schlecht verarbeitet sind und soweit hervorstehen, dass sie für zusätzliche Reibung an den Oberschenkeln und Lenden sorgen. Manche Hersteller machen sich daher richtig Gedanken, wie die Nähte geschickt platziert werden können.

Außerdem spielt die Art der Naht eine wichtige Rolle. Verklebte Nähte oder Schweißnähte sind meist flacher als die klassischen mit einem Faden genähten Stoffverbindungen. Gut verarbeitete Nähte sorgen außerdem dafür, dass die Lebenszeit deiner Boardshorts deutlich verlängert wird.

Hosenbund, Hosenstall & Verschluss

Der Hosenbund deiner Boardshorts sollte auch nach einem Wipeout nicht oder nur unwesentlich verrutschen. Überprüfe daher schon bei der Anprobe genau, ob alles gut und sicher sitzt und ob sich das Material auf der Haut gut anfühlt.

Beim Verschluss eignet sich der klassische “Tunnelzug” zum Verschnüren besser als die klassischen Knöpfe oder Klettverschlüsse, da du die Boardshorts damit noch individueller auf deine Größe einstellen kannst.

Premium-Boardshorts versehen diesen zusätzlich mit einer Silikonschicht, um wiederum die Reibung zu reduzieren. Eine gute Boardshorts verzichtet zudem auf alles am Hosenstall, was stören und beim Paddeln für unnötige Reibung oder Druckpunkte sorgen könnte.

Taschen

Besonders an Land sind Taschen cool und praktisch. Doch auf dem Wasser ist weniger oft mehr, weshalb du an vielen Boardshorts auch nur eine einzige Tasche - entweder am Hintern oder an der Seite - findest. Je weniger die Taschen platzmäßig hervorstechen, desto besser für’s Surfen. Auf jeden Fall sollte eine vorhandene Tasche aber eine Schlaufe für deinen Autoschlüssel haben. Bei einem Roadtrip kann das praktisch sein, allerdings auch nur dann, wenn der Schlüssel keine Batterien enthält.

Nachhaltigkeit

Die Performance deiner Surf-Session wird hiervon natürlich nicht beeinflusst. Aber falls dir eine nachhaltige Produktion mit fairen Arbeitsbedingungen für die Fabrikarbeiter sowie weitestgehend recycelte Materialien wichtig sind, dann ​sind die ​Modelle von Patagonia ​eine gute Wahl.

Neuerdings lässt Patagonia nämlich seine komplette Boardshorts- und Bikini-Serie unter Fair Trade Bedingungen produzieren und ist dafür kürzlich auch von unabhängiger Stelle zertifiziert worden. Patagonia unterstützt die Menschen vor Ort, die unmittelbar bei der Produktion mitwirken, mit einer Zusatzzahlung. Auch die Zulieferer müssen für sichere Arbeitsbedingungen sorgen und strenge Umweltauflagen erfüllen.

Fazit

Die passende Boardshorts zu finden, das ist kein Hexenwerk. Das wichtigste Kriterium ist und bleibt die richtige Passform und Größe. Wer es beim Surfen etwas komfortabler will, sollte außerdem auf die Extraportion Stretch und gut verarbeitete Nähte achten. Das Kriterium Trockenzeit ist wiederum vor allem dann wichtig, wenn du zu Hautauschlägen an den Innenseiten der Oberschenkel neigst.

Der Surfnomade mit seinen neuen Boardshorts

Der Surfnomade mit neuen Boardshorts in Sardinien

Wenn du auf ein ultraleichtes Hightech Produkt mit allen erdenklichen Extras setzten willst, könnte dich die neue Hyperfreak Hydro von O'Neill interessieren; und ​für eine nachhaltige Herstellungsweise kommst du an den hohen Umwelt- und Sozialstandards ​der Patagonia Kollektion nicht vorbei.

​Um für deinen Online-Kauf die passende Größe zu finden, helfen dir die Größentabellen der folgenden Boardshorts-Hersteller weiter:

​So kannst du zu Hause ganz entspannt ein paar Boardshorts durchprobieren. Und was nicht passt oder nicht gefällt, wird einfach wieder zurückgeschickt.

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