19 Juni 2014

SURFEN LERNEN FÜR JEDERMANN: SO PLANST DU DEINE ERSTE WELLENJAGD

“Oh wie geil – das will ich auch mal können!” Surfen lernen ist für viele ein Traum. Solche oder ähnliche Kommentare höre ich daher immer wieder an guten Wellentagen, wenn Surfer wie Tänzer über schäumende Wellenkämme hinwegjagen. Die Ausrufe stammen meist von jungen Urlaubern, die zum ersten Mal in ihrem Leben an einem Surfspott stehen und staunen.

Wen wundert’s da, dass sich jedes Jahr aufs Neue unzählige Frischlinge als Wellenjäger versuchen und in Schnupperkursen in die Brandung stürzen. Gerade für Backpacker und ortsundabhängig arbeitende Webworker bietet das Surfen mit seiner Mischung aus Action, Adrenalin und meditativen Elementen eine wunderbare Abwechslung im Arbeits- und Reisealltag.

Denn wer fährt schon in den Urlaub, um sich dann einfach nur dröge an den Strand zu legen?

Dann doch lieber Wellenflitzen statt am Strand zu schwitzen!

Dazu locken die Atlantikwellen in Frankreich, Spanien und Portugal gerade in den Sommermonaten mit besonders einsteigerfreundlichen Wellen. Höchste Zeit also, dir ein Paar Tipps mit in den Sommerurlaub zu geben. Damit auch du bald Blut leckst und den ästhetischsten aller Wassersportarten für dich entdecken kannst!

Jeder Anfang ist schwer!

Aber welche Welle ist die Richtige? Wann hat die weiße Walze dich und dein Brett erfasst? Und wann kannst du es wagen, dich aus der liegenden Paddelhaltung über die Wellenkämme zu schwingen? Kurzum: Wie erlernst du diesen reizvollen Wellensport, für den es offenbar kein Patentrezept für schnelle Lernerfolge zu geben scheint?

Die Floskel jeder Anfang ist schwer könnte fürs Wellenreiten nicht passender sein. Das liegt auch daran, dass Surfen lernen zu einem großen Teil autodidaktisch ist.

Jeder noch so gut gemeinte Tipp geht gerade am Anfang schnell im Rauschen der Brandung unter. Daher brauchst du neben einer guten Portion Biss schon einen super Surflehrer, der genau weiß, worauf es am Anfang ankommt.

Surfen lernen: Das passende Surf Camp

Am Anfang steht die Wahl des richtigen Surfcamps.

Um dir die ersten Sekunden stehend auf der Welle zu erarbeiten, hast du eine breite Auswahl an deutschen und internationalen Surfschulen. Inzwischen gibt es auch in fast jeder europäischen Surfregion deutschsprachige Surflehrer.

Eine wirklich überzeugende Website, die einen vollständigen Überblick im Surfschul-Dschungel bietet und einen unabhängigen Vergleich von Surfcamps ermöglicht, kann ich dir leider nicht empfehlen. Immerhin gibt es eine Liste an Surfschulen, die die Qualitäts- und Sicherheitsstandards des deutschen Wellenreitverbands (DWV) erfüllen:

Darüber hinaus hilft dir sicher auch der erste deutschsprachige Surftrip Planner, den ich hier auf Surfnomade entwickelt habe. Passend zu deinem Surflevel und jedem Reisemonat findest du damit die besten Surfregionen in Europa und weltweit. Außerdem liefert dir das interaktive Tool für jede Surfregion eine Auswahl an Surfcamps, über die ich selber bereits eine Review geschrieben habe oder, die mir von anderen Surf-Travellern empfohlen wurden.

Auch die folgenden Portale geben dir einen guten Überblick über weltweite Surfcamps und Surftrips mit deutschem Support.

Wenn du dich fragst, auf welche Kriterien du bei deiner Recherche besonders achten solltest, versorgt dich Pana von TakeOffandTravel in ihrem Post “Der ideale Surfkurs – was er bieten sollte und wie du ihn findest!” mit weiteren nützlichen Tipps.

Surfen lernen

Magic Moments in den Wellen erleben nicht nur die Surf-Cracks!

Das passende Surfboard & Neoprenanzug

Gerade am Anfang ist die Euphorie besonders groß und damit auch der Reflex, zu einem zu kleinen Shortboard zu greifen – ein Fehler, den du unbedingt vermeiden solltest!

Bei deinem ersten Surfkurs führt an den gepolsterten Anfänger-Schaumboards daher kein Weg vorbei. Zum einen haben sie viel Auftrieb und sind kippstabil, zum anderen schützt die mit weichem Schaumstoff überzogene Oberfläche in Verbindung mit biegsamen Finnen sehr effektiv vor unschönen Verletzungen.

Nach dem ersten erfolgreichen Surfurlaub kannst du dich dann allmählich nach einem kleineren Surfboard umschauen, wie etwa einem Mini-Malibu.

Um einen Surfboard-Typ zu finden, der zu deinem Körpergewicht und deinem Fitness-Level passt, kann ich dir den praxisnahen Surfboard Ratgeber von Blue Tomato empfehlen. Darin kannst du dir nämlich relativ schnell einen Überblick verschaffen, welche verschiedenen Surfboard-Shapes für Anfanger und Intermediates überhaupt in Frage kommen.

Auch bei deiner Suche nach dem richtigen Neoprenanzug gibt es für Surf-Rookies ein paar Stolpersteine.

Aber don’t worry…. welche Materialdicke in Milimetern für dein Surfreiseziel die Richtige ist, wie du herausfindest, ob dein Neo auch wirklich passt und welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest, erfährst du in meinem ausführlichen Neopren-Ratgeber.

Und dann geht´s ganz schnell

Surfen lernen geht nicht von heute auf morgen. Gerade am Anfang solltest du nicht mit zu hohen Erwartungenan die Sache herangehen.In den ersten Tagen und Wochen wird es für dich hauptsächlich darum gehen, ein Gespür für die richtige Welle und den richtigen Moment zum Aufstehen zu entwickeln. Das richtige Timing ist einfach sauwichtig!

Die Frage, wie lange du brauchst, um dieses Gespür zu erlernen, lässt sich leider nicht allgemein beantworten. In jedem Fall solltest du nichts überstürzen. Es braucht schon einige Wochen um auf dem Surfboard an Sicherheit zu gewinnen. Plane also ausreichend Zeit ein: Travel slow learn fast lautet die Devise.

Wann du deine ersten sicheren Turns in der grünen Welle hinlegst, ist individuell sehr unterschiedlich und hängt ab von mehreren Faktoren:

Wichtig sind neben Surfbedingungen, vor Allem deine Sportlichkeit, das passende Material und deine persönliche Einstellung.

Was sicher hilft, sind kleine Gruppen. Kein Surflehrer der Welt kann sich um mehr als fünf Schüler gleichzeitig kümmern.

Aber auch gute Surfbedingungen können dich pushen! Sanft an den Strand rollende, stets an der gleichen Stelle brandende Wellen, die in regelmäßigen Abständen auf dich zukommen, sind ein Geschenk und bieten dir die besten Startbedingungen.

Surfen lernen

Erste Stehversuche im Weißwasser

Auch wichtig: Mit der richtigen Einstellung beugst du Frusterlebnissen beim surfen lernen vor. Wenn du gelassen und mit Spaß auf Wellenfang gehst, werden die ersten Erfolgserlebnisse nicht lange auf sich warten lassen.

Und selbst wenn du dich nicht in die Rubrik Sportskanone einordnest, kannst du davon ausgehen, nach deiner ersten Woche im Surfcamp auf der ersten gebrochenen Welle zu stehen. Wenn du ein sportlicher Typ bist, geht das surfen lernen noch schneller und du reitest in der zweiten Woche höchstwahrscheinlich schon deine erste ungebrochene Welle (im Surferjargon: grüne Welle).

Das gute ist: Surfen lernen kannst du in jedem Alter!

Das Element Wasser verzeiht dir gerade am Anfang viele Fehler. Denn wenn du fällst, fällst du weich.

Die beste Aloha-Zeit zum surfen lernen

Die beste Zeit, um in Europa mit dem Surfen anzufangen, ist definitiv von Anfang Juni bis Mitte September. Denn im Sommer herrschen an der gesamten europäischen Atlantikküste die besten Bedingungen zum surfen lernen.

Die seichten Sommerwellen sind bei weitem nicht so kraftvoll wie die mächtigen Brecher der Winterstürme. Meterhohe Wellen im Sommer gehören zur Ausnahme. Daher können sich Anfänger in dieser Zeit ohne große Gefahr an die ersten Stehversuche wagen.

Weitere Vorteile sind angenehme Wassertemperaturen und geringe Strömungen. In der Biskaya, die große Meeresbucht zwischen dem südfranzösischen und nordspanischen Festland, sind im August Wassertemperaturen von 22 Grad keine Seltenheit.

Als Kälteschutz genügt hier ein Shorty – ein dünner Wetsuit mit kurzen Ärmeln und Beinen.

Du sparst dadurch unnötiges Gewicht und brauchst viel weniger Kraft, um auf dein Brett zu hüpfen.

Surfen lernen-perfekte Wellen für Surfanfänger

Perfekte Wellen für Surfanfänger!

Safety first: So läuft´s beim ersten Mal

Auch wenn dir alle das Gegenteil erzählen: Dein erster Surftag kann richtig Spaß machen, wenn du ein Paar Verhaltensregeln beachtest.

Das A und O lautet: Wenn du vom Strand aus in das flache Wasser der Brandungszone läufst, halte dein Surfboard immer neben deinem Körper fest in beiden Händen. Die Brettspitze zeigt raus aufs Meer in Richtung der Wellen. Um im hüfttiefen Wasser laufend über die Brandungswellen zu gelangen, halte dein Brett immer mit leicht gestreckten Armen zwischen Körper und den heranbrausenden Walzen.

Und noch ein Tipp: Um Verletzungen vorzubeugen, halte das Brett beim Rauslaufen niemals an deiner Leash (die Leine an deinem Board). Du brauchst sie erst nach dem Wellenritt, um das Brett wieder an dich heranzuziehen.

Effektiv paddeln: So bekommst du richtig Speed

Auch wenn du dir deine ersten Wellentage vielleicht anders ausgemalt hast: Du wirst sie die meiste Zeit damit verbringen, auf deinem Brett zu liegen und zu paddeln.

Aber paddeln ist nicht gleich paddeln.

Und paddeln klingt zwar erstmal öde, ist aber die halbe Miete für deinen ersten Wellenritt. Wer falsch und unkontrolliert drauflospaddelt, wird nicht lange durchhalten. Und wer sich zu schnell auspowert, dem fehlt im entscheidenden Moment die nötige Frische und Konzentration für den Take Off.

Daher merke dir folgende Faustregel:

Die richtige Position zählt. Leg dich so auf dein Board, dass die Brettspitze vorne etwa 10 cm aus dem Wasser herausragt. Halte deinen Körper beim Paddeln immer unter Spannung, von den Waden über den Po bis zum Brustkorb, der sich nach vorne hin leicht vom Surfbrett abhebt. Die Beine sollten möglichst geschlossen sein, also nah beieinander. Am besten legst du sogar einen Fuß über den anderen und paddelst mit überkreuzten Unterschenkeln. So gerätst du nicht in Versuchung, breitbeinig durchs Lineup zu paddeln.

Surfen lernen im Lineup-1

Mit der richtigen Position paddelst du an allen vorbei!

Am besten, du paddelst wie bei der Kraulbewegung im Schwimmbad: Lange, s-förmige Züge parallel zur Außenkante des Surfboards. Halte deine Finger dabei immer zusammen. Somit bekommst du ausreichend Speed, um mit der Geschwindigkeit der Wellen mitzuhalten.

Weitere detaillierte Tipps zum richtigen Paddeln findest du auch bei travelonboards.

Einfach abheben: So läuft´s beim Take Off

Für deinen ersten Take Off solltest du dir eine bereits gebrochene Welle rauspicken, die aber noch genug Power hat, um dich vor sich herzuschieben. Richte dein Brett dazu mit der Spitze in Richtung Strand aus, leg dich darauf und starte die kontrollierte Paddelbewegung.

Super wichtig: Sobald du von hinten den Schub der Welle spürst, bleib ruhig.

Ein typischer Fehler ist es, sofort hektisch aufzuspringen.

Stattdessen ziehst du in aller Ruhe noch etwa zwei bis drei Paddelzüge durch. Dann legst du deine Hände flach unterhalb deiner Brust aufs Board. Jetzt stemmst du dich hoch wie bei einer Liegestütze. Gleichzeitig ziehst du beide Füße langsam und leicht versetz vom hinteren Teil des Bretts nach vorne unter deinen Körperschwerpunkt. Und flupp, schon stehst du auf der Welle!

Erst jetzt löst du deine Hände vom Brett und verweilst in dieser leichten Hockposition. Die Füße bleiben weiter versetzt etwa in der Mitte des Surfboards. Bei Regulars bleibt der rechte Fuß hinten am Heck des Surfboards, bei Goofis ist es der Linke.

Surfen lernen_Atlantik

YEAHHH: Deine erste Welle vergisst du nie!

Freie Fahrt: So meisterst du deine erste grüne Welle

Dieser Schritt ist wohl der Komplizierteste für angehende Wellenreiter. In erster Linie geht es darum, die passende Welle und den richtigen Winkel für die Ausrichtung deines Surfboards zu finden.

Für die Wahl der richtigen Welle brauchst du Erfahrung. Mir hat es immer geholfen, stundenlang zu beobachten, wie fortgeschrittene Surfer sich im Lineup verhalten. Um welche Welle kämpfen alle, welche lassen sie einfach links liegen? Schaue genau hin und entwickle einen feinen Sinn für die Form der Wellen und die richtige Stelle um anzugreifen.

Für die Paddelrichtung gibt es aber auch ein Paar theoretische Tipps:

Paddelst du vor der brechenden Welle direkt in Richtung Strand, bekommst du bei etwas steileren Wellen so viel Schwung, dass die Spitze deines Bretts unmittelbar in das Wellental eintaucht. Dadurch ist dein Wellenritt vorbei, ehe er richtig angefangen hat. Zudem wirst du dich mit hoher Wahrscheinlichkeit überschlagen und vor deinem Brett einen Köpper oder Bauchklatscher hinlegen. Surfer nennen dieses Geschehen einen Wipeout. Es kann sehr lustig sein – zumindest für die Zuschauer.

Deutlich vielversprechender enden Versuche, die Wellen ungefähr in einem 45 Grad Winkel zum Strand anzupaddeln. Dein Surfboard ist also weder parallel zur Welle, noch zeigt es direkt in Richtung Land.

Als Faustregel gilt: Je steiler die brechende Welle, desto paralleler musst du sie anpaddeln.

Der eigentliche Take Off funktioniert dann ganz ähnlich wie bereits im vorherigen Abschnitt beschrieben. Merke dir vor Allem, dass du niemals auf dein Brett springen darfst. Leider wird das immer wieder falsch erklärt.

Stattdessen ist die Aufstehbewegung ein langsames, kontrolliertes nach vorne Schieben der Füße, bis der vordere Fuß zwischen den stützenden Händen angelangt ist. Der Rest läuft dann fast wie von selbst!

Surfen lernen_ erste grüne Welle

Grüne Wellen surfen: Vielen Surfanfängern gelingt das schon in der ersten Kurswoche!

Los jetzt!

Und glaubst du nun, dass in dir ein kleiner Surfer wohnt, der nur darauf wartet loszulegen?

Was dir nun zumindest klar sein sollte: Surfen lernen, das geht nicht von heute auf morgen. Gleichzeitig ist das Wellenreiten aber eine wundervolle Erfahrung, die ich wirklich jedem empfehlen kann. Wer Naturerlebnisse sucht und das Meer liebt, kann sich mit dem Surfen einen Lebenstraum erfüllen!

Zwar wirst du am Anfang mit Strömungen und dem Sog der Wellen zu kämpfen haben, doch sobald du das Meer ein bisschen besser kennenlernst, wird diese scheinbare Gefahr immer berechenbarer.

Surfen lernen: Tipps für zuhause

Wenn du deinen nächsten Surfkurs nicht erwarten kannst, gibt es viele Möglichkeiten, dich schon zuhause auf das nächste Surfabenteuer vorzubereiten.

Bücher und spezielle Lehr-DVDs sind das Mittel der Wahl, um dir das theoretische Rüstzeug schon vor der Reise zuzulegen.

Ein besonders gutes und praxisnahes Lehrbuch für die Zeit zwischen den Surftrips ist das neue WAVE CULTURE – Surfcoach. Ich habe zu diesem sehr umfangreichen Handbuch rund ums Thema surfen lernen eine eigene Review geschrieben, die du hier nachlesen kannst.

Weil es beim surfen lernen nun einmal um exakte Bewegungsabläufe geht, lassen sich aber leider nicht alle Manöver in Textform vermitteln. Um die Bewegungen beim Wellenreiten wirklich zu kapieren, brauchst du also bewegte Bilder. Für Basismanöver und fortgeschrittene Turns sind Lehr DVDs daher besonders gut geeignet. Als beste deutschsprachige Lehr DVD, die es derzeit auf dem Markt gibt, kann ich dir Wellenreiten von Frithjoff Gauss empfehlen.

Der komplett auf Fuerteventura gedrehte Lehrfilm erklärt dir alle wichtigen Grundlagen und Techniktipps für verbesserte Surfskills: Von den Anfängen im Weißwasser über das korrekte Ausführen von Take-Offs und Durchtauchmanövern bis hin zum Abreiten grüner Wellen und den ersten radikalen Turns. Wenn du einen Surfurlaub im Surfcamp planst, ist „Wellenreiten“ eine sehr gute Vorbereitung.

Weitere ausführliche Online-Ressourcen, um dir das Wellenreiten selbstständig beizubringen findest du auch bei Learn Surfing.

Surfen lernen-2

Um am ersten Kurstag fit zu sein, kannst du dich schon zuhause effektiv vorbereiten!

Fazit

Surfen lernen ist fast schon eine Lebensaufgabe. Das erste mal auf dem Board zu stehen, das schaffen viele schon am ersten Kurstag. Für das nächste Level – wie Parallelfahrt und erste richtige Turns in der grünen Welle – reicht eine Woche Surfurlaub aber in den meisten Fällen nicht aus.

Surfen lernen im Lineup

Was schon mit dem Schulungsboard rockt, wird auf dem Shortboard nur noch geiler!!

Das Ziel vieler Surfanfänger ist es ohnehin, die unhandlichen Schulungsbretter so schnell wie möglich gegen die zumindest gefühlt viel cooleren und wendigeren Shortboards einzutauschen. Damit das gelingt, solltest du aber am besten eine mehrmonatige Auszeit am Meer einplanen.

Ein paar konkrete Anregungen, wie du eine längere Surf-Auszeit ganz einfach in die Tat umsetzt, bekommst du in meiner fünfteiligen E-Mail-Serie.

Darin zeige ich dir auch, wie du dir das heiß begehrte Work & Travel-Visum für Australien sicherst und welche Unis sich so nah am Meer befinden, dass deine Surfskills gar nicht anders können als sich zwischen den Vorlesungen schleunigst zu verbessern.

Und wie sind deine Erfahrungen beim surfen lernen? Ich bin gespannt auf deine Vorfreude, Ängste, Zweifel und Fragen.

Na dann nix wie los: Einfach rein damit in die Kommentare!

SURFEN LERNEN FÜR JEDERMANN: SO PLANST DU DEINE ERSTE WELLENJAGD
5 2 votes

25 Responses

  1. Hi Julian,
    sehr schöner Artikel, bzw. spannender Blog! Ich bin grade über deinen Gastbeitrag bei Planet Backpack auf deiner Seite gelandet und bin jetzt fleißig am lesen 🙂 Ich finde du beschreibst den ersten Wellenritt wirklich gut. Ich war vor zwei Jahren das erste Mal auf Bali Wellenreiten (Baruna Surf -sehr empfehlenswerte Schule) und fand es großartig! Wenn auch teilweise sehr schmerzhaft und angsteinflößend – der Moment in dem ich mal tatsächlich einige Sekunden auf dem Board stand hat für alles entschädigt! Ich freue mich auf weitere Spot Tipps als Inspiration für meinen nächsten Urlaub 🙂 viele Grüße aus Deutschland in die Welt, Franziska

    1. Hey Franziska,
      Vielen Dank dir für die netten Worte!
      Auf Bali brechen die Wellen ja häufig übers Riff. Natürlich bleibt dir da jeder kleine Fehler in schmerzhafter Erinnerung. Daher empfehle ich, für den ersten Wellenritt lieber einen sandigen Untergrund bei hüfthohen Wellen. Dann sollten sich Angst und Schmerzen eigentlich in Grenzen halten.
      Keep on riding!

  2. Pingback : Surfnomade Surfen in San Vicente de la Barquera

  3. Pingback : Surfnomade Surfen in Langre

  4. Pingback : Surfnomade Surfen in Spanien

  5. Pia

    Hey Julian,

    was für ein toller Artikel… Ich war diese Jahr zum ersten Mal in Frankreich surfen (nachdem ich jahrelang nur davon geträumt habe) und war vom ersten Moment an vollkommen fasziniert und berauscht.
    Die Kraft des Meeres ist einfach so unbeschreiblich – ich bekomm schon von dem bloßen Gedanken Gänsehaut.
    In deinem Artikel habe ich mich sofort wieder gefunden.

    Ab Januar bin ich in Asien auf Weltreise unterwegs und möchte natürlich auch das Surfen nicht vernachlässigen, mein Können ist allerdings noch sehr überschaubar.
    Kannst du da bestimmte Spots beziehungsweise Camps empfehlen?

    Liebe Grüße, Pia

    1. Hallo Pia!
      Danke für deinen Kommentar…klingt fast so als wäre dein Bauch voller Schmetterlinge, umso mehr freut es mich, dass dir mein Artikel so gefällt und du dich darin widerfindest.
      Wenn du dich nach deinen ersten Erfahrungen in Frankreich als fortgeschrittene Anfängerin einstufen würdest, kann ich dir Sri Lanka empfehlen. Hier sind die Wellen nicht so heftig wie auf Bali und es gibt viele anfängerfreundliche beach breaks und sogar deutsche Surf Camps, wie z.B. drivethru.de
      Ich wünsche dir eine schöne Zeit und würde mich freuen wenn du hier über deinen Trip berichtest, damit andere Leser von deinen Erfahrungen profitieren können.

  6. Naemi

    Salve Julian,
    klasse Artikel. Sowieso ein mega Blog! Habe wieder was dazu gelernt, zum Beispiel dass man es Wipe Out nennt, wenn ich “vorne übers Bord runterfetze”, wie ich zu sagen pflege. Ich war im September das erste Mal 4 Tage an der Atlantikküste surfen, da ist mir dass ein paar Mal passiert (aber 45 Grad merk ich mir jetzt!!).
    Ich bin einfach mega geflasht und möchte unbedingt nochmal auf dem Board stehen! Wir wollen nächsten Sommer nach dem Abi wieder nach Frankreich, zwischen Ende Juni und Anfang September. Kannst du uns da Spots empfehlen, die anfängerfreundlich und nicht überfüllt sind?

    LG Naemi

    1. Hey Naemi, dass ich dir mit meinem Beitrag weiterhelfen und dir eine neue Surferfloskel beibringen konnte, ist mir eine Freude. Wenn du erst für vier Tage in den Wellen warst, stehst du tatsächlich noch ganz am Anfang eines neuen Abenteuers. Darum beneide ich dich. Denn du wirst alles mit neuen und hungrigen Augen sehen und alles Wissen rund ums Surfen in dich aufsaugen.
      Zu deiner Frage kann ich nur sagen, dass sich die Spots an der französischen Atlantikküste im Sommer alle ziemlich ähnlich sind. Anders als in Nordspanien gibt es nur wenige Buchten oder unterschiedlich ausgerichtete Küstenlinien. Du kannst bei deiner Wahl also nicht allzu viel falsch machen. Wenn die Wellen gut sind, ziehen die französischen Spots in den Sommermonaten immer auch viele Surfer an. Einen leeren Spot zu finden, der auch noch für Surfanfänger etwas taugt, ist also eine ziemlich große Herausforderung und ich kann dir dafür leider keinen besonderen Ort empfehlen. Als blutiger Anfänger wirst du aber auch an etwas volleren Tagen auf deine Kosten kommen. Ich wünsche dir viel Spaß und ein glückliches Händchen bei deiner Entscheidung! LG Julian

  7. Pingback : 5 Dinge die ich bisher übers surfen weiß. Tipps gerne genommen..

  8. Dunja

    Hi Julian!

    Danke für deinen Beitrag, beim lesen habe ich mich absolut zurückversetzt gefühlt.
    Ich habe vor ca. 8 Jahren mal einen Surfkurs gemacht und mich gar nicht so blöd angestellt. Jetzt geht es mal wieder an die französische Atalantikküste und das Geld für einen weiteren Surfkurs würde ich mir gerne sparen, da ich die Theorie noch sehr gut im Kopf habe.
    Empfiehlt es sich nochmal an einem Kurs teilzunehmen oder kann ich auch auf eigene Faus üben? LG Dunja

    1. Hallo Dunja,

      ich kann verstehen, dass du dir das Geld für den Surfkurs gerne sparen möchtest. Allerdings sind acht Jahre schon eine Menge Holz und die Theorie ist beim Surfen leider nicht die halbe Miete. Die Praxis ist einfach das A und O.

      Sofern du den Spot in Frankreich noch nie gesurft bist, würde ich dir unbedingt zumindest einen Schnupperkurs zur Auffrischung empfehlen. Die Surflehrer werden dir dann hoffentlich die wichtigsten Infos zur aktuellen Lage der Sandbänke und lokalen Strömungsmustern geben. Mit dem Wissen kannst du dann ggf. noch für ein paar weitere Tage auf eigene Faust surfen gehen. Ganz ohne Surfkurs macht es aber meiner Meinung nach wenig Sinn.

      Viele Grüße und viel Spaß! Julian

  9. Pingback : Fit bleiben auf Reisen: Reiseblogger geben Tipps | Coconut Sports

  10. Jochen

    Hey, cooler Artikel! Bin auch eher am Anfang meiner Surfkarriere und hätte eine Frage zum 45° Winkel. Hab das Gefühl, dass mich die Welle, wenn ich sie nicht im 90° Winkel anpaddle nicht mitnimmt, sondern eher einfach das Brett verspult und mich runterspült….Ideen woran das liegt? :-).

    1. Hallo Jochen, der Winkel zum Reinpaddeln in die Welle ist je nach Beschaffenheit der Welle und deinem Board sehr unterschiedlich. Daher gibt es dafür leider keine allgemeingültige Regel. Du musst es einfach häufig probieren und Erfahrungswerte sammeln.

      Was du dir merken kannst: Je steiler das „Face“ der brechenden Welle, je mehr musst du dein Surfboard schon beim Takeoff entlang der Welle lenken. Damit verhinderst du das Eintauchen der Nose und hast die Chance auf längere Ritte entlang der grünen Welle.

      Sind die Wellen rund – also weniger steil – und hat dein Brett in Relation zu deinem Körpergewicht wenig Volumen, solltest du mit einem Winkel von 90 Grad starten und das Board erst nach dem Takeoff mit einem Buttom Turn zurück an die offene Section manövrieren.

      Viel Erfolg beim Üben!
      Julian

  11. Hey Julian,

    super Artikel! Ich war letzten Sommer zum ersten mal im Surfcamp und bin total angefixt 😀
    Ich habe eben deinen Surftrip Planner ausprobiert, bin aber weder an Co-Working, Yoga oder Klettern interessiert, vielleicht solltest du da noch eine Option einbauen bei der sich alles nur ums Wellenreiten dreht 😀

    Liebe Grüße
    Oli

    1. Hallo Oli, danke für deine Anregung. Mit dem aktuellen Tool lässt sich die Änderung leider nicht so einfach vornehmen. Beim nächsten Update des Surftrip Planners werde ich deinen Vorschlag aber gerne berücksichtigen!

  12. Schöner Artikel. 🙂

    Hach, dein Leben klingt echt traumhaft, wenn ich mir das alles so anschau hier. 😉

    Ich hoffe, ich kann irgendwann auch mal längere Zeit am Meer leben, indem ich mich auch online selbstständig mach. Ich möchte unbedingt auch endlich richtig surfen lernen. War dieses Jahr schon mal und gehe im Sommer nochmal, ich merk einfach, wie ich es liebe, auch, wenn ich noch der totale Noob bin, haha.

    Liebe Grüße
    Alex

    1. Danke Alex, das Wellenreiten bereichert mein Leben tatsächlich immer wieder aufs Neue.

      Deine Lust auf Meer kann ich also sehr gut nachvollziehen. Und wer einmal Blut geleckt hat, so wie du, den wird dieser Sport der Könige so schnell auch nicht wieder loslassen.

      Ich kann dir versprechen, dass es hier in den nächsten Monaten noch viel intensiver um das Thema surfen lernen gehen wird. Du darfst also gerne wieder vorbeischauen 🙂

      Lieber Gruß aus Rio
      Julian

  13. linda nguyen

    hey julian !
    auch ich stand schon am strand und habe es bewundert ! ich würde es auch wirklich gerne können aber habe paar bedenken, auf der suche nach antworten kam ich auf dein blog ! und trau mich einfach meine fragen hier rein zu stellen. Ich habe mir ein paar surfcamps online angeschaut aber den mut mich da anzumelden habe ich noch nicht gefunden , Ich geh zwar regelmäßig laufen und ins fitness studio aber die schlankste bin ich nicht , ich habe einfach viel zu große angst kein Anschluss mit den Leuten zu finden oder gar auf dem board klar zu kommen , bin von Natur aus ein mensch der viel nachdenkt . Kannst mir vllt den entscheidenden tritt geben ? lg linda

    1. Hallo Linda,

      wenn du es nicht probierst, wirst du es niemals rausfinden.

      Es gibt meiner Meinung nach keinen Grund, vor dem surfen lernen Angst zu haben. Wichtig ist, dass du dir nicht irgendein x-beliebiges Surfcamp raussuchst, sondern ein wirklich nettes mit kleinen Gruppen und einer persönlichen Atmosphäre.

      Schau dich mal um: Zwei Empfehlungen jetzt für den Sommer wären die Wavesisters in Lissabon oder Elementsurf in Nordspanien.

      Außerdem solltest du entspannt an die Sache rangehen, Geduld mit dir haben und vor allem die schöne Natur und die Erlebnisse im und am Meer genießen. Wenn du dich nicht zu sehr unter Druck setzt, kommt der Rest von ganz alleine. Und wenn du erstmal richtig angefixt bist, lässt der nächste Surfurlaub nicht lange auf sich warten…

      Liebe Grüße
      Julian

    2. Alexandra

      Mach es, mach es, mach es!

      Als ich es das erste Mal versucht habe, hatte ich auch erst vor einem Jahr (extra für den Kurs witzigerweise) mit dem Laufen angefangen, war vorher enorm unsportlich und war auch nicht so schlank und durchtrainiert wie manch andere. Aber ich hab die Erfahrung gemacht, dass grade bei Surfkursen viele das erste Mal auf dem Brett stehen und auch nicht unbedingt supersportlich sind, manche probieren das auch einfach nur aus Neugierde das erste Mal aus. 😉

      Und wie Julian schon sagt “wenn du es nicht probierst, wirst du es niemals rausfinden.”. 😉

  14. Hey mega cooler Artikel!

    Meine ersten Surf-Steps habe ich auch beim Backpacking gemacht und hatte leider auch nicht so ein Glück mit meinem ersten Surfcamp. ganz nach dem Motto: Habe ich gesehen, muss ich sofort nachmachen!

    Daher gebe ich dir Absolut recht die wahl eines wirklich guten Surfcamps ist wichtig gerade um am Anfang auch Spaß an der Sache und keine Angst zu entwickeln!

    Meiner Meinung nach MUSS man es dann doch einfach mal gemacht haben, denn kaum etwas verbindet so spielerisch Adrenalin und Entspannung 🙂 Von den kontakten die man macht ganz zu schweigen.

    Vielleicht noch als kleine Ergänzung, für die jenigen welche nicht Reisende oder Ortsunabhänig sind. Klar ist es geiler in der freien Natur an einem überragenden Surfspot die ersten Schritte zu machen, aber das ist in den meisten fällen für otto Normalverbraucher echt teuer.. Um erst einmal zu testen, ob es überhaupt etwas für dich ist habe ich hier eine echt super Sache recheriert vielleicht kann der ein oder andere ja etwas damit anfangen:)

    https://neue-erfahrungen-erlebnisse.com/2016/07/25/deal-du-wolltest-schon-immer-surfen-probieren-super-schnapper-fuer-nur-2790e/

    best marvin

  15. Linda

    Vielen Dank für die Antworten !! Morgen gehts los 🙂 dann werd ich das erste mal auf dem Board stehen 🙂 lg linda

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